ganz besonders nett sind übrigens emailabsagen auf lang zurückliegende bewerbungen, die mit dem betreff ‚auftrag‘ eintreffen. wollte ich nur mal eben sagen.
kellerkinder
ohne jegliche arbeitsstimmung dennoch zu arbeiten, das ist eine herausforderung ganz eigener art. denn, machen wir uns nichts vor, besser wird dadurch nichts. und fertig, auch nur ansatzweise, selbst für einen samstag, bin ich auch noch lange nicht.
andererseits ist es ja so, daß die anfänge immer wieder das schlimmste sind. und es sicherlich auch bleiben werden, für mich zumindest, ein leben lang. demzufolge hätte ich den dicksten batzen heute bereits durchgeackert, quasi die grundmauern in der bislang unansehnlichen kellergrube fertiggestellt. so muß ich jetzt nur noch ein haus bauen. das, was man dann hinterher bewohnen soll. ganz einfach also.
trilogie des schmerzes
ich weiß genau, wer mir diesen husten angehängt hat. aber was solls, arbeite ich eben im bett weiter, für heute mal. außerdem bin ich ja keine memme, kein mann.
warum mir die fresse und der nacken weh tut, weiß ich auch. zahnärztliche maßnahmen sind schließlich nie ganz ohne. auch da muß man eben durch.
wieso mir allerdings die oberschenkel wehtun, ist mir nicht sofort klar. das ist irgendwie, wie muskelkater. da fällt es mir dann wieder ein. ich bin nach hause gelaufen, von friedrichshain bis zu mir, nach der dentalaktion. etwa 1 1/4 stunden hat das gedauert, und ein bißchen kalt war es. gar nicht so schlecht, eigentlich, wenn man bedenkt, daß die absolvierung der strecke per u- und s-bahn auch schon eine 3/4-stunde ein anspruch nimmt. immerhin hab ich berlin mal wieder gesehen, in dieser eiszeit, die einen wochen- und monatelang an die wohnung kettet oder in die u-bahn zwingt.
four you
aber nur weil madame persönlich schmeißt…
nachtrag: und diese dame auch noch, seh ich gerade.
Four jobs I’ve had:
– kriegsberichterstatterin
– 184 bitte…
– praktikantin
– klebemädchen
Four movies I can watch over and over: (todays choice only)
– the piano best ever!
– high art absolut fehlerlos! perfekt!
– salmonberries im grunde mißlungen, ich weiß. ich liebe ihn trotzdem! (und zwar nicht wegen k.d., die mir als sängerin noch völlig unbekannt war. ich bin eher wegen percy adlon rein, damals.)
– female perversions auch nicht bis ins letzte geglückt. aber dennoch nicht nur wegen tilda swinton gut.
alle übrigens bevorzugt im original, versteht sich.
Four places I’ve lived:
– altenessen
– frohnhausen
– elberfeld
– neukölln
Three (sic!) TV shows I love:
– zak, mit friedrich küppersbusch
– northern exposure (ausgerechnet alaska)
– six feet under, natürlich
nachtrag: jetzt weiß ich nr. 4 auch wieder (sollte eigentlich nr. 1 sein!):
– die zweite heimat, mittlerer teil der trilogie von edgar reitz
Four books I recently read and liked a lot:
– susanne riedel, kains töchter
– christian kracht, 1979
– butz peters, tödlicher irrtum, die geschichte der raf
– genevieve field/rufus griscom (hrsg.), nerve°
Four places I’ve vacationed:
no vacations! i only travel for good… reasons, i mean.
Four of my favorite dishes:
question unsuitable na gut…
– diese dunkle schokolade mit orange aus spanien, die es hier nicht gibt
– half a pint of garlic prawn with french bread, in diesem kaff in devon
– cream tea, mit scones & clotted cream natürlich, egal ob devonshire or cornish
– brot (hier am besten deutsch, fladenbrote gehen auch und natürlich die indischen gewürzdinger, deren namen ich immer vergesse)
Four sites I visit daily:
– na, hier halt, zwangsläufig
– over the bones (das ist ganz in der nähe ;-)
– my blogroll, auch klar
– das hauptstadtblog natürlich
+ many more
Four places I would rather be right now:
– in utero?
– death valley?
– nein, wien!
– und vancouver vielleicht…
Four bloggers to tag with this:
wer ist denn noch übrig?
– bunbury
– the exit
– frau indica
– greenfish (oups, der ist gar nicht da…)
die teilnahme ist natürlich, wie immer bei mir, ganz und gar freigestellt.
nachtrag: die englische fragestellung provoziert bei mir heute irgendwie ein grauenhaftes sprachkauderwelsch. sorry for that.
blut, beiläufig
die neukölln arcaden haben 4 etagen, plus ein erdgeschoß und ein untergeschoß. im innenraum steht also die höhe von 6 geschoßen frei. das ist viel, das weiß man, wenn man oben steht, auf der ebene des kinos etwa. da sind es noch 5 geschoße, wenn ich mich nicht irre. auch das ist genug.
ich mag diese riesigen einkaufskomplexe nicht besonders. aber hier ist die nächste post und vor allem auch die stadtbibliothek zuhause, da muß man eben manchmal hin.
die stimmung ist seltsam, als ich danach mit den rolltreppen nach unten fahre, um schnell noch einzukaufen. es ist unglaublich voll, besonders an der reling. überall stehen menschen. eine neueröffnung, denke ich. irgendso ein mediamarkt, der dvd-player für 5 euro verscherbelt. solange der vorrat reicht. oder jedem hundertsten kunden die rechnung erläßt, aber nur heute. oder was weiß ich was. so ein werbeblödsinn eben.
aber irgend etwas stimmt dennoch nicht, es bleibt eigenartig. anders als sonst.
die letzte rolltreppe steht. die hälfte, die nach oben führt ist vom wachschutz abgeriegelt. ich latsche also nach unten, immer noch irritiert. was ist denn hier los? vielleicht ist jemand auf der rolltreppe ins stolpern geraten? da gucken die leute doch sicher gerne mal zu.
springt und landet nicht mal richtig, sagt der wachmann zu der kollegin, gerade als er an mir vorüberhastet. ich betrete den supermarkt, kaufe zucker und tee. stabilisieren, sauerstoff und so, erklärt die frau an der nebenkasse. ich will das nicht wissen. ein junge, von oben gefallen, gestorben, ruft ein jugendlicher aufgeregt in sein handy.
die rolltreppe ist wieder frei, als ich fertig bin. oben in den rillen der abschließenden metallplatte, das sind reste von blut.
(überarbeitet und weitergeleitet)
high art
klar, daß an solchen tagen auch noch dieser film auftauchen muß. frei haus sozusagen. dabei hat es nichts mit dem film zu tun, der ist einer der besten. es ist nur das andere. das, was damit zusammenhängt.
die erinnerung, dafür kann ja niemand was. aber da hänge ich jetzt fest.