am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

erntegut

die balkontomaten wuchern in diesem jahr wie wild, diese eine pflanze ist über einen meter hoch.  die anderen drei ein wenig kleiner, aber nur minimal. jede woche ernte ich eine ganze schüssel. eine eher so mittelkleine schüssel, aber immerhin. fürs genießen reichts.

die kräuter streben ebenfalls gen himmel, ein basilikumstrang steht einen halben meter hoch und blüht. ebenso die minze und der thymian und alles andere auch. ständig habe ich hier summenden besuch. was nicht ganz ungefährlich ist, denn die balkoneigene spinne, die ihr netz zwischen klee und kirschtomate gespannt hat,  frühstückt immer recht ausgiebig.

selbst der alte zierspargel in der hintersten ecke, wo er vor zwei jahren eigentlich nur zum endgültigen krepieren hingewandert ist, weiß vor kraft derzeit kaum noch wohin mit sich.

dabei mache ich gar nichts, nur gießen, und das nicht einmal besonders rücksichtvoll. mal zuviel und mal zuwenig, niemals mit ordnungsgemäß abgestandemem wasser oder so. und düngen? ja, vor ein paar monaten mal. und natürlich ein winziges bißchen tomaten geizen, das muß einfach sein. einzig der männertreu wollte in diesem jahr nicht. schade, das schöne blau. und der salbei ist unter der minze beinah ersoffen und schimmelt dort jetzt leise vor sich hin.

ich gehe jetzt ein bißchen gärtnern. aber wirklich nur ein ganz kleines bißchen. sonst mache ich noch was kaputt an diesem offensichtlich fast perfekten system. ;-)

güldene böden

fahrrad kaputtgefahren, hinterradachse gebrochen. das berliner hardcorepflaster machts möglich, in nur sechs jahren. aber gut, das rad ist ja insgesamt schon dreißig, da kann das mal passieren. kostet halt nur, schon wieder.

ein einfaches, fragt mich der fahrradmann. so wie jetzt auch?

ich nicke. hat ja immerhin eine weile durchgehalten.

dreißig jahre, sage erkläre ich stolz. also nochmal dreißig.

na ja, früher waren die einfachen sachen aber auch besser, lautet die antwort.

stimmt! scheiße!

mein kopf tut weh. rechts hinten. da, wo es immer pocht. wo nachts die soldaten aufmarschieren, mit gewehren im anschlag, die dann aber nicht wissen, was sie tun sollen.

lebe wesen

auch glück ist ein wesen, ein tier. wie die liebe. es lebt und es atmet. es kennt sich selbst, zu recht, und es mag sich. wie auch die menschen. manchmal.

jugendkultur

wo auf der weserstraße liegt eigentlich dieses neue skaterheim, das in letzter zeit verstärkt frequentiert wird? tag und nacht scheppern die rollen inzwischen hier entlang. erschwerend kommt hinzu, daß ich an einer kreuzung wohne, wo die bretter kurz aufgenommen und auf der anderen straßenseite dann für die lärmende weiterfahrt wieder hingeschmissen werden. das ist echt laut, das nervt! hören die das nicht selbst? vermutlich nicht, die haben ja jetzt alle diese schicken großen kopfhörer auf.

versteuert?

den halben tag mit elster und excel verbracht. das thema war dasselbe, die steuererklärung 09. das vorläufige zwischenergebnis ist unklar, weil elster und excel sich nicht einigen können. ein satter euro unterschied wird ausgewiesen. ein einziger. trotzdem, das habe ich anders gelernt, in der schule damals, im matheunterricht. da mußten die ergebnisse immer gleich sein, wenn ich mich recht erinnere.

und nun? ach, mir reichts für heute.

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