okay. was da gestern beim waschbeckenreinigen, also speziell beim lösen der fetten schraube mit dem schraubendreher, so gekracht hat, war doch nicht die fette schraube selbst oder der siphon unten, der sich langsam löste. sondern vielmehr etwas in meiner rechten hand, heute spüre ich das deutlich. menno.
engl
heute alle kraft zusammengenommen und nach zirka vier wochen endlich die hausarbeit getan, die mir mit am herzallerliebsten ist. das verstopfte badwaschbecken von seifenresten, zahnpaste, rotz, röchel, matsch und um die schraube gedrehten haarbüscheln befreit. zum glück kommt das nur etwa einmal im jahr vor. als nächstes fällt mir allerdings die steuererklärung 2011 ein, für die mir langsam aber sicher auch keine ausrede mehr einfällt. (und schon scheitere ich an diesem elsterdingens.)
hinderlich
beim durchsortieren meiner diversen augengläser: kontaktlinsen, lesebrille, gleitsichtalltagsbrille und gleitsichtsonnenbrille, dazu diverse alte restbrillen, im zweifel für nicht ganz so gut sehen, aber dafür so gerade noch lesen können eingesetzt. außerdem festgestellt, daß ich beim einsatz von kontaktlinsen immer häufiger mit lesebrille auf den bildschirm sehen möchte. was bedeutet, daß ich wohl eine weitere solche benötige, denn die jetzige ist eine halbe, über die ich beim hochsehen immer hinwegsehe. auf lange sicht ist das unpraktisch. und ich fasse es nicht, allein der aufwand, immer die richtigen exemplare zur rechten zeit zur hand zu haben. oder in der tasche, für alle fälle.
ich fürchte, ich könnte mich mittlerweile mit fug und recht als mehrfachsehbehindert bezeichnen. (ca. -9/+1,5 dioptrien) besser wird das ja wohl nicht mehr, eher im gegenteil.
wieder gegen fünf, dieses fieber im kopf, das kein fieber ist, mich aber nicht schlafen läßt. statt dessen das hirn kocht, bis es überläuft mit tönen, bildern und farben. fahren in einem zug, der zuvor ein flugzeug war. das gesicht dieses jungen, der im gepäcknetz liegt und mich beständig ansieht. ein standbild in schwarzweiß. weiter unten zwei flüsse parallel, weit über ihren ufern. menschen darin und tiere und dinge. dann nebel, nein rauch, der in der luft steht. hinter uns haben sie das land in brand gesteckt, wegen uns. wir sind unversehrt und schuld.
vertrannte erde, totes land. schlafe ich? oder bin ich wach? träume ich?
kurz vor fünf ein rangierender wagen direkt unter meinem fenster, der den container, der dort steht, abzuholen versucht, es aber auch nach mehrmaligen versuchen nicht schafft, weil der container von beiden seiten zugeparkt ist. der hat mich geweckt. danach einfach nicht mehr einschlafen können, also hin und her mit mir, noch im bett, und ein paar seiten, mehr als zwei, notizen gesammelt, in der halbschlafwirrnis produziertes, irres zeug. dankbar bin ich für diese disziplin, denn ich hätte jedes wort vergessen, jede abfolge und allen zusammenhang, in den zwei stunden schlaf, die danach doch noch möglich waren.
der text läppert sich, wächst möglicherweise zu einem apokalyptischen großstadtkrimi heran, könnte dabei aber auch irgendwie weich bleiben. muß halt noch ausgeschrieben werden, diese sammlung aus fragmenten, die da zur zeit auf etwa sieben seiten steht. so zart wie hart und absurd natürlich. weiter weiß ich doch selber noch nicht.
ich träume von meiner ersten wohnung in berlin, immer wieder. ich laufe durch die straßen, suche sie, kann sie aber nicht finden. obwohl ich weiß, daß ich niemals weit weg bin, immer ganz in der nähe. wie blind bin ich, wie fehl. dabei weiß ich, sogar im traum, daß ich von dieser wohnung nur geträumt habe, damals, vor zwanzig oder dreißig jahren. und suche sie dennoch. heute. hier. in meinem träumen.

