am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

morgen abend wird der rechner neu aufgesetzt. sitze vorsichtshalber an den letzten dringenden arbeiten und sichere mir nebenbei einen wolf. ich bin eben ein pc-schisser.

fünf stunden lang gesägt. natürlich nicht nur, zwischendurch gemessen, angezeichnet, geschraubt und was sonst noch so anstand. ansonsten gesägt. mit der hand. die stichsäge taugt mich bei diesen kleinen brettchen, kaum gößer als der sägeschlitten. also waren feinsäge und fuchsschwanz im dauereinsatz.

locker lassen, hat mein vater immer gesagt. nicht anstrengen, dann sägt die säge von selbst. keine kraft, das ruiniert alles. kein problem, denke ich. und säge vor mich hin, ganz entspannt. locker aus der schulter. so ein brettchen festhalten, das kostet natürlich schon ein wenig kraft. aber die säge, ja, die säge, die sägt ganz allein.

prima, denkt sich da die säge und sägt in meinen finger. so war das eigentlich nicht gedacht.

schrauber

was denn das sei, fragt der mann, während ich die beiden pakete in den fahrstuhl hieve. ein fernseher? gerade noch rechtzeitig erinnere ich mich, daß die fernseher ja heute fast alle ganz flach sind. aber warum gleich zwei?

ein stück möbel, sage ich.

ob ich denn einen schraubenzieher habe.

ich nicke. und muß lachen, weil ich an meine unzähligen werkzeuge denke, eine ganze kammer voll. erworben für die lehre damals, geerbt von meinem opa und vater und überhaupt, man braucht ja immer wieder mal was neues. meine gesammelten schraubendreher kann unbesehen nicht einmal zählen, es müßten an die zwanzig sein.

schade, sagt der mann. aber heute könnten die frauen das ja alles allein.

das konnten sie immer schon, sage ich.

bevor ich dann meiner wege ziehe mit meinen zwei an die vierzig kilo schweren paketen. (auf einer sackkarre, versteht sich. ;-)

zusammengebaut war das ding dann in etwas mehr als drei stunden, inklusive der vier schubkästen und fünf zusätzlich gezimmerten einlegeböden. zur hand genommen habe ich aber lieber gleich den akkuschrauber, ich bin ja nicht blöd. und einen hammer natürlich, einen schlitzschrauber, stichsäge und bohrmaschine, schleifpapier, zollstock, winkel und bleistift usw.

alles ganz allein. und besser vermutlich als irgendsoein schnulli, der schraubenzieher sagt und meint, daß das zum möbelbauen reicht.

langer tag, seit etwa dreizehn stunden nahezu pausenlos auf sendung. kommt auch selten vor, derartige fremdarbeitsbrocken am stück. oder kommt mir das nur so vor? jetzt noch die liste für morgen. termin um zehn wurde, zum glück, abgesagt. so besteht eine chance, daß ich doch noch irgendwie hinterherkommen.

träges vieh, das ich bin, derzeit.

tacho für mädchen?

da war ich schon ein wenig erschrocken, als ich den preis für diesen gebrauchten haufen plastik und metall hörte. mäusekino hat der vorbesitzer zu meinem originalteil gesagt, und zwar nicht nur, weil die hälfte der anzeigen sowieso nicht funktioniert. nein, wenigstens eine davon blickt seit jeher sinnfreien daueralarm. vielleicht hab ich es deshalb in drei stürzen kräftig zerdeppert. (besser das, als ich.)

vielleicht war ich auch nur irritiert oder zumindest desorientiert, hatte ich doch vergessen, mich vorab umzuschauen. ist ja inzwischen ganz leicht, mit internet und ebay und so. und dennoch unerlässlich, nach wie vor, besonders als frau, wenn man sich in eine der letzten löwenhöhlen wagt. in eine wildfremde schrauberwerkstatt also, in der man (äh frau …) noch nie war, um dort nach einem gebrauchtteil für meine olle kawa zu fragen, baujahr 86, wohlgemerkt.

erschrocken genug und autentisch dazu, daß es auf jeden fall noch einmal 15 euro nachlaß gegeben hat. mein privatschrauber und selbst ebayhändler war dann auch überhaupt nicht erschrocken, scheint alles im grünen bereich zu liegen. schwein gehabt, doch nicht den mädchenbonus gezahlt.

traurig aber dann, zu sehen, wie die maschine weggeschoben wurde. nicht mal einen mucks wollte sie von sich aus machen, nach dem winter. :-(

fleißige hausfrau

einer der häufigsten suchbegriffe, die auf dieses blog verweisen, ist übrigens seit einigerzeit schon: die fleißige hausfrau. ausgerechnet. wenn ich mir da meine seit monaten ungeputzten fenster ansehe …

re:publica – was bleibt

viele eindrücke, nette begegnungen, gute kontakte und eine endlose liste verpaßter momente, vermutlich. es ist immer seltsam, hinterher zu lesen, daß ich mit anke gröner auf derselben veranstaltung war, ebenso mit liz, über deren buch ich neulich erst im common reader geschrieben habe, oder auch franzi, deren derzeitiges tagebuchbloggen ich aufmerksam verfolge. dennoch bestand kaum eine möglichkeit, die beschriebenen zu erkennen. ich gucke den menschen nicht so gerne auf die vor dem bauchnabel baumelnden schilder. und wenn doch, was dann?

außerdem ist da diese plastiktasche. die riecht wie der wasserball, den ich als kind hatte. oder war es die luftmatratze? keine ahnung, jedenfalls stinkt sie. immer noch. und weil ich noch nicht weiß, ob es der wasserball oder die luftmatratze ist, an die ich mich das ding erinnert, muß ich wohl noch ein paarmal daran riechen.

das wars, einstweilen. obwohl: es gibt da was, dafür finde ich noch keine worte. vielleicht später, vielleicht nie …

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