zu den aktuellen bildern aus österreich jetzt auch noch eine unsägliche diskussion in einem ansonsten eher berufsorientierten forum. wie geht man mit einem gewaltgewohnten, machtbesessenen kind um. kämpft man mit ihm? schreit oder zeigt man es an, einfach so? reicht das? begibt man sich auf dieselbe ebene? die, der das kind ohnehin verzweifelt verhaftet ist? hilft das? löst das etwas?
ich fürchte, das ist ein kampf, den man nicht gewinnen kann. nicht so zumindest.
aber fragen die opfer-täter-dynamik zwischen kindern und erwachsenen betreffend werde ich wohl immer etwas seltsam bewerten.
diese reiterstatue

steht hängt in der Lucerna-Passage in Prag und stellt den Heiligen Wenzel dar, der eigentlich auf dem wenzelsplatz zuhause ist. geschaffen wurde das ziemlich geniale ding von dem tschechischen bildhauer David Černý, der noch einiges andere verzapft hat. ein klick auf dessen webpage lohnt sich übrigens.

nach dem gestrigen scheißtag und dem dazugehörigen gejammer und gejaule, heute schon fast wieder glücklich. serotonin? oder nur die offene balkontür, die pflanzen, die ich gerade mal kurz unter wasser gesetzt habe? die rosa topfrose vielleicht, die mir eine kundin zum projektende überreicht hat?
ich fürchte nein, ich mag rosen nicht besonders. zumindest nicht, wenn sie rosa sind und noch dazu in töpfen wohnen. also auf dauer angelegt sind. das ding ist schleunigst ins treppenhaus gewandert. in der vagen hoffnung, daß sich andere darum kümmern. oder daß es schnellstmöglichst verrecken möge. ach, sind nicht rosen viel besser in gärten aufgehoben? vielleicht vergrabe ich das ding nächste woche im hinterhof. ich meine natürlich pflanzen, einpflanzen, in das lern- und übebeet meines kleinen nachbarjungen. mal sehen.
totes land (42)
freie zeit zum arbeiten haben, ein paar stunden sogar, dann aber doch nicht können. ich hasse das. feststellen müssen, daß wieder einmal der anschluß völlig verloren gegangen ist. jetzt ist kein fluß, kein zusammenspiel mehr möglich. keine entwicklung, einfach gar nichts. verschwunden ist, was da war, zum greifen fast. vor ein paar tagen noch. nur daran erinnere ich mich. daß da etwas war. viel. und jetzt ist alles leer. wie kann das sein?
gut, das kommt wieder, irgendwie, keine frage. das sagt die erfahrung, irgendetwas kommt immer zurück. ganz anders natürlich. verwandelt, verdreht. nichts bleibt, wie es vorher war. vielleicht. eine andere zeit bringt ein anderes glück. logisch. so entstehen geschichten, ich weiß. finden sich zum teil wie von selbst. doch für mich bedeutet das, wieder einmal ganz vorne anzufangen. beinah jedenfalls. immer und immer wieder.
freie zeit ist um. gleich dann zur arbeit. müssen. verdammter alltagsscheiß.
über bücher
erstens: von verliehenen büchern immer autor und titel notieren. zusätzlich zum namen des ausleihenden natürlich.
zweitens: bei verschenkten bücher niemals danach fragen, ob und wie sie gefallen haben. möglicherweise wurden sie noch gar nicht gelesen, auch nach jahren nicht.
drittens: sie schreiben, immer und immer wieder neu. aber das nur am rande.
