am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

programmhinweis

heute abend in der kulturzeit geht es über wortgewalten.
von dem, was ich lese, stimme ich definitiv zu, bis hin zu der feststellung, daß trotz allem wortgewalt letztendlich nicht mit körperlicher gewalt gleichzusetzen sei. obwohl es andererseits gerade da brenzlig wird. mündet die körperliche gewalt nicht in körperliche verletzungen, sondern bewegt sie sich lediglich im bereich der demütigung, so ist meiner erfahrung nach die sprachliche vernichtung um ein vielfaches nachhaltiger. und zwar gerade aus dem im beitrag angeführten grund der auf dem gebiet durchaus möglichen flexibilität. schließlich könnte alles immer auch nur ein witz gewesen sein. oder?

bilder von schmidt

was ich heute gelernt habe: es gibt menschen, die eine eigene krankenschwester haben und doch nicht überleben.
(bis gestern wußte ich allerdings nicht mal so genau, wer anna nicole smith überhaupt ist. lediglich den namen hatte ich schon gehört, mehr so nebenbei. gesehen habe ich dann heute nur diese trage und fotos im netz. interessant. so habe ich immer noch kein bild.)

süßholz

nachts kleinen schwarzen katzenkindern reihenweise zuerst die köpfe abbeißen und sie dann doch ganz und gierig verschlingen. das habe ich schon immer geliebt. anschließend das zähneputzen nicht vergessen, ich bin ja keine barbarin.

früher, als ich mir träume noch erlaubt habe, zwei oder drei jede nacht, als ich noch eine richtig geübte träumerin war, mit stift und papier am bett, immer griffbereit, da bin ich oft geflüchtet. meistens hinein in häuser, die treppen hinunter, bis in den keller. in panik, manchmal auch in todesangst, ging es immer tiefer und tiefer. wurde es immer dunkler und dunkler, bis nichts mehr ging. bis jede bewegung unmöglich war, wie das manchmal so ist im traum. keine stimme mehr, nur noch die angst. es ist krieg, schrieb ich dann immer. später, im wachzustand. treffenderes ist mir nie eingefallen.
ich selbst war nie sonderlich erschrocken über diese träume. zumindest nicht im nachhinein. ich war froh über das erwachen, jedesmal, das ist wohl wahr. doch selbst die für eine weile fast zwangsläufige wiederholung dieser nächtliche vorgänge, schreckte mich nicht. im gegenteil, ich fühlte mich bereichert. vielleicht hoffte ich auch darauf, irgendwann meinen verfolger ausmachen zu können.
erschrocken waren hingegen andere, die sich (und manchmal auch mich) nach dem warum fragten. diese fragen habe ich nie beantworten können. ich habe sie mir auch selbst nie gestellt. das schien mir zu offensichtlich.

[weil ich bei elsa über ihren schlimmsten traum gelesen habe.]

mehr frühlingsboten

so ist das mit mir und dem putzen. muß eine art virus sein. erst fange ich an auszumisten, wenn ich schon mal dabei bin. berge von müll. naja, immerhin etliche tüten. dann kommen die ideen, und ich will auch noch umbauen. reduktion ist das thema. gar nicht so schlecht also. heute habe ich mich zwar noch zurückhalten können, aber für morgen kann ich nicht mehr garantieren. ist auch keine große sache, nur ein bißchen schrauben, sägen, hobeln. anschließend kann das blöde, olle regal, das ich einfach nicht mehr sehen kann, endlich im keller verschwinden. mal sehen.
[übrigens: noch vor dem posten dieses blöden beitrages eifrig aufgesprungen und nebenan schon mal das regal entfernt. so bin ich. form follows function oder so ähnlich. der rest dann morgen.]

die mörder unter uns

trolle sind schon auch witzig, manchmal. fragt mich meiner doch neulich, ob ich lisa umgebracht habe. klar, kann ich da nur sagen. war ein auftragsmord. für 30 dollar, soweit ich mich erinnere. sonst noch was?

ärgerlich. wenn mir der exakt passende ausdruck ungefähr 48 stunden nach abgabetermin einfällt.

frühlingsboten

in 14 tagen kommt besuch, der für ein paar tage bleibt. berlin eben, ist immer noch gefragt. das heißt allerdings, daß ich nun schleunigst putzen muß, und zwar nicht zu knapp. ich muß quasi alles putzen, das nach der fassadenrenovierung liegengeblieben ist. nicht das klo, die spüle und den herd. das alles war seit august schon hin und wieder mal dran. und gesaugt habe ich auch ein- oder zweimal. aber so ziemlich alles andere ist verstaubt und verdreckt oder sonstwie verranzt. und das geht ja nun wirklich nicht, für besucher, meine ich. dabei ist gerade erst februar, also noch lange kein frühling, genaugenommen. auch wenn ich das innerlich seit jeher anders erlebe. aber ich kann doch unmöglich jetzt schon fenster putzen. himmel, immer diese winterberlinbesucher.
das schöne am verhaßten putzen ist übrigens nicht nur, daß anschließen mal alles sauber ist, kurzfristig. vor allem ist es das aufräumen, ganz nebenbei. oder besser, das ausmisten, das wegwerfen. ich liebe das. auch eine art versäubern.

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner