frau fragmente will drachen steigen lassen. na gut, meine ich, aber… immer ist da ein aber, ohne aber geht es nicht, bei mir zumindest. schon als kind bin ich gerannt und gerannt, schreibe ich ihr, aber immer haben die drachen nur ihre schädel in grund und boden gerammt. von wegen fliegen. das tut weh. und so ist es auch diesmal. aber…
mein opa hat nie drachen steigen lassen, immer nur windvögel selbst gebaut. mit mir zusammen, aus holzlatten und buntpapier, mit langen fliegenverzierten schwänzen. geflogen sind die auch nie. aber…
ich hab sie immer gemalt. hoch in den lüften. natürlich.
(abgesehen davon mußten wir heute dem armen vogel einen flügel mit einem ast schienen, aber…
daran lag es dann wohl doch nicht.)
nachtrag
zum gestrigen bild, ein fund auf der speicherkarte. eine art doppelbelichtung, durch die lange verschlußzeit. lisa, vor der balkontür, sieht einmal mich an, dann hinaus ins licht. (das sieht man möglicherweise nicht, wenn man es nicht weiß.) 10 tage bevor sie dann gegangen ist, ist dieses bild datiert. ins licht, wie manche behaupten. (kitschig, ich weiß. aber wie soll man das sagen?)
nein, es ist kein trauriges bild. traurig sind die, wo in der küche die beiden freßnäpfe stehen.
'Gebet'
Ewige Einheit,
die in Stille für uns singt,
die uns voneinander lernen läßt,
leite meine Schritte mit Kraft und Weisheit.
Möge ich die Lehren verstehen,
wenn ich gehe,
möge ich den Zweck aller Dinge ehren.
Hilf mir, allem mit Achtung zu berühren,
immer von dem zu sprechen,
was hinter meine Augen liegt.
Laß mich beobachten, nicht urteilen.
Möge ich keinen Schaden verursachen
und Musik und Schönheit zurücklassen,
wenn ich gehe.
Und wenn ich in das Ewige zurückkehre,
möge sich der Kreis schließen
und die Spirale breiter sein.
das schickt mir G als ihr morgengebet, entnommen einem buch über die lebensweise der aborigines. zur konzentration auf das wesentliche und den zweck des menschen auf dieser welt, seiner spirituellen vervollkommnung.
bei meiner derzeitigen allmorgendlichen bleischwere ein nahezu unerträglicher gedanke. eine zumutung. um nicht zu sagen ein verbrechen.
jaja, ich bin ja schon still.
denn andererseits ist mir ein leben in spiralform unendlich vertraut, ein kinderzustand, in farben, formen und kreisbewegungen zuhause zu sein. nicht aber unter menschen.
womit ich mich wohl endgültig als ‚eso-schlampe‘ geoutet habe. früher hätte man wohl ‚mystikerin‘ gesagt. beides irgendwie ein unding, das eine verunglimpft, das andere… ich weiß nicht, gab es je weibliche mystiker?
‚Gebet‘
Ewige Einheit,
die in Stille für uns singt,
die uns voneinander lernen läßt,
leite meine Schritte mit Kraft und Weisheit.
Möge ich die Lehren verstehen,
wenn ich gehe,
möge ich den Zweck aller Dinge ehren.
Hilf mir, allem mit Achtung zu berühren,
immer von dem zu sprechen,
was hinter meine Augen liegt.
Laß mich beobachten, nicht urteilen.
Möge ich keinen Schaden verursachen
und Musik und Schönheit zurücklassen,
wenn ich gehe.
Und wenn ich in das Ewige zurückkehre,
möge sich der Kreis schließen
und die Spirale breiter sein.
das schickt mir G als ihr morgengebet, entnommen einem buch über die lebensweise der aborigines. zur konzentration auf das wesentliche und den zweck des menschen auf dieser welt, seiner spirituellen vervollkommnung.
bei meiner derzeitigen allmorgendlichen bleischwere ein nahezu unerträglicher gedanke. eine zumutung. um nicht zu sagen ein verbrechen.
jaja, ich bin ja schon still.
denn andererseits ist mir ein leben in spiralform unendlich vertraut, ein kinderzustand, in farben, formen und kreisbewegungen zuhause zu sein. nicht aber unter menschen.
womit ich mich wohl endgültig als ‚eso-schlampe‘ geoutet habe. früher hätte man wohl ‚mystikerin‘ gesagt. beides irgendwie ein unding, das eine verunglimpft, das andere… ich weiß nicht, gab es je weibliche mystiker?
to do
ich fürchte, ich muß mir ein wenig disziplin auferlegen. die wohnung ist bei weitem nicht einmal annähernd fertig, ich sollte endlich auch ein paar auf lange zeit angelegte bewerbungen in angriff nehmen, dazu warten etliche geschichten und ideen, angefangen, angesetzt oder zumindest angedacht.
das alles könnte doch helfen, als antideprimittel sozusagen.
listen machen wäre angesagt. das dumme an diesen listen ist bei mir allerdings, daß, wenn ich so angespornt den ganzen tag eifrig viele viele dinge schaffe, am ende dennoch reichlich frustiert bin. weil ich spätestens dann nämlich feststelle, daß mir ganz andere dinge zu tun eingefallen sind als die, die auf der liste stehen.
