am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

konjunktiv?

wenn ich demnächst in eine lesung von frau roche ginge, und sie, nach dem verlesen des ersten satzes, sogleich verkündete, wie „riesig“ der denn sein, so gestern in wenigstens zwei verschiedenen ausführungen auf verschiedenen fernsehkanälen zu sehen, ich wüßte wirklich nicht, was ich täte oder gar dächte. wo ich die frau doch eigentlich ganz okay finde und außerdem genau weiß, wie man sich zu wiederholen beginnt, wenn man immer wieder dasselbe tut. deutsch für anfänger, heißt es allerdings an anderer stelle. und auch hier war ja schon vorsichtig davon die rede. macht mich manchmal ein wenig ratlos, wie dieser handel mit büchern funktioniert. keine ahnung.

totes land (39)

bleistiftkritzeleien, kam lesbar, zum teil nicht einmal schrift. zu den namen gehören bilder, innere wie äußere. alter auch und wohnorte, berufe, familien. da ist immer so viel, was einen menschen ausmacht.

aufräumarbeiten, so eine art frühjahrsputz vielleicht, das ganze wochenende lang. einstweilen nur auf der festplatte, und da auch nur in der musikabteilung. die wuchert seit jahren wild vor sich hin, ohne sinn und struktur. allerhöchste zeit also.
hat aber nachteile, so eine aktion. jetzt mag ich keinen bildschirm mehr sehen.

totes land (38)

nach der namensgebung, grob zwar, aber immerhin. personen finden sich ein, charaktere, echte menschen. und sie bleiben nicht nur, sie positionieren sich zueinander. das ist gut, so muß das sein.
an der geschichte hapert es noch, besonders an den feinheiten. ein strang ist noch ziemlich leer, obwohl er beileibe nicht unwichtig ist. die grobe struktur aber fängt an, ineinander zu wirken. punktuell melden sich bereits einzelne szenen zu wort.
alles okay also, ganz normal. kein grund zur sorge. ich hab ein gutes gefühl. sicher vor allem, zum ersten mal seit einer ganzen weile jetzt. jahre vielleicht?

was können tun

„Der Punkt, um den es mir geht, ist der: dass es auf jeden ankommt, dass unsere Gesellschaft auf niemanden verzichten kann.“

so ist das manchmal. da denke ich in letzter zeit verstärkt darüber nach, den tagesspiegel ein wenig zu vernächlässigen. zugunsten der taz vielleicht. oder der zeit.
da kommt dann erst ein so ein ding und heute dann gleich noch eins, das ich auf keinen fall hätte verpassen wollen. selber schuld. (muß ich jetzt einfach mal so sagen. in aller vorsicht, versteht sich.)

hab mich in wien vorgestellt, irgendwas mit gestaltung. bin dabei über eine große bühne gegangen, hinten am vorhang entlang. der war dunkelblau.

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