am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

im wtaler büro zu gast. alles ist wie immer, nur ich nicht. ich greife nach Us hand, links neben mir. endlich einmal wieder oder aber zum ersten mal? auf jeden fall wird es besser, alles. als mir dann aber klar wird, daß U ja nie da gearbeitet hat, werde ich wach.

rhizom (1)

„Es ist nicht leicht, die Dinge von ihrer Mitte her wahrzunehmen und nicht von oben nach unten, von links nach rechts oder umgekehrt: versucht es und ihr werdet sehen, daß alles sich ändert.“
Gilles Deleuze, Félix Guattari: Rhizom

wip – weiter im text

wie mir selbst versprochen, bin ich heute tatsächlich zurück in den text. zwischen bohren, hämmern und trampeln hier im haus. keine ahnung, was da los ist. aber sogar hier bei mir ist mittendrin das cd-regal halbseitig zusammengeklappt, so daß ich selbst auch noch kurzfristig zur bohrmaschine greifen mußte. immerhin ist genau die seite aus der wand gerissen, die ich sowieso schon die ganze auf dem kieker hatte, weil das ganze ding dadurch schief hing. das hat sich somit jetzt erledigt, eben mal so, zwischendurch.
chaotisch und zerstreut war es also heute. aber immerhin, es geht wieder. und es ist weiterhin absehbar.

definitiv

morgen soll es weitergehen, konzentriert und konsequent. was bleibt mir anderes übrig? keine migräne in sicht, alle haushaltspflichten erledigt. nicht nur das verstopfte waschbecken ist besiegt, auch ein regal umgebaut, küche und bad umgeräumt und sämtliche wäsche gewaschen und gebügelt sogar. mit dem putzen warte ich sinnvollerweise dann doch lieber bis der schnee weg ist, und ich mehr andauernd diese blöden kleinen steinchen reintrage, obwohl es durchaus einmal zeit dafür wäre. alles in allem gibt es aber jetzt keine ausrede mehr.
trotz bohren, sägen, hämmern oder wasweißichwas geht es morgen wieder in den text.

arbeiten

hier irgendwo im haus, schon den ganzen tag. es bohrt und bohrt hartnäckig vor sich hin, das was da arbeitet. und es nervt. eigentlich wollte ich heute endlich wieder mal an den text, aber daran ist kein denken. so nicht.
hilft alles nix, bohre und säge ich eben auch ein bißchen.

durch die nacht

gestern nacht noch durch das nächtliche budapest mit otto sander und istván szabó auf arte. phantastische ‚inszenierung‘, bestes timing und exquisite gesprächssubstanz. ist ja nicht immer so in dieser sendereihe, ist ja auch nicht einfach. da paßt es manchmal einfach nicht oder jemand erweist sich als gänzlich leer. ist auch schon vorgekommen.
aber diesmal. otto sander, der grummelt und lacht, der heult und friert. der fremde menschen begrüßt, indem er ihnen kurz und sanft die wange tätschelt. leben jenseits jeglicher konvention. da frage ich mich dann doch, ernsthaft, ob mir letztendlich nicht irgend etwas entgeht, im strikten leben abseits anderer.

seltsam, diese tage, die mit frühlingslicht beginnnen, also zumindest so tun, als ginge aufwärts, dann aber zum nachmittag hin wieder und wieder eintrüben, um sich des nachts regelmäßig dem frischen weiß zu ergeben. und irgendwie auch schön.

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