am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

humming

gestern nacht im tv. der typ, der über seine probleme sinniert. wie sie ihn beherrschen, ihn quälen usw. ich erinnere mich, wie das ist. im selben moment, zum ersten mal seit langem. wenn alles durchwachsen ist, durchtränkt von nur einem gedanken, einem gefühl. was es auch sei. das ist lange her.

aber ich erinnere mich. ich muß mich erinnern, in diesem moment, weil ich es so gut wie vergessen habe. und dabei fast nicht bemerkt hätte, das vergessen. das ist ein problem aber sonst habe ich keine probleme, keine wesentlichen zumindest. nicht dieses immerzu quälende, das frißt und frißt, tief innen. sich aber dennoch nicht ändert, nicht bewegt. niemals.

das ist vorbei. zur zeit gibt es nur dinge, die es zu bewältigen gilt. aufgaben vielleicht, aufträge oder ähnliches. es existieren listen, die mir arbeit machen. immer wieer neue erledigungen. das ist alles.

das ist gut. auch eine herausforderung, die sache mit dem glück.

alles banane

kleine illustration der tatsache, daß ich diese ekligen dinger verabscheue. und warum.

silvester, wird nicht mit y geschrieben

seit tagen kracht und jault es draußen. auch ein grund, warum ich den motorradkoffer eiligst wiederverschlossen habe. wer weiß, was für ein dummes zeug der neuköllner knalljugend in den nächsten tagen so alles einfällt. es gibt schlimmere ecken, aber so richtig entspannt ist meine gegend hier dann doch nicht.

vor jahren habe ich new year’s eve in einem kleinen kaff in südengland verbracht. da war nichts um zwölf, nur stille. das knistern des feuers und der vollmond. ein traum.

leider.

maneki neko

die winkekatze, die meinen hausaltar in der diele draußen krönt, quietscht seit gestern heftig beim winken. keine ahnung, ob das nun ein gutes oder ein schlechtes zeichen ist. wird sie lahm, ist sie abgenutzt? oder legt sie sich schon mal bißchen ins zeug, für das kommende krisenjahr? any suggestions?

wie der soldat das grammofon repariert (2)

nun ja, der stil… vielleicht ist es auch eher die perspektive. das erzählich ist ein kind, zumindest für etwas mehr als die hälfte des buches. grob geschätzt. und das ist wohl das problem, mein problem. alles ist neu, gerade erst entdeckt. für das kind. worte werden gefunden, erfunden. ebenso die dinge, der krieg. das ist bestechend, das ist beinah phantastisch. für vierzig oder fünfzig seiten auf jeden fall.

dann beginnt es mich anzustrengen, zu gleichförmig und wiederkehrend sind die mittel, die ja einigermaßen aufdringlich daherkommen. und dabei nicht gerade unauffällig, nebensächlich sind. ich vermute den nichtmuttersprachler, erkenne einen märchenhaften ansatz, vielleicht. dennoch werde ich ärgerlich. nein, das ist keine kindheit. kindsein bedeutet nicht magie, keinen zauber und keine wundersame welt, die es erstmals zu entdecken gilt.

die welt der kinder ist keine andere als die unsere. wenn frühling ist, ist frühling. wenn es regnet, regnet es. und wenn krieg ist, dann ist eben krieg, dann ist angst und tod. egal ob kind oder erwachsener. das macht keine unterschied, das wissen wir alle. die überwältigung ist dieselbe, die bewältigung mag variieren, auch die sprache natürlich. was mich wieder zum thema stil bringt. aber das ist womöglich mein problem.

alles in allem, trotzdem ein empfehlenswertes buch, reichhaltig und vielfältig, vielleicht ein wenig lang, hier und da. aber das sind irgendwie die meisten, derzeit.

Saša Stanišić, Wie der Soldat das Grammofon repariert

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