am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

wip – regungslos

wenig, sehr wenig heute. noch ein bißchen an der szene von gestern gebastelt, dann 30 seiten zurück zu einer szene, die mich nicht in ruhe läßt. keine drei seitenlang, aber was soll ich sagen? klappt einfach nicht. also gehe ich immer und immer wieder da durch. dann lasse ich wieder zwei, drei tage verstreichen, arbeite mich weiter vor. nur um schließlich wieder dorthin zurückzublättern, um noch einmal von vorne anzufangen. und alles das für eine szene, die mit absoluter sicherheit beanstandet werden wird. da gehe ich vorsichtshalber schon mal von aus. zu lang, zu verdreht, nichtssagend womöglich. was auch immer. aber ich will es so. und nicht nur das. es muß so. sonst würde ich es ja nicht machen.

faxen

was für ein katastrophentag. das fax immerhin geht wieder. dafür suche ich jetzt noch ein anderes ding, das dem lieblingsding von eben nicht unähnlich ist. nur etwas kleiner, und seinerseits bereits fast schon abgeschrieben, da war es auf einmal wieder da. ich bin sicher, ich erinnere mich genau. nur wo, das ist mir bereits wieder entfallen.
seltsam, das alles. was will mir das nur sagen?

stein auf stein

fieser tag heute. seit stunden suche ich nach einem bestimmten gegenstand, den ich selten, eigentlich nie brauche, der auch für nichts gut ist, also mehr oder weniger dekoration. trotzdem ist er wichtig, im grunde mit das wertvollste, das ich überhaupt besitze. aber er ist und bleibt verschwunden, und mir zerbröselt nach und nach das hirn.
hab ich ihn überhaupt jemals in dieser wohnung in der hand gehabt? hab ich ihn aus einer der vielen kisten geholt, aus dem papier gewickelt und gleich darauf unauffindbar versteckt? oder ist er vielleicht sonst irgendwie beim umzug verloren gegangen, rettungslos in einem der vielen müllsäcke verschwunden? eventuell doch schon vorher, in wtal noch? habe ich ihn überhaupt eingepackt? stand er noch an seinem platz, drüben, in der alten wohnung? seit fast genau einem jahr bin ich jetzt hier, sollte ich ihn tatsächlich so lange nicht vermißt haben?
wie ich es auch drehe und wende, es bleibt ein rätsel. ich kann mir nicht vorstellen, daß ich derart achtlos war. vom gewicht her ist es unwahrscheinlich, daß ich das ding aus versehen weggeworfen haben könnte. wieviel chaos hier auch immer geherrscht haben mag im letzten jahr. ich kann mir auch kaum vorstellen, daß einer meiner wenigen gäste es möglicherweise eingesteckt haben könnte. warum auch? das ding besitzt objektiv betrachtet nicht den geringsten wert. außer als häßliche buchstütze vielleicht, obwohl es dazu wiederum eigentlich zu klein ist.
andererseits fällt mir einfach nicht ein, wo sich mein erklärtermaßen liebstes derzeit gerade aufhalten könnte. nicht im geringsten. an einem sicheren platz? so sicher, daß sogar ich selbst nicht mehr darauf komme?

dekorativ?

zu mir oder zu dir? so lautet der titel eines lesenswerten essays über zeitgemäße paarbildungen im heutigen tagesspiegel. (und nicht etwa ‚zu mir zu dir? oder‘ wie es im onlinearchiv eigenartigerweise heißt. der text scheint von solcherlei spinnereien aber unberührt.)

wip – zäh

unangenehm zähes arbeiten heute, obwohl die anstehende szene zunächst so leicht und klar daherkam. und dann war es doch wesentlich schwerer als angenommen.
zudem stecke ich jetzt so tief drin, daß mir kleinigkeiten auf- und einfallen, immer wieder, die schnell geändert oder ergänzt werden wollen. manchmal nur ein winziger gedanke, ein halbsatz vielleicht, der aber dennoch wichtig ist. so ist das eben, beim schreiben.
(außerdem ist mir kalt, aber das nur am rande.)

wip – peinlich

das war nicht nett. heute eine szene durchgesehen, von der ich glaubte, daß sie im grunde auf recht soliden füßen stehen sollte, da ich sie als eigenständiges element schon zu einer ausschreibung eingereicht hatte. was ich feststellen mußte ist, daß es nur so wimmelte von verdrehten oder fehlenden wörtern, sinnenstellenden tippfehlern und anderen häßlichen sachen. übel, die vorstellung, daß ich so etwas aus der hand gegeben habe. kein wunder, daß es keine weitere beachtung gefunden hat.
aber nun steht es, und so schwer war es nicht. außerdem drei weitere szenen. es geht gut voran. besser, als ich gehofft hatte. aber ich will nichts beschwören.

home zone

ein riesenvorteil an neukölln ist natürlich das nichtvorhandensein von touristenmassen, wie sie offensichtlich derzeit in der ganzen stadt verteilt sind. nur hier so gut wie gar nicht. keine kameras, die klicken, keine flatternden stadtpläne mit ratlosen, erschöpften gesichtern dahinter, keine vorsorglich vorne getragenen rucksäcke. hier ist alles ruhig.
nur das gerüst, das seit tagen schon ans haus gebastelt wird, geht mir auf die nerven. das permanente quietschen des aufzugs und die lauten kommandos der bauarbeiter. das müßte nicht ausgerechnet an meinem haus stattfinden. zum glück ist meine wohnung bislang nicht direkt betroffen.
und ein fast nackter mann ist dieser tage über die straße gerannt. er trug eine rosa unterhose, immerhin, und verschwand dann in einem hauseingang, wo sich, meines wissens, ein arzt befindet.

wip – wenig

zuviel anderes war zu tun, heute. nur die nächste szene habe ich noch grob durchsehen können, gerade eben. sieht ganz gut aus. das wird ein leichtes, morgen, gleich nach dem unterricht.

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