wer ist eigentlich blöder, horst schlämmer oder gabriele pauli?
gnadenlose architektur

exakt in der geometrischen mitte des häftlingslagers sachsenhausen, das inklusive dem kleinen lager und der kommandantur ein perfektes gleichschenkliges dreieck bildet, befindet sich der standort des galgens.
novella (2)
na also, geht doch. der anfang, der wars, da hing es. doch das war ohnehin klar. ein rückblick gleich an der stelle bringts eben einfach nicht. überhaupt, rückblicke in einer novelle? ob das angebracht ist?
was solls, es hilft ja nix: eingesetzt werden muß an einem anderen punkt. viel spielraum gibt es allerdings nicht, nur ein paar wochen. außerdem fehlt da noch der pfiff. darüber muß ich wohl mal ne nacht schlafen.
(das fräulein ist natürlich nicht vergessen. aber das braucht noch zeit zu wachsen, das läuft einstweilen im hintergrund. besser übrigens als zuvor, wo ich vorwiegend geschludert habe.)
novella (1)
auf englisch ist es ganz einfach, da ist eine novelle schlicht und einfach longer than a novelette but shorter than a novel. und dann werden wörter gezählt. genial.
andererseits natürlich zu kurz gegriffen. was sich über die deutsche novelle sagen läßt, greift mich da schon mehr. dieses unerhörte, einzigartige. die nähe zum drama. das ereignishafte, auf den moment bezogene. daher das tempo und die isolation und ausgrenzung der figuren. vielleicht.
trotzdem, das englische wort ist so schön.
ich bin der herr, dein arzt

in dresden, natürlich. und ich habe sehr gelacht, ich weiß auch nicht warum. ich dachte wohl, es wäre eine eigenkreation. wenn ich mir dagegen jetzt den gesamten text (2. Mose 15) ansehe:
Wirst du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen und tun, was recht ist vor ihm, und zu Ohren fassen seine Gebote und halten alle seine Gesetze, so will ich der Krankheiten keine auf dich legen, die ich auf Ägypten gelegt habe; denn ich bin der HERR, dein Arzt.
dann lache ich nicht mehr. echt alttestamentarisch. puh!
stuttmann täglich
nachdem ich dem täglichen zeitungskonsum nunmehr bald entsage, fällt mir doch das eine oder andere auf, das ich eventuell vermissen könnte. die freitagsnachrufe zum beispiel. und die sonntäglichen miniaturen auf der letzten seite. zumindest für die tägliche bespaßung wird aber weiterhin gesorgt sein. auf klaus stuttmann muß ich nicht verzichten, wie ich gerade entdeckt habe.
dresdner stilleben

städtetouren haben es ja in sich, zumindest was das pflastertreten im hochsommer angeht. da muß man schon mal vorsorgen. weh tut es trotzdem, und das pflaster für die füße ist noch nicht einmal mit auf dem bild. und die füße selbst auch nicht, beim anschließenden horizontalen füßehochlegen. die hab ich einfach abgeschnitten. dafür stehen im fenster, im wind meine schuhe. zum lüften.

ganz klein.