am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

und immer immer wieder

neue software lernen, gleich im anwendungsmodus. alles andere wäre verschwendung. working by doing, wie eine frühere arbeitskollegin immer überaus passend zu sagen pflegte. war heute dann trotzdem eine nullnummer. sämtliche rahmen mit schlagschatten versehen, versehentlich. naja. morgen ist auch noch. oder wie ging das nochmal?

zen am freitag

hin und wieder her überlegt. 365 oder 52? oder was?

es ist entschieden, und es ist ein freitag geworden. ein fixer termin jede woche, wo das mindestgebot bei einem gedicht liegt, das dann innerhalb der vorhergangenen woche auf zendura erschienen sein wird. so! oder so ähnlich.

ich spiele spätzünder dieser tage, komme schwer in die gänge, drehe dann aber kräftig auf zur nacht. macht ja eigentlich nix, kommt in seiner gesamtheit dennoch reichlich frustig rüber. leider.

gewicht

ich zerre an den dingen, die eigentlich ganz leicht wären. hab aber heute keine chance, ist irgendwie nicht mein tag. morgen dann.

52

allein der gedanke daran, ein gedicht pro tag zu verfassen und zu präsentieren, eventuell reduziert auf ein gedicht pro woche, das ja auch nicht zwingend veröffentlicht werden müßte, läßt mich träumen. albträumen von monstern wie im horrorfilm, die böses tun trotz ihres kindlichen gemüts, also fest verknüpft sind mit einer unschuldsvermutung. wie jekyll & hyde. immer größer, immer mehr. da war viel blut heute nacht. ich weiß auch nicht.

365

seit anfang des jahres verfolge ich täglich die geschehnisse in diesem wiener wohnzimmer. etwas gestalten, kreativ sein, jeden tag etwas machen. sehr spannend. ein ganzes jahr lang, also 365 mal. beinah kommt es mir verrückt vor, viel zuviel, einfach wahnsinn. doch es ist eine phantastische idee, die – wenn ich das richtig verstanden habe – auf noah scalin zurückgeht. das muß unglaublich zufrieden machen, könnte ich mir vorstellen. jeden tag etwas fertig kriegen, abschließen, präsentieren. das muß einfach ein riesiges stück zufriedenheit bedeuten.

und so sind es wohl nicht wenige menschen, die sich zur zeit mit der bewältigung einer täglichen kreativaufgabe auseinandersetzen. tag für tag für tag. auch der zusatz, daß das ein weg sei, sein leben zu verändern, scheint mir nicht zu hoch gegriffen. ganz im gegenteil. kreativität ist dazu durchaus geeignet, ich weiß.

irgendwie ist es mir das ganze jahr schon eine persönliche erleichterung, daß ich überhaupt nicht zeichnen oder malen kann und ebenfalls keinen besonderen zugang zum basteln habe. ich baue ja lieber, und das geht oft nicht an einem tag. außerdem war ich im leben nie in einem kindergarten, mir fehlen also die nötigen grundfertigkeiten, wie sie jedes kind ganz selbstverständlich entwickelt. darüber hinaus ist das jahr ja nun auch schon ein wenig fortgeschritten. zum glück.

trotzdem überfiel mich in zusammenhang mit diesem projekt jüngst die vorstellung von einem gedicht pro tag. das ist furchtbar. schlimm. eigentlich unvorstellbar. aber ich hab ja noch fast elf monate, um mir über die tragweite dieses gedankens klarzuwerden.

gefangenschaft

meine migräne sitzt mir im gesicht, macht mich zum tier in käfighaltung. wie früher. migräne, das ist starre angst, fleischgeworden.

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