neue menschen, hirnausgelagert? und das an einem tag. aber korrelativ amüsant, immerhin.
frisches in den gazetten der welt (96)
ausnahmsweise mal ein bißchen gar nicht so trübes mitten im trübsinn hierzulande. peter glaser, ein kulturatmender mensch, in der berliner gazette:
Inzwischen erwecken die immer vielfältigeren Zugänge zu Wissen und inspirierenden Informationen durch das Internet die Ruinen an humanistischem Bildungsgut, über die ich aus der Schulzeit und aus meiner Biografie als Leser und kulturatmender Mensch verfüge, immer wieder zu neuem Leben.
briefe im netz, veröffentlicht (95)
wenn alice schwarzer einen offenen brief schreibt, dann hab ich ja immer gleich bauchschmerzen. dabei weiß ich gar nicht so genau, warum. an sich ist frau schwarzer ja eine hervorragende disputantin, besonders bei live-events. die gute alte sollte viel häufiger in talk-shows sitzen, finde ich. aber bei ihren briefen krieg ich, wie gesagt, da weiß ich nie so recht.
diesmal ist das natürlich ganz anders. diesmal liegt alice schwarzer ziemlich richtig, wenn sie sich an frau köhlerschröder wendet. unter anderem mit diesem coolen satz:
Inzwischen schreiben wir nämlich das Jahr 2010.
nachtrag: im mädchenblog wird das allerdings etwas anders gewertet. ich sag ja, bauchschmerzen.
kinderhausbau mit splattermoment

ich baue weiter an dem pappkinderhaus*. das heißt, ich tapeziere es, außen und innen. innen ist natürlich so eine sache. ich komme mir vor wie damals, als dekorateurin. da mußte ich auch in so winzigen ecken herumkriechen. aber da war ich auch dreißig jahre jünger und konnte noch schmerzfrei auf den knien knien.
diese kiste ist wirklich ziemlich klein für mich. das heißt, hineinpassen würde ich letztendlich wohl schon. man könnte mich locker darin verscharren, denke ich. zumindest wenn man mich vorher ein bißchen zerstückelte. einfaches zusammenklappen würde vermutlich auch reichen.
* jaja, schon gut. natürlich ist nicht das kind aus pappe, sondern das haus. also quasi ein kinderpapphaus. das meine ich doch.
unsinn, gespiegelt (94)
eine junge frau nimmt stellung zu einem überkommenen feminusmusbegriff, falls es diesen denn jemals gegeben haben sollte. im grunde handelt es sich ja mehr um eine zusammenstellung bestehender vorurteile, seit jeher vorwiegend von männern vorgetragen. darüber hinaus drängt sich mir unweigerlich so etwas wie homophobie auf, ein hauch von zumindest.
Es sei ein Fehler einer radikalen Strömung der Frauenbewegung gewesen, Beziehungen zwischen Männer und Frauen abzulehnen, sagte Schröder weiter. „Dass Homosexualität die Lösung der Benachteiligung der Frau sein soll, fand ich nicht wirklich überzeugend.“
blöd, daß es sich bei der jungen frau ausgerechnet um die amtierende familienministerin handelt.
[via u. a. @annnalist]
nachtrag: claudia hat dasselbe element in ihrer sammelmappe aufgegriffen. und sie vergißt dabei auch nicht, wie ich, den gendergapaspekt in den ausführungen der jungen frau kurz auf- bzw. niederzuschlüsseln.
nochn nachtrag: diesmal im mädchenblog. (macht ja richtig spaß heute, dieser quatsch!)
