am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

restart

langsam nur kommen die dinge wieder in fluß. das wird aber auch zeit. formulierungen, schwer wie erdbewegungsarbeiten. aber formulierungen, immerhin, darauf kann man aufbauen. die konzentration dagegen, noch federleicht und durch alles irritiert. schmetterlinge im wind. trotzdem erste ideen für die nächste kolumne. vielleicht mache ich gleich zwei versionen daraus, damit ich den text letztendlich in verschiedene richtungen anbieten kann. ich hoffe, ich komme gleich noch an die ersten notizen.
die aktuelle textarbeit (wip ;-) ist zunächst einmal in papier, durchlesen, probleme erkennen und ideen notieren also. ab morgen, denke ich. das würde dann gerade mal eine woche pause bedeuten. kommt mir derzeit nicht im geringsten so vor. mir ist als wären welten vergangen.

ins leere

schreib darüber, sagt eine freundin, eine schöne geschichte. das ist mein beruf, ich weiß. aber es ist so eine sache mit den derart lebensnahen geschichten. abgesehen davon, daß sie nicht schön sind, macht man sich damit keine freunde. und selbst wenn man es schafft, die klaren linien und züge genügend zu kaschieren, daß es unverfänglich erscheint, ohne jedoch dabei den gehalt zu verramschen – eine gradwanderung, reinster hochleistungssport – selbst dann ist es wie ins leere zu lieben. schlimmer noch, denn letzteres würde lediglich simples und klares scheitern beinhalten. schreiben aber will gelingen und erfolg, in welcher form auch immer. auch öffentlichkeit, ganz ohne frage. doch das schweigen zu brechen bedeutet gewalt. ich weiß.
andererseits, realistisch betrachtet, was kann ich sonst tun?
(außer nach buddhistischen zentren in berlin suchen. auch eine art von nichts.)

nichts

tatenlos, seit stunden. kein ansatz, nicht einmal ein gedanke daran.
fast genau vier tage ist es her, 96 stunden. kein wort seitdem. U dürfte inzwischen nicht mehr in berlin sein, aber was weiß ich. nichts, wie immer. ich bin nichts. ist das die lehre, die es zu ziehen gilt?

silentium

keine konzentration heute, auf rein gar nichts. stundenlang glotze ich in bildschirme, tv und internet, obwohl da nicht gerade viel los ist. mechanisch erledige ich dieses und jenes zwischendurch, waschen, spülen, zeitunglesen. ohne daß irgend etwas davon einen sinn ergeben würde. keine ordnung, nur chaos. überall hier. auch innen ist nichts, oder aber ich sehe nicht hin. besser nicht, nach der invasion der letzten tage. ungelöst bis jetzt. bis wann? wieder einmal liegt alles bei mir, und der rest schweigt. dieses anschweigen, immer wieder. daß mir menschen einfach verschwinden, trotz aller bemühungen, anfragen und bitten. ich weiß einfach nicht warum. aber ich bin diese ewigen wiederholungen so satt.
morgen also arbeiten. was hilft es, zu warten. worauf auch immer.

falsches stichwort

eben im videotext: moshammermörder geständig, 25-jähriger iraker, habgier, hohe schulden. darunter die werbung: easy credit.

clever

na, das nenne ich mal eine wirklich gelungene gesetzeslücke. ;-)

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