am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

wieder die kirchenglocken von weit, wie jeden sonntag zur meditation. und die kleine meise, die war auch wieder da. tatsächlich.

mit dem motorrad durch essen fahren, ganz nah am bürgersteig vorsichtshalber, weil mir die tränen übers gesicht laufen. ich will nach hause, sage ich mir. immer wieder, ich will nach hause. wissend, daß es das nicht geben wird. niemals gegeben hat.

auf dem balkon einer freundin, die mir von ihrer liebe erzählt und mich dabei am ohr kitzelt. dann fragt sie unvermittelt, ob ich nicht weinen möchte, sie sei doch nun da und würde auch überall hinkommen. zu mir.

wissend, daß das nicht geschehen wird.

zur flucht nehme ich den hinterausgang, wie immer. die hölzerne kellertür, die direkt in den schacht führt und niemals verschlossen ist. der feuchte, dunkle grund, der meine heimat ist. und bleibt.

beim aufwachen geht der blick in die sonnengelben lindenblätter vor dem fenster. immerhin.

gnade

ach, dieser sommer, so verliebt war ich, so wach und roh. so irgendwo, besser aufgehoben, ein paar tage noch, nur ein paar tage frist. sonne, licht und der wind, etwas wärme in den letzten ecken, in die ich mich verkrieche. bevor ich mich vergrabe, eingrabe für den rest.

ach, die zeit, die vergeht.

bei der meditation heute morgen hatte ich eine kleine meise. auf dem balkon.

wenn so ein abend richtig gut ist, vergesse ich das twittern und fotos posten. (so ein mist. ;)

ich sollte mich nur noch mit schriftstellerInnen umgeben. und rauchigem whiskey. (oder einfach mek.)

gutnacht.

ein ebook mit stift

die arbeit an meinem ebook hat mich ja unter anderem auch besser mit meinem kindle vertraut gemacht. nach fast einem jahr wurde das endlich auch einmal zeit. und weil ich im zuge der arbeiten auch noch calibre von grund auf kennen und lieben gelernt habe, hat sich der text- und buchbestand auf meinem gerät zügig verdreifacht. und kein ende ist in sicht, seit ich weiß, daß und wie man alle mögliche texte dafür aufbereiten kann. mit calibre nämlich. jetzt lohnt es sich endlich, das ding immer dabei zu haben.

heute morgen träumte ich allerdings von dem idealen ebook für mich. es war so schön klein und leicht, wie mein jetziges. der bildschirm war matt und leuchtete selbstverständlich nicht. im grunde war alles genau so, wie derzeit auch. nur hatte das ding einen touchscreen, denn das fehlt mir wirklich. und es gab einen stift! einen kleinen, weichen griffel, mit dem man sich notizen machen konnte. direkt auf den bildschirm, fußnotizen sozusagen.

genau das will ich, genau so. weil lesen und schreiben zusammengehört. für mich zumindest. und schnell bitte. ich weiß, daß das geht.

ebook bauen (27)

geschafft. ganz zum schluß habe ich dann doch noch einen kapitalen fehler hingekriegt. der preis sollte eigentlich 4,90€ betragen. ich habe aber wohl die MWST vergessen oder so. überhaupt ist die eingabe des preises eine frickelige sache, irgendwo zwischen €, $ und £. (steht alles im tischer, was ich aber großzügig und sicher mehrfach überlesen habe.)

nun ja. deshalb sind es jetzt also lustige 5,05€. (wirklich lustig, weil ich doch die zahl 5 so mag. die noch dazu maßiv auf mich zukommt. hätte ich mich aber nie getraut, so einen krummen betrag. vielleicht kriege ich das auch noch irgendwie gerettet.)

der verkaufslink für »vater. mutter. kind.« liegt ab sofort auch auf dem cover links.

bitteschön. und danke!

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