es muß irgendwann im sommer gewesen sein, ein strahlender tag, als der große böse google bei mir vorbeigefahren kam. ich hatte das balkonrollo heruntergelassen, zum glück, da muß man jetzt das haus auch nicht verpixeln.
throwing bones
bin irgendwie durch den wind, ich weiß. hab schon wieder vergessen, mit dem Luftkrieg weiterzumachen. (obwohl doch am wochenende eine lange voxnacht zu dem thema lief und ich auch in der zeit darüber gelesen hatte.)
hier also schnell der letzte teil: Luftkrieg (Teil V)
3 auf 1
dank annalist habe ich dieses nofollowding endlich so einigermaßen begriffen, bei mir hier entlarvt und zum ersten mal eigenmächtig ein plugin installiert. das alles vielleicht innerhalb von 30 minuten. dabei bin ich heute völlig fertig, hormonbedingt. das ist doch mal was.
mal sehen, was jetzt passiert.
gelassenheit
berlin im frühling. sonne satt und sicher 18° am nachmittag. und das, wo es gestern fast nur geregnet hat.
das schleunigst erstandene gaphitpulver im tacho hat übrigens nicht viel gebracht. damit blieb alles beim alten. ein herzzerreißendes gejaule, schon bei geringem tempo. mit deutlichen bauchschmerzen hab ich dann schmieröl hineingesprüht, schließlich habe ich keine ahnung, ob das tachoinnenleben öl grundsätzlich überhaupt verträgt. neben der mechanik des tachos sind dort ja auch noch elektronische komponenten zu vermuten. die tankanzeige zum beispiel. öldruck- und batterieanzeige sind allerdings seit jeher platt.
das öl hat es dann gebracht. kein gekreische mehr, nur noch das rauhe knattern der maschine. naja, des auspuffs vermutlich. aber so war mir noch – in aller ruhe – eine nette kleine stadttour gegönnt, um das öl im tacho so richtig schön in die letzten ritzen zu verschleudern. im vielleicht letzten sonnenlicht des jahres. das mächtige halstuch hatte ich dabei zu hause gelassen, nur die dünne regenhose über die jeans gezogen und in den dicken winterhandschuhen wurde mir nach einer weile so richtig warm.
die tankanzeige funktioniert noch, bislang, und fröhlich warnt die defekte batterieanzeige, wie gehabt. also, alles wieder fein. einstweilen.
dämliche kommentare in den wochenblättern (97)
es gibt ja themen, die interessieren mich grundsätzlich. wie krieg nachwirkt zum beispiel, tief im vermeintlichen frieden. so etwas lese ich immer ganz genau.
nun gibt es für leserInnen inzwischen ja fast überall die wunderbare möglichkeit, unter den artikeln leser-kommentare zu hinterlassen. das haben sich die zeitungsmenschen von den bloggerInnen abgeguckt. so auch bei der onlineversion der altehrwürigen dame die zeit. ich gebe zu, nicht immer schaffe ich es, die lektüre an der stelle radikal abzubrechen, wie es doch in erfahrungsgemäß immer häufiger angebracht wäre. denn leider zeigt diese wunderbare erfindung auch dort ihre dämliche kehrseite gleich im ersten kommentar.
hysterie
geiles wetter. das motorrad macht noch keine anstalten, etwa nicht mehr anspringen zu wollen. ich also los, zum kunden. nach dreißig meter fängt die schon seit ein paar tagen leise singende tachowelle an zu schreien, nach zwei kilometern kreischt sie. so laut, daß ich sie noch mit tempo 100 auf der bahn höre.
später, auf dem weg durch steglitz, gucken mir die leute nach, alle. nein, ich stehe nicht gern im mittelpunkt.
zum glück ist alles still, wenn das motorrad steht, selbst wenn der motor noch läuft. dann dreht sich ja auch die welle nicht. graphitspray habe ich leider keines dabei, also geht es genauso auch wieder zurück. auf der sonnenalle wird das kreischen dann hysterisch, die menschen winken mir freundlich zu. sie spenden sogar applaus, das macht man hier so. wenn jemand offensichtlich einen miesen auftritt hinlegt.
auch zu hause, kein graphit! ob ich mich morgen so zum baumarkt traue? ob es überhaupt die welle ist? und nicht vielleicht der tacho selbst? die verdammte maschine versucht echt, mich fertigzumachen dieses jahr.
net society
während im netz über kontrollverlust, post privacy und andere schöne neue denkansätze reflektiert wird, habe ich diese woche gleich mehrere kunden, die mir als antwort auf meine email unbedingt ein fax schicken wollen. sodaß ich am nachmittag schleunigst eine dieser sauteuren originalen faxfolien mit chip kaufen gehen muß, über 20 euro, weil ich die nummer meines onlinefaxes nicht mehr finde. so lange habe ich die nicht mehr gebraucht.
die netzgesellschaft ist eben kleiner als man von hier aus gemeinhin denkt. sehr viel kleiner. für die meisten menschen mit netzanschluß bedeutet internet vermutlich eine emailadresse bei aol oder hotmail, ebay und noch die startseite der telekom vielleicht. that’s it.