am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

identität (7)

seit ein paar tagen brodelt es wieder. die story schiebt und dreht sich ineinander, ohne daß ich bislang wüßte, was das nun wieder soll. die ursprungsidee verlagert sich mehr und mehr auf nebenkriegsschauplätze. aber das war und ist ohnehin nur reine struktur, erste schritte, um das laufen zu lernen. wie jedesmal, wenn man aus dem nichts kommt. im kern dagegen beginnt jetzt ein herz zu schlagen. glaube, hoffnung, liebe. und tod vielleicht, wie könnte es anders sein. ich bin schließlich die autorin, und in gedanken spiele ich gerade eineutig mit der idee eines mordes. kein zweifel.
aus einer anderen warte betrachtet ist das allerdings eine häßlich entwicklung. ich mag keine krimis, von daher werde ich das genre nur ganz am rande streifen können. also wieder ein mix an zuviel von allem?

ich bin ein genügsamer mensch. es reicht, wenn da draußen überhaupt irgendetwas ist. die stadt, das wetter, die nacht. oder auch, wenn da gar nichts ist, meinetwegen. hauptsache ich bin. noch.
wie der mond vielleicht.
das meine ich jetzt keineswegs egoistisch. das ist vermutlich einfach nur die alte familienprägung, diese menschenleere. die mir genügsamkeit heißt, inzwischen zumindest. verknöcherung im hirn. was wiederum keine altersweisheit ist, mitnichten. eher ein nach innen gekehrter zynismus.

eben das schöne wort ‚Herzenskerl‘ erfunden. für mich natürlich wenig geeignet, immer diese beruflichen fremdgänge in heterogefilde. die hiesigen schwulen gäste mögen sich aber gern bedienen. nach herzenslust sozusagen.

puh, als hätte ich irgendwo auf dem weg von wien nach berlin den herbst eingefangen und mitgebracht. mußte das denn sein?

money, ticket, sex

ich bin eine katastrophale reisende, besonders im vorfeld, wenn es noch nicht ganz losgegangen ist. kurz vor dem abflug, der leerlauf, stundenlang. ich weiß nicht, warum das so ist, bei mir, aber ich hasse es.
einmal unterwegs wird es dann besser, in den allermeisten fällen zumindest. und wenn ich dann da bin sowieso. es gibt also grund zur hoffnung.
früher stand ich in solchen fällen manchmal mit meiner freundin an der haustür und klopfte meine hosen- und sonstigen taschen auf die wichtigsten reiseutensilien ab. money? ticket? sex? ich weiß nicht mehr genau, wofür sex in dem zusammenhang stand. ausweis vielleicht? oder schlüssel?
ich bin dann mal weg, jetzt gleich.

gestern die migräneeinheit des monats genommen. keine schlechte wahl, die harmloseste variante für einen wunderschönen sommersonntag. nur ganz leichten druck hinterm ohr und dazu lediglich eine grenzenlose erschöpfung. kaum zu fassen, dieser zustand. keine drei schnellen schritte machen oder auch nur die augen offen halten zu können ohne irgendeinen grund. außerdem die angst, daß es doch noch schlimmer werden könnte, in ein paar stunden oder morgen vielleicht. ist es aber nicht. (bis jetzt.)

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