am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

symbolbilder

genau so stell ich mir soziologen vor.

nachtrag: och, nu isses wech, das schöne bild eines vermummten linksradikalen demonstranten in kämpferpose. :-(oder war es eine siegerpose?)

kein gewitter, nur wind. der nachts auch noch die offene balkontür zuweht. jetzt ist es draußen kühler als drinnen.

lieber halbschwul als halbschwarz?

diskriminierungen werden ja schrittweise abgebaut. erst darf der „nigger“ nicht mehr aufgeknüpft werden, dann kämpfen „neger“ selbstbewußt um ihre rechte und schließlich verlieren nur noch die häuser an wert, wenn „schwarze“ sich erdreisten, in die nachbarschaft ziehen.

ähnlich scheint es ja mit schwulen zu sein. obwohl es da ein bißchen durcheinander geht, schließlich kann man schwulsein nicht einfach so sehen. also gibt es immer noch ein bißchen prügel, hin und wieder, ein wenig schimpfe, in letzter zeit etwas mehr, und natürlich den ewigen kampf um emanzipation. außerdem kommt jetzt offensichtlich noch hinzu, daß in gegenwart von schwulen eine wertminderung stattfindet. ob das ein fortschritt ist?

ich denke ja, daß sich recht bald mal der erste profikicker outen sollte. immerhin wäre das eine solidaritätserklärung an all die „farbigen“ kollegen, die – wie man immer wieder hört – schon mal ein spiel begleitet von affengebrüll absolvieren dürfen.

nachtrag: und die grandiose mädchenmannschaft hat natürlich auch noch etwas dazu zu sagen.

seewind

aus klimatechnischen gründen gestern abend bereits einen binnengewässer in meiner wohnung kreiert, indem ich die wanne mit einer handbreit kaltem wasser gefüllt habe. (das hat übrigens den vorteil, daß man immer wieder mal die füße reinstellen kann. allerdings ist dadurch nun ausgerechnet das bad der kühlste raum überhaupt. nord-ost-lage, naja. aber wer sitzt schon gern im bad?) da sich nun die sonne langsam auf die andere seite der berliner blockbebauung begibt, kann getrost mit der strategischen öffnung der fenster begonnen werden. draußen ist ja wind, man sieht es an den bäumen.

das funktioniert, wirklich. ein klein wenig zumindest. dumm nur, daß ich heute auf jeden fall noch irgendwann unbedingt das haus verlassen muß.

sklaven-tv

keine ahnung, wie oft ich diese sky-werbung im tv gesehen habe. immer ein wenig irritiert, weil ich ihr nicht folgen konnte, den logischen zusammenhalt einfach nicht verstanden habe. so wenig verstanden, daß ich mit tatsächlich irgendwann die mühe gemacht habe, herauszubekommen, wofür da überhaupt geworben wird. das immerhin war nicht schwer zu verstehen. fußball, ist ja ein thema zur zeit. dennoch vermochte ich den plot der story immer noch nicht zu begreifen. warum kreischen die frauen so derart unjubelig?

eben ging es mir plötzlich auf. es gibt ja männer in der welt, der heterowelt. und männer werden von fußbällen symbolisiert. frauen dagegen hassen fußbälle und deshalb wohl auch männer. so einfach ist das. aber mal ehrlich, es ist wirklich viel verlangt, das zu kapieren. wenn fußbälle ausgerechnet in einem nur mit frauen gespickten spot beworben werden sollen. wer soll denn den klischeschlenker mitmachen können? hey, frauen und schuhe, das gehört zusammen. das verstehen wir. (auch nicht.)

kurz danach kam übrigens colawerbung, die kalorienbefreite lightversion. der spot, wo das junge pärchen morgens dem bett enthüpft, sie duschen geht und er zur kalten cola greift. dann die elterninvasion, attacke, terror, panik vor der wohnungstür. ihre eltern natürlich. doch der kerl bleibt cool, wird schließlich mit einem helikopter aus dem krisengebiet entfernt. alles nochmal gut gegangen. (und natürlich heißt die cola nicht light sondern zero, ist ja die für männer. die lightversion wird natürlich mit püppchen und einer dezent integrierten schwuchtel beworben.)

mannomann, schon mal was von emanzipation gehört? das soll es geben und ist für frauen, männer und auch eltern im angebot. beziehungsweise kinder natürlich, nicht zu vergessen.

oder ambrosia? vielleicht sollte ich mir so einen schönen weißen anzug besorgen. mit mundschutz und handschuhen natürlich. das wetter ist doch ideal dafür.

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