am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

ein guter tag, der mir, neben diversen (dringend benötigten) zahlungseingängen, auch noch eine nahezu atemraubende rezension des 2012er ebooks eingebracht hat. (bald mehr dazu, einstweilen bin ich sprachlos.) außerdem hat die zahnärztin heute endlich – zu der neuen beißschiene (für nachts und für pc-arbeit usw., wie man mir versicherte. na, mal sehen. vielleicht auch noch fürs motorrad, weil bremsen mit den zähnen eh nix bringt?) – den schein für die physiotherapie rausgerückt. und mir anschließend den arm getätschelt, während ich überrascht auf das fette lesbenzeichen um den hals ihrer jungschen stuhlassistenz glotzte.

es folgen schmerzfreie zeiten, ein paar wochen zumindest. womöglich ist das auch ausbaufähig. ich bin ausgesprochen zuversichtlich, wenn auch immer noch fast schlaflos.

leben mit dem mangel

beim versuch, das nummernschild an der maschine irgendwie doch noch zu retten, selbiges zwar fest, aber letztendlich vollkommen unmittig angebracht. zum teil aus unachtsamkeit, zum teil wohl auch, weil es anders nicht mehr ging. verursacht durch die fortgeschrittene rissig- und löchrigkeit des blechs und der ungünstigen position der tüvplakette ist nun alles schief. und das ertrage ich nur schwer. von jetzt ab heißt es also: nie wieder dort hinsehen.

leben mit der, der allgemeinen löchrigkeit des lebens geschuldeten, stetig zunehmenden unvollkommenheit.

ich fürchte, in der wohnung gegenüber, bei dem frisch eingezogenen pärchen, das sich gerade auf dem balkon befindet, also mir direkt gegenüber, gibt es den ersten streit. im zimmer dahinter: kartons, unausgepackt. guten morgen.

ich will musik. ich bin musik.

immer nachts kommen die gedanken. und die schmerzen. so fängt es an.

ich bitte um träume, um hilfe.

tangokrise (die zweite, erst)

gestern nacht mit zwei hölzernen beinen und schweren herzens auf der milonga herumgestanden. heute nacht wird es kaum besser werden, die zeichen stehen schlecht. das mir eigene emotionale equipment befindet sich in einem derart desolaten grundzustand, selten zuvor hab ich das so erlebt. so klar, so nah. oder immerzu, damals. was weiß denn ich?

der letzte rest stabilität steht ständig auf der kippe, aus gründen. aus unausweichlichen gründen.

ja, ich bin bereit.

dazu meine grundsätzliche anfälligkeit für musik beinah jeder art. das ist schlimmer als das mit den worten, die ich ja immerhin beherrschen kann. tanzen dagegen. tanzen? was für eine seltsame idee.

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