am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

strukturarbeit ist die hölle. dieses basteln und flicken am und im text ist dummerweise meistens mit dem schrecklichen gefühl der banalität des eigenen tuns verknüpft.

aber es läuft, seite für seite. danach wird es ja wieder besser.

wortzen

lyrik -> # nie wieder # zurück # ins leben

prosa -> dieses ich, das ich bin. oder auch nicht. während meine prosa sich von ihm entfernt, was ich beführworte, wächst die lyrik ihm stetig zu. augenblick für augenblick, in fataler weise.

aufwachen mit einem herzen, das in den kopf gesprungen ist. und dort schier unerträglich schlägt und pocht. heute zum dritten mal in folge. (unter mir kein boden mehr.)

sichten, schieben, sorieren und dann schreiben, schreiben, schreiben. spät am tag damit anfangen, vor lauter angst, im dunkeln erst, und dann nicht mehr aufhören können. diese eigenartige vorgehensweise – hinten anfangen und den anfang zu anfang noch so gut wie gar nicht zu kennen – verusacht eine große wirrnis, die mich partiell rasend macht. ordnung ist nicht das halbe leben. ordnung ist gar kein leben. aber ordnung ist grammatik. ordnung ist sogar erzählen, zu einem gewissen grad. ordnung muß sein.

leider.

so war das als kind, wenn ich von menschen geträumt habe, vom einem leben, wenn all das vorbei sein würde. irgendwann. als ich noch nicht wußte, daß es niemals vorbei sein würde. daß das einfach nicht sein könnte, weil all das schon in mir war, ich längst angefüllt von dem, was kein leben sein kann, nicht sein darf. wie erwachsene so sind. vor all dem nahm ich menschen als vage räume wahr, dunkel und endlos, mit linien und mustern durchzogen, angereichert mit potential. nicht mit emotion.

alle verläßlichkeit im leben ist illusion.

aufwachen, weil der schmerz im nacken so ist, wie er ist. so hart wie selten. dann den ganzen tag daran kauen. und beißen, als gäbe es sonst keinen halt. außerdem war da dieses ding mit den frühen, fast fremden räumen. wie vergessen in mir.

jetzt erst. heute noch, vielleicht.

räume

aufstehen, anziehen, die balkontür öffnen und meditieren. dann kaffee kochen. dazwischen irgendwo ein wort ändern, ein einziges nur, aber ein wichtiges. ganz am anfang des textes.

wie der traum in mein schreiben zurückgefunden hat. und die nacht, die klarheit, die flüchtigkeit. wie das absurde sich sich öffnet, wie noch nie. weil es anders nicht zu fassen ist. immer habe ich im schreiben den humor vermißt. jetzt ist klar, daß er dort böse wird, mehr als das. grotesk eben, hinterhältig und präzise. in allem, im guten wie im schlechten. das hätte ich auch wissen können, schon lange.

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