am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

vermessen

seltsamer tag. beim aufwachen ein pochen im nacken, fast bis in den kopf. bei schönstem wetter dann frust, nur frust und trübnis. ein wunder, daß die wp-pluin-updates gelungen sind, in dem zustand. verrückter abend. erst viel gerede, dummes auch, anschließend DASK. das war toll.

mir tut es ja immer gut, besonders aber an solchen von grund auf zerschossenen tagen, wenn ich auf eine komplexität stoße, die mir wie angemessen scheint. musik ist da der beste weg, die am weitesten geöffnete tür. ich weiß so wenig.

ich sollte besser wählen. das heißt, ich sollte besser umsetzen, was ich weiß. ich kann.

kein vertrauen in den text heute. oder in mich. wer weiß. (statt dessen also: fleißarbeit. blogpflege.)

tagsüber beim meditationskurs, dort in aller ruhe jede menge zeug gequatscht. mir noch mehr, viel mehr dazu gedacht, das ich später dann auch in den unterlagen nachlesen konnte, die ich vorab zu lesen nicht geschafft hatte. an ein paar frischen ideen darin ein wenig weitergedacht: über das nichthandeln als quelle des handelns, über frieden also. über einatmen und ausatmen, über energie und weisheit. über unzerstörbarkeit.

außerdem einen alten text hervorgeholt, das mamutauftaktprojekt von vor einem jahr, und die korrekturen darin umgesetzt, die die literaturgruppe schon vor monaten aufgezeigt hat. bislang war ich nicht dazu gekommen, beinah hätte ich es völlig vergessen. das meiste stimmt eigentlich, aus meiner sicht. es gab also nur kleinigkeiten, einige wenige. lediglich den punkt mit den elektronischen geräten muß ich mir noch einmal ansehen. später. könnte aber sein, daß es daran auch nichts zu ändern gibt.

die nachmigränemüdigkeit zieht sich durch den ganzen tag bis in die nacht, meine heilgen schreibgefilde. manchmal wünschte ich, ich könnte gleich am morgen schreiben, das würde mir die tage erheblich erleichtern. was sage ich: das leben! geht aber nicht, selbst dann nicht, wenn ich es mit aller kraft versuche.

gerade eben schnell noch den letzten text, der ja im grunde fast schon fertig ist, wie mit dem feinen haarpinsel gefegt. ein paar worte geändert, um wenige zeichen gekürzt. mehr nicht. (es ist so wunderbar, das zu tun, tun zu können.) an den aktuellen text, den schwankenden, taumelnden, der mir akut so derart in gefahr scheint, traue ich mich jetzt aber nicht mehr.

dafür kurz davor beim spülen den ansatz für einen neuen text. nur ein hauch. weg vom ich, hin zum du.

unter druck

so lange keine migräne mehr gehabt, daß ich sie heute beinah nicht erkannt hätte. vielleicht war es die vergangenen male aber auch nur genau so wie heute: statt schmerz und desorientiertheit als migräne zu identifizieren, dachte ich an das leben und den druck, an dunkelheit und angst. so wie als kind, als ich auch noch nichts von migräne wußte. nur von der zunehmenden düsternis der welt, die mir allerdings plausibel erschien.

so kommt alles wieder, im alter. ; )

jetzt, nach nur der hälfte der medikation, geht es schon fast wieder. dennoch werde ich gleich noch die pille einwerfen, anschließend gleich ins wasser. und dann?

leben?

kurz vor zwölf im text verschwunden, zusammen mit meiner mörderin,  nachdem der aktuelle miettext so gut wie fertig war. morgen nochmal drüber, dann hat sich das: rechnung und fertig. im text mit meiner mörderin dann dieses schreckliche gefühl. wenn alles nur chaos ist und die anstehende arbeit ein grobes hacken und wüten, ohne zu wissen, ob dieses gehabe etwas voran bringt. und was.

also: ein bißchen was verschoben, einige zu ergänzenden stellen vorgemerkt, inhaltlich auch. mehr alltag, mehr leben, ich weiß, daß ich das nicht vergessen darf. außerdem intuitiv alle „unds“ entfernen wollen, das dann so gut wie überall gemacht. ein paar „auchs“ auch, viele „abers“ usw. fazit: unzufrieden.

seit abends um acht oder so fühl ich mich wie freitag.

offroad

in einer abendlichen runde spricht eine mir unbekannte frau vom motorradfahren auf sand. ich kenne das, dazu möchte ich etwas sagen, kann es aber nicht, weil ich plötzlich keine stimme mehr habe. also gehe ich stattdessen weg, zu meiner maschine, die dicht beim eingang steht. zu meiner überraschung muß ich etliche einzelteile aufsammeln, die jemand auf dem boden verteilt hat. nichts schlimmes, aber doch ärgerlich. zuletzt rolle ich die kiste weg, aus dem raum hinaus, die straße hinunter. ich fahre nicht. und sage auch nichts, immer noch nicht. ich will nur weg, aufwachen.

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