am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

scharf

kurz draußen gewesen, kram erledigen und mich ein bißchen dem wehen aussetzen. (tatsächlich wackelten die bäumchen und das eine oder andere angebundene fahrrad ging neben mir in die knie.) musik in den ohren, damit die menschen nicht so lärmen, dabei nachdenken über die altersbedingt zunehmende unschärfe im nahbereich. (weil: lesebrille vergessen.) durchaus interessant, ich mag sas sogar. wer hätte das gedacht. es setzt einen ganz anderen, ganz neuen schwerpunkt auf die handlung. (wenn die hände langsam aber sicher in den unschärfebereich hineinwachsen.)

mich dann nachts stundenlang wach herumwälzen, weil ich vor diesen zwei sachen – ein text und ein exposé – hocke und sie anstarre. weil ich in ihnen den punkt gerade nicht finde, irgendeinen, von dem aus es hinabgeht, in die tiefe. oder ins absurde. oder beides. in das eben, was es wert macht in dieser welt.

dark soul hiberation

es ist soweit. ich beginne meinen jährlichen winterschlaf, der bei mir zum glück tatsächlich in den winter fällt. danach könnte ich die uhr stellen, heute am frühen nachmittag war es plötzlich klar. schlagartig. die müdigkeit, die langsamkeit, diese schwere. ich ziehe mich also zurück, tief in mich hinein, ohne daß es von außen jemand bemerken würde. so war es schon immer. dabei ist es heute ein unschätzbar großartiges privileg, daß ich das haus nur zu versorgungszwecken verlassen muß. hin und wieder, aber nicht einmal zur arbeit mich unter allzuviele menschen zu stürzen habe.

mein ist die zeit, mein himmelreich. bis mitte januar etwa, dann wird es um mich wieder anders. und licht womöglich.

ebook bauen (31)

als ob ich es geahnt hätte. natürlich geht es nicht, ein kindle-ebook für umsonst einzustellen. das wäre ja auch zu schön gewesen. jetzt kommt es dann also erstmal für den minimalpreis, 88 oder 89 cent vermutlich. und dann werde ich schauen müssen, wie das mit den geschenkangeboten zu werbezwecken geht. wäre doch gelacht.

ach, dann ist ja da noch das ebook der anderen, ein blogbuch sozusagen. da muß ich ja auch noch erledigen. menno! und es ist schon wieder fast zwei.

ebook bauen (30)

du liebe zeit. ein bißchen mehr als ein jahr ist es her, daß ich mich durch ebookbauen gebissen habe. und eben dachte ich tatsächlich, ich hätte es komplett wieder vergessen, wie das geht. völlige leere im hirn.

zum glück funktioniert mein hirn auch, irgendwie, wenn es leer zu sein vorgibt. meistens jedenfalls. so ist also doch in einer guten stunde der prototyp fertig geworden, mit text und titel, was sich auf dem kindle schon ganz ordentlich macht. ein paar kleinigkeiten noch, dann gibt es in ein paar tagen das hier:

augenblicke eines blinden

umsonst, übrigens. (wenn ich das hinkriege. aber wird wohl möglich sein, denke ich.)

raabe & engl

regelmäßig im leben werde ich daran erinnert, daß ich eher ein raabe bin als ein engel. die ausflucht mit dem fehlenden e hilft da wenig, auch nicht der trick mit dem doppelten a. ich bin ein geflügeltes schwarzes. ich trage den schrecken, allein weil ich ihn sehen kann. so lebe ich. die erfahrung zeigt, daß sich daran wenig ändern läßt. so bin ich gedacht, offensichtlich. und genau so schreibe ich auch.

das ist weder gut noch ist es böse. es ist die grundlage. es ist traurig, vielleicht. doch das macht nichts, es ist gut so. ich würde nicht anders wählen, heute. gäbe es noch einmal die gelegenheit.

kein zweifel, ich bringe das zuende.

ebook bauen (29)

es ist wieder soweit, ich baue mir ein buch. genau genommen sogar zwei, das hat sich so ergeben. gerade drucke ich das material aus, was irgendwie absurd ist. aber korrektur lese ich besser auf papier, besonders wenn ich mich selbst korrigieren muß. das sollte man ja eigentlich gar nicht erst versuchen, man übersieht zuviel. oder noch schlimmer, man gerät ins überarbeiten. (aber was soll ich machen?)

andere bauen auch ein ebook und fragen mich nach einem beitrag aus meinem blog. jetzt muß ich nachdenken oder suchen, ich weiß auch nicht. so viel text in all den jahren, mehr als 10 im grunde. denn ich denke ich sollte in diesem blog hier suchen, ausnahmsweise, mal nichts literarisch gedachtes wählen. aber was? und wie?

vielleicht meinen ersten aufschreibeitrag, immer noch der meistgeklickte? oder doch besser den anderen schrecklichen wichtigen beitrag aus diesem jahr, der ebenso elenden wie, berauschenden 13, den über das bewegen von welten?

tja, was?

13

das jahr mit der nummer 13, ein jahr der verluste und abschiede, auf die eine oder eine andere art. ein jahr der härte, ein jahr mit überraschender leichtigkeit auch, andererseits. ich weiß nicht mehr, was ich sagen soll. (und so fängt es ja immer an.)

puh!

ich mach da was. ich mach es jetzt wirklich. der anfang ist schon, und das ist so gut wie. wie jeder weiß.

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