am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

davidoff

klein, aber ganz schön stark, dieses geschenk, das gerade in rauch aufgegangen ist. (schön, nachts auf dem balkon, wenn es sogar in neukölln einigermaßen still ist.)

wip – hitzig

naja, es ist warm gewesen, richtig heiß, den ganzen tag. und ich habe wirklich einiges erledigt, heute, siehe unten. zugegeben, ich habe auch noch ein bißchen gechattet, unter anderem, und selbstverständlich viel nachgedacht, wie immer. das soll man nicht unterschätzen, das ist echte arbeit. besonders bei diesem wetter. und wenn ein buch geschrieben wird natürlich sowieso, auch da muß hin und wieder nachgedacht werden.
langer rede, kurzer sinn: ;-) zum teil hab ich neben dem chatten im text gearbeitet. das ist mir noch nie passiert. (das darf auch auf keinen fall zur gewohnheit werden.) ich weiß nicht wie gut und wie endgültig, aber wieder sind die weichen gestellt für drei weitere szenen. und ich bin zufrieden.

TIP-tag

zur bibliothek, zum zeitschriftenhändler und dann gleich zwei bewerbungen rausgehauen. immer hin. für die sommerzeit gar nicht schlecht. inzwischen mache ich das ja auch fast automatisch und noch dazu immer radikaler und individueller in der formulierung. ob das sinn macht? (blöde frage, sollte ich streichen.) aber es kommt sicher kaum darauf an, letztendlich, denke ich immer. entweder ich bin dreck oder aber ich habe glück, so sieht es doch aus. hauptsache die rechtschreinung stimmt. und die sache muß online zu erledigen sein, papierpost kann ich mir kaum noch leisten. in diesem monat zumindest nicht.
eine sache von heute wäre allerdings ziemlich prima. bürokram, hiwizeug, aber möglicherweise ausbaufähig. hab mich zumindest mal als komplettpaket angepriesen. und bei sowas paßt ja dann auch ein direkter, fast salopper einstieg. aber ein job in mitte? ob das drin ist? na, ich weiß ja nicht… (daumendrücken, alle zusammen, los!)

memoriam

himmel, ist das heiß.
ich tue trotzdem das, was ich an diesem tag seltsamerweise immer mache, ob ich es mir nun gezielt vornehme oder – wie heute zum bespiel – eigentlich nicht. ich baue irgend etwas. egal was, vielleicht nur etwas kleines. heute ist das (nun aber wirklich!) allerletzte brett für den balkon dran, das schon seit einer woche hier herumsteht. war ja auch anderes zu tun in der zwischenzeit, anderweitig. und danach war zwangsläufig (oder altersbedingt?) eine kleine, körperliche ruhepause angesagt. jetzt aber tut auch das handgelenk und die schulter nicht mehr weh, so ist es also, zufällig oder nicht, doch heute geworden, ausgerechnet. zwangsläufig?
ich benutze die säge, die ihm gehört hat, die auch er benutzt hat. ich trage sein kariertes, total zerschlissenes flanellarbeitshemd, immer noch, klammheimlich, wenn ich zuhause bin. allein. (nur heute mal nicht, wegen der hitze.) ich bin es, die inzwischen die meisten seiner werkzeuge besitzt. gute ware, durch und durch. manchches, was ich gar nicht benutze. darunter zwei gestellsägen. eine davon eindeutig aus den 40ern, mit handschriftlicher preisangabe, 3,75, wenn ich mich recht erinnere, ein vermögen also. (die aber beide, wie ich gerade mit schrecken feststellen mußte, offensichtlich beim umzug verschwunden sind.) ich bin sein geist, soweit es eben geht, wenn ich etwas baue. das ist ganz einfach. aber ich bin natürlich nicht einmal halb so gut wie er. (gerne führe ich in diesem zusammenhang meine küchenhängeschränke mit innenliegenden türen an. eine katastrophe, im grunde genommen, aber selber gebaut.)

lit-blog

mitunter bin ich es leid, das tagesaktuelle gerede über die banalität des bloggens, und damit des alltags, natürlich. es handelt sich nicht um fundierten journalismus, nach allen regeln der kunst. ja, was? es sind auch keine geschichten, kein literarisches neuland. nein, ist es auch nicht! wer hätte das gedacht? aber was soll das denn? es ist eben bloggen, es hat seine eigene art.
und wer sagt eigentlich, daß der alltag und das eigene kleine hirn banal wären? die fragen, die uns beschäftigen sind doch vielfältig. wie ißt man döner? und warum? wie werden schweine geschlachtet? oder vögel zerteilt. wie geht poker im fersehen? und warum? wie war das mit dem käse früher? und der wein erst. warum ist der überhaupt schon wieder alle? schon mal einen liegestuhl aufgebaut? sind köche auch kunstkenner? warum bleiben labtops in s-bahnen liegen? oder werden auf bahnhöfen geklaut. von frau merkel mal ganz abgesehen, dieser tage auch ein fettes thema. das ist doch alles andere als banal.
einen zusammenhang zur literatur – und möglicherweise auch zum journalismus, das mögen die journalisten beurteilen – gibt es aber doch. man schreibt es nicht hin, oder zumindest nur sehr selten. man schreibt es wirklich besser nicht, das geht meistens auf kosten des stils. ich verstehe das, durchaus. ich bemühe mich, außer im blog natürlich. denn man beschäftigt sich ja schon mit all diesen banalen dingen, ziemlich oft sogar und ziemlich lange auch. das gehört einfach dazu. (heute zum beispiel: wie schärft man ein wiegemesser? werde ich sicher nie irgendwo erwähnen, auch nicht niederschreiben, wie sich dieses problem lösen läßt. mußte ich mich dennoch heute mit beschäftigen.)
nachtrag 1: vielleicht mag ich deshalb das fernsehen. weil man so vieles nebenbei erfährt. diese dummen, banalen alltagsdinge. und es geht nicht tiefer als es muß.
nachtrag 2: nein, antiblogging heute. keine verlinkungen!
nachtrag 3: oder auch wie man aufs klo geht, und das muß nun doch verlinkt sein, das geht nicht anders. bah!

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner