am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

spuren geistiger arbeit

strategien der arbeitsvermeidung sind vielfältig. oftmals wird fensterputzen oder onlinespielen, ja sogar bloggen als größtes aller übel dargestellt. seit heute gehört für mich das herstellen von buchstabensalat infolge einer grundlegenden tastaturdemontage an die allererste stelle. auch wenn es dringend nötig war.
wenn auch nur, um festzustellen, daß nach ca. drei jahren, etwa 1 1/2 manuskripten und all dem anderen kram schlicht und einfach eine neue fällig ist. dabei liebe ich diese nach und nach blankgeschrubbten buchstabenoberflächen. das e und das i, vor allem. aber auch a, d, s, c und b. natürlich die leertaste, unten rechts. von mir als freestiltippse wohl immer mit dem rechten daumen bedient.

eben wollte die friseuse mit mir über afghanistan reden, während ich meinem strähnigen naßhaargegenüber im spiegel aus dem weg zu blicken versuchte. ich bin grundsätzlich gegen radioberieselung, besonders in frisiersalons zu voller stunde. hab ich aber nicht gesagt. sondern mich zu ein paar plattheiten zum thema krieg hinreißen lassen.

umbauarbeiten im heimischen rechnerwesen und andere zu erledigenden dinge behindern den hiesigen blogfluß ein wenig. weiter nix.

totes land (7)

die drei kapitel durchgekürzt, anders kann ich es nicht sagen. ist aber gut so. beinah radikal, für meine verhältnisse. jetzt kommt ein brocken, das hab ich im blut. im nächsten kapitel muß das thema auf den tisch, zumindest ein stück weit. anders geht es nicht, sonst schreibe ich mich fest. oder in einen kreis hinein, was noch schlimmer wäre.
kommt davon, wenn man sich eine hermetische hauptfigur baut. da kriegt man dann schwierigkeiten, die geschehnisse klarzustellen. pech. ;-)

einfach einen deckel auf das faß ohne boden nageln. ob das hilft?

totes land (6)

murks. eine langsame steigerung wäre inhaltlich durchaus angebracht, habe ich festgestellt. praktisch gesehen läßt sich so aber nur schwer eine spannung aufbauen. zehn bis zwölf seiten, bis das kernthema (auf dem papier) steht, sind recht viel. und so viel wird es sicher.
das alte problem, literatur vs. lesekomfort. mist.
kürzen, denke ich. oder die chronologie verschränken. mit anderen worten, springen. was wiederum zu literarisch sein könnte. man entkommt dem einfach nicht.

totes land (5)

heute in die gestern so vermißte konkrete arbeit gefunden und das 3. kapitel durchgeackert. dabei festgestellt, daß das 1. und 2. kapitel ebenfalls noch einmal durchgeackert werden will. bin aber noch unschlüssig, ob es nur reine vergeßlichkeit ist oder ob wirklich arbeit ansteht.
andererseits: beim schreiben hab ich mich noch nie selbst betrügen können. fakt ist, daß allzulange pausen in der konkreten textarbeit immer schädlich sind. und auch, daß insbesondere der anfang besser solide gebaut sein sollte.

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