berlin ist das zimmer, in dem ich lebe. (autorenselbstbezichtigung aus gegebenem anlaß.)
aufschwung
vor einer weile hat mein copyshop dichtgemacht, und zwar völlig unangekündigt und unter einbehaltung meines zuvor eingezahlten, aber noch nicht gänzlich abkopierten abobetrages. zunächst hatte ich mir noch empört die nummer des besitzers von der verschlossenen tür abgeschrieben, ohne sie jedoch im anschluß tatsächlich anzurufen. oder es zumindest zu versuchen. die aussicht auf erfolg erschien mir verschwindend gering.
mittlerweile hab ich den typen mehrfach auf der straße getroffen. einmal raste er mit dem fahrrad an mir vorbei, ein anderes mal futterte er döner am ostkreuz. dreimal stand er an einem u-bahn ausgang und fragte nach noch gültigen tickets. er hat also offensichtlich nur die branche gewechselt. vielleicht sollte ich doch mal nachfragen, die nummer hab ich ja noch.
totes land (36)
zeit vergeht, und ich schweige an dieser stelle. seit ende oktober, wie ich gerade sehe. so ist es eben.
nicht, daß ich nicht auch gezweifelt hätte, nein. ganz sicher habe ich das, immer und immer wieder sogar. zeiten des zweifels sind aber mitunter gerade auch die zeiten, in denen sich etwas entwickelt. in denen etwas entsteht.
ich denke, ich nehme mir dann gleich mal papier und bleistift und kritzel ein bißchen rum. strukturen malen, netzwerke entwickeln, verzwicktheiten lösen. das ist lustig, das macht spaß. basisarbeit.
ministeck
neulich zum ersten mal dieses alexa am alex live gesehen. eher zufällig, im vorbeigehen. vorher hatte ich immer nur darüber gelesen. und gelästert natürlich, das gehört schließlich dazu. in berlin.
ich muß schon sagen, das ding (webcam von omnipro.de) sieht tatsächlich aus wie aus schlecht entgratetem plastik grob zusammengesteckt. dabei soll es doch an die 20er jahre erinnern, art déco wird gar behauptet. ich weiß nicht recht. ist da nicht auch gleich zu anfang eine scheibe und noch einiges andere kaputtgegangen?
verweis ins hsb
und zwar aus ganz speziellem anlaß!
nach wochen… nein, was red ich? nach monatelanger vorarbeit penibelster art, nach diskussionen, planungen, vielfältigen gehirnstürmen und anschließendem pixelgebastel, ist es nun endlich soweit.
das hauptstadtblog erstrahlt seit ein paar minuten in frischem gelb, hübsch aufgeräumt und durchsortiert, mit endlich funtionierendem turm und einer abgespeckten mobilversion als obenäufchen.
na, ist das was? also ich erwarte applaus. wenigstens. (das war richtig viel arbeit.)

