
müde krieger
was ich nicht sehen kann und was ich nicht weiß, kann ich nicht bekämpfen, also auch nicht besiegen. wenn ich mich abseits halte, im dunkeln, da, wo kaum noch leben ist, verzichte ich somit auf krieg und sieg in gleichem maße. andererseits sollte man mich auch nicht unterschätzen. wahrnehmung und wissen sind seit jeher die schärfsten klingen der krieger. doch die besten von uns wissen auch ohne zu sehen.
weihnachtsvorbereitungen
aktuell mit der herstellung von ausreichend bügelwäsche beschäftigt. (meine oma hätte waschtag dazu gesagt.)
blut
kleiner schreck zur morgenstunde, heute gab es weihnachtspost, tatsächlich. gerechnet habe ich damit nicht, vor allem weil es ja auch keine geburtstagspost gab in diesem jahr. und es ist wie es immer ist: zuerst der schreck, diese plötzliche nähe. fast eine invasion. das ist und bleibt unangenehm. dann interpretationen, unsicherheiten, fragen. wie sind die erwartungen an mich? was soll das noch, nach all der zeit? antworten dagegen stehen nicht auf dem plan. (nicht, daß ich welche bräuchte, weder antworten noch fragen, im grunde.)
ein bißchen tut es mir auch leid, das gebe ich zu. für den bruchteil eines augenblicks vielleicht. aber es gibt keinen weg, nicht vor und nicht zurück. es ist alles seinerzeit schon verbraucht worden, bis auf den letzten tropfen. so sieht es aus, von meiner seite.
diese 50:50-chance besteht offensichtlich noch, habe ich gerade erfahren. wer hätte das gedacht? ich nicht. ich dachte eher, man hätte nur vergessen abzusagen.
