am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

novella (2)

na also, geht doch. der anfang, der wars, da hing es. doch das war ohnehin klar. ein rückblick gleich an der stelle bringts eben einfach nicht. überhaupt, rückblicke in einer novelle? ob das angebracht ist?

was solls, es hilft ja nix: eingesetzt werden muß an einem anderen punkt. viel spielraum gibt es allerdings nicht, nur ein paar wochen. außerdem fehlt da noch der pfiff. darüber muß ich wohl mal ne nacht schlafen.

(das fräulein ist natürlich nicht vergessen. aber das braucht noch zeit zu wachsen, das läuft einstweilen im hintergrund. besser übrigens als zuvor, wo ich vorwiegend geschludert habe.)

alles verquer heute. keine struktur, weder im hirn noch sonstwo. jetzt aber los. vielleicht mal aufräumen oder sowas. als motivationsschub. oder fensterputzen vielleicht, nötig wäre es. bügeln ist ja auch immer schön.

novella (1)

auf englisch ist es ganz einfach, da ist eine novelle schlicht und einfach longer than a novelette but shorter than a novel. und dann werden wörter gezählt. genial.

andererseits natürlich zu kurz gegriffen. was sich über die deutsche novelle sagen läßt, greift mich da schon mehr. dieses unerhörte, einzigartige. die nähe zum drama. das ereignishafte, auf den moment bezogene. daher das tempo und die isolation und ausgrenzung der figuren. vielleicht.

trotzdem, das englische wort ist so schön.

ich bin der herr, dein arzt

in dresden, natürlich. und ich habe sehr gelacht, ich weiß auch nicht warum. ich dachte wohl, es wäre eine eigenkreation. wenn ich mir dagegen jetzt den gesamten text (2. Mose 15) ansehe:

Wirst du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen und tun, was recht ist vor ihm, und zu Ohren fassen seine Gebote und halten alle seine Gesetze, so will ich der Krankheiten keine auf dich legen, die ich auf Ägypten gelegt habe; denn ich bin der HERR, dein Arzt.

dann lache ich nicht mehr. echt alttestamentarisch. puh!

stuttmann täglich

nachdem ich dem täglichen zeitungskonsum nunmehr bald entsage, fällt mir doch das eine oder andere auf, das ich eventuell vermissen könnte. die freitagsnachrufe zum beispiel. und die sonntäglichen miniaturen auf der letzten seite. zumindest für die tägliche bespaßung wird aber weiterhin gesorgt sein. auf klaus stuttmann muß ich nicht verzichten, wie ich gerade entdeckt habe.

dresdner stilleben

städtetouren haben es ja in sich, zumindest was das pflastertreten im hochsommer angeht. da muß man schon mal vorsorgen. weh tut es trotzdem, und das pflaster für die füße ist noch nicht einmal mit auf dem bild. und die füße selbst auch nicht, beim anschließenden horizontalen füßehochlegen. die hab ich einfach abgeschnitten. dafür stehen im fenster, im wind meine schuhe. zum lüften.

ganz klein.

gibt es eigentlich novellen, die in der 1. person singular verfasst sind? oder muß ich die jetzt extra erfinden.

mäuse melken?

ich finde online sprachportale ja grundsätzlich eher schwierig. ich mag auch keine vorschriften, wo es eigentlich keine gibt. einen duden besitze ich dementsprechend schon lange nicht mehr. einfach um zu zeigen, daß es regelungen gibt, an die man sich nicht zwingend halten muß.  für die neue deutsche habe ich den aktuellen wahrig hier. in gebundener ausgabe. das reicht, um grammatik nachzuschlagen. die vielen schönen neuen kannbestimmungen.

für alles weitere, die kleinen unsicherheiten am späten abend zum beispiel, reicht google. oder auch mein baby babylon, immer nur einen mausklick entfernt. (achtung, kostet geld.) rechtschreibung ist ja eher nachrangig, abhängig von grammatik und absicht. vielleicht.

aber okay, wie bekomme ich zum beispiel mithilfe von pons heraus, wie „zum mäusemelken“ geschrieben wird. 1. groß oder keine, 2. zusammen oder getrennt? na? ich vesuche es also so, wie ich es vermutliche schreiben würde, groß und zusammen. die antwort wabert zwischen mauscheln, mausefalle und abmelken. (mausefalle natürlich groß geschrieben, nur hier halt nicht.) was nicht sehr hilfreich ist. vermutlich mache ich irgendetwas falsch, ich versuche es also wie im lexikon und gebe maus ein. bringt aber auch nichts. naja, immerhin die mehrzahl.

zugeben muß ich an dieser stelle wohl, daß auch mir mein wahrig auf anhieb keine antwort nennt, die ich nicht in der grammatik suchen müßte. wo aber ist bei pons die grammatik? kann mir das mal wer verraten? ich fürchte, ich bin einfach zu blöd, die zu finden.

und was mache ich im erstfall mit solchen sätzen: Dieses ständige Maulen zehrt am Sein und Tun der nicht ändern Wollenden. okay, da fehlt vermutlich ein s am nicht, nur so macht es einigermaßen sinn. (ja! sinn machen, ich schreibe so etwas. ganz bewußt.) vielleicht soll es ja auch zerrt heißen und nicht zehrt, keine ahnung. klar auch, daß im grunde einfach nur der ganzen satz umgeschreiben werden müßte, um ihn überhaupt lesbar und verständlich zu machen. aber das soll in dem fall mal nicht erlaubt sein.

also sind diese nichts ändern wollenden derart zum mäusemelken, es ist zum verrücktwerden.

werden die wollenden jetzt groß geschrieben? arbeitet man vielleicht mit bindestrichen? ganz bestimmt, oder? und was wird in dem fall groß geschrieben? und was klein? und warum? ich bitte um antworten, online hilft da nichts. nicht mal eine massenabfrage via google. oder dieses neue deutschredaktionsblog, das ich einfach mal ohne bindestrich schreibe. geht auch.

auf grammatik nachschlagen habe ich aber gerade keine lust mehr. es ist 23 uhr 23.

gewohnt

träume wieder von häusern, von räumen und zimmern, von kellern. nicht meine, diesmal. keine abwärtsfluchten. ich bin nur zu gast.

im wohnzimmer ist der fernseher ausgebrannt, hat ein riesiges loch hinterlassen. nebenan, im kinderzimmer sieht es schlimmer aus. auch da hat es gebrannt. decke und dachstuhl sind weg, letzterer zumindest teilweise. nach oben ist alles offen. sonne und licht. wind und wetter. schnee.

das zimmer selbst sieht aus wie eine zelle. es ist eng, düster und verkokelt. ein strohsackbett, sonst nichts. horden von ratten rennen herum. immer im kreis.

macht nix, sagt der junge, der dort lebt. hab ich mich dran gewöhnt.

schlimm sind die kleinen ratten, die jungen, der nachwuchs jedes jahr. sagt die mutter. die beißen nämlich.

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