am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

knochenarbeit. erst versuche ich, die leiche meines vater in handliche stücke zu zerlegen. dabei stelle ich fest, daß auch so nicht weiß, wohin damit. dann will ich wissen, was in seinem kopf ist und versuche, die schädedecke mit einem küchenmesser zu öffen. auch das funktioniert nicht, weil das messer keine säge hat. schließlich assistiere ich bei einer pferde-op. das tier ist betäubt, aber es steht noch. schultern und kopf sind bedeckt mit einer decke. als ich darunter sehe, stelle ich fest, daß der gaul aufwachen will. von den beiden operateuren ist aber keine spur, die besaufen sich gerade in irgendeinem hinterzimmer. ich zerre einen von ihnen herbei, weil ich keine ahnung habe. er aber auch nicht, er schnitzt nur einfach an einem hinterbeinknochen des pferdes herum, das längst zu boden gegangen ist. beim aufwachen denke ich an geld.

automatismen

vor ein paar tagen schrieb claudia in ihre sammelmappe über das gute und das böse, wohl in zusammenhang mit dem amoklauf in newtown. darüber habe ich auch viel nachgedacht, zwischen all dem anderen schrott, der in den letzten wochen anstand. über die antwort der waffennarren vor allem, ihre absurden vorschläge und argumentationen. gehört habe ich zunächst von überlegungen, einfach die lehrerInnen mit waffen auszuzstatten, um so eine mögliche gefahr schnell und unkompliziert mithilfe des personals vor ort bereinigen zu können. (der gedanke wurde mittlerweile wohl ersetzt durch die forderung, jede schule vorsorglich mit bewaffnetem personal zu besetzen.)

man stelle sich das vor, lehrerInnen, die mit halbautomatischen schnellfeuerwaffen in ihren klassen stehen und unterrichten. (oder eben gewaffnetes personal, das durch die gänge und klassenräume streife geht, immer die MP im anschlag.) ein scheußliches bild, aber ein gutes natürlich, denn es geht ja um sicherheit

allerdings nur bis zu dem tag, an dem zum ersten mal einE lehrerIn das feuer eröffnet. (oder eben ein anderer mensch, der mit seiner legalen waffe und eigentlich in schutzfunktion bereits vor ort ist.) etwas, das ohne zweifel irgendwann geschehen wird.

und dann? die logische konsequenz wäre wohl, die kindermit waffen auszustatten. zu ihrem schutz natürlich. oder?

feiertagspflicht iii

kein problem, diese steuern. alles kein problem. überhaupt gar nicht. selbst die übermittlung funktioniert auf eine art und weise, die eher nicht funktioniert. zumindest erkennt man nicht richtig, ob sie funktionert oder nicht. statt dessen fehlermeldungen, eine nach der anderen. tja. aber da ich ohnehin nicht genau weiß, was ich da tue, ist das im grunde auch egal. morgen dann der weihnachtsspaziergang, bei dem ich bei meinem finanzamt vor ort gleich auch die versammelte belegschaft entsorgen kann. für jetzt ist also erstmal schluß damit.

festtagspflicht ii

heute aus scheu vor der elster zunächst einmal drei stunden lang papierberge gewälzt, das heißt mein kompletten aktenablagesystem auf  uraltleichen durchwühlt und sogar ein klein wenig umstrukturiert. eine nicht unerhebliche weile davon in leichter panik den steuerbescheid 2010 gesucht, bis er sich schließlich dort fand, wo ich bereits zirka 100 mal – grob geschätzt – nachgesehen hatte. anschließend gab es kein entkommen mehr, also wurde die elster aufgerufen, um sie sich durch 2011 rechnen zu lassen. was eine katastrophe ist, denn immer rechnet der blöde fiskusvogel anders als ich. bei mir tanzen sich ja brutto und netto mitunter einen unharmonischen tango zurecht, was mir jedesmal ein und denselben schrecken beschert. bis ich es dann immer wieder aufs neue kapiere. mal ganz abgesehen von den vielen unbeherrschbaren zahlendrehern, die ich so liebe. kostet alles zusätzliche zeit und nerven. jetzt bin ich trotzdem fast durch, morgen wird nur noch einmal seite für seite gelesen, was ich da heute verzapft habe. und immerhin: 2011 war dann doch nicht so schlecht, wie ich gestern noch gedacht hatte. umsatz- und gewinnsteigerungen sind zu verzeichnen.

festtagspflicht i

den steuerscheiß vor lauter panik schon heute begonnen, abends gegen acht. zur belohnung jetzt schon mit dem sichten und sortieren fertig. (was nicht gerade für meine umsatzstärke spricht, ich weiß. 2011 war nicht so doll.) so weiß ich jetzt also, daß ich die fällige umsatzsteuer vermutlich so gerade eben werde zusammenkratzen können. tja. morgen dann der kampf mit der elster. himmel hilf!

festtagspläne

der dezember hat ja im grunde nur so zirka 20 tage, wenn es um die erledigung der monatlichen arbeit geht. zumindest im freiberuflichen bereich schiebt sich der berg einfach nur zusammen, türmt sich so weit wie möglich auf. bis zum fest, das dann auch noch ein frohes sein soll. ganz so schlimm ist es bei mir zum glück nicht, erschwerend hinzu kommt bei mir nur meine siebenschläferbärenzeit, denkbar ungünstig angesiedel mitte november bis anfang januar. danach geht es dann wieder. meistens.

für morgen liegt noch ein wenig arbeit da, sonntag sind die steuern dran, und montag ist natürlich heilige bügelzeit. anschließend sollte ich dann irgendwie in den text zurückfinden. das wärs. zu lesen hab ich aber auch recht viel.

paper love

was ich zwischen den jahren unbedingt kultivieren muß, ist das lesen von büchern tagsüber, irgendwo gemütlich herumliegend. auf dem bett oder dem sofa oder so. etwas, das ich seit jahrzehnten nicht gemacht habe. möglicherweise, weil ich lange gar kein sofa hatte. aber früher, als jugendliche, gab es da meine bettcouch, auf der ich stunden so verbracht habe. wie aus der welt verschwunden.

da sich die balkonleseflucht, wie ich die lesezeit in diesem sommer gehandhabt habe, derzeit wetterbedingt verbietet, bleibt wohl nur die sofalösung, um dem permanenten internetlesen zu entfliehen. oder dem etwas hinzuzufügen? nein, es gibt wohl ein lesen, das darüber hinausgeht. ich erinnere mich. und ich gestehe: ich liebe papier.

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