am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

ausbeute

1.
Putzfrau gesucht, jung, hübsch und kreativ, für 3 Zimmer in … Bitte aussagekräftige Bewerbung mit Foto… Chiffre … Kennwort: Hübsch
2.
1-€-Job adé: Vielseit. Assistenz, priv., 6-10h/Wo á 3,-€ (mehr leider z. Zt. nicht mögl) Freundsch. basis m. Spaß, geeign. f. ALG II-Bez: Mobbing-Ermittl., Haush., event-support, email…
3.
SELBSTÄNDIG – mit monatlich 65€! Geht nicht? … Geht doch! Tel … oder Tel …

letzteres glaube ich im übrigen unbesehen, ersteres steht mir auch glasklar vor augen. aber was bedeutet nummer zwei?

kains töchter (1)

„Ich fragte mich, wie das wäre, der Augenblick, in dem die Welt strauchelt und untergeht, bis ich begriff, daß ich es nicht begreifen würde. Das war der w i r k l i c h e Schrecken des Todes, kein Organ mehr zu haben, das ihn erkennt.“
Susanne Riedel, Kains Töchter

online…

morgens um fünf krauche ich durch die wohnung, auf der suche nach schmerztabletten. gut, daß ich ein ordentlicher mensch bin, sie sind da, wo sie hingehören. ich schlafe weiter, träume von schmerz und habe angst aufzuwachen, bevor es vorbei ist. natürlich ist es das dann auch nicht.
die menschen im fernsehen sagen heute alle den schönen satz: und das ist die wahrheit, meine damen und herren. außer herr fischer, glaube ich. aber der redet auch so schnell und so schwungvoll, daß man ihm, trotz stimmlicher aussetzer, anerkennend einen politshowwanderpokal überreichen möchte. den er dann mangels konkurrenz vermutlich gleich behalten können würde. endlich ist auch das vertrauen entzogen, da bin ich schon eine ganze weile aufrecht und online, ohne daß ich irgend etwas gearbeitet hätte. ob das zu verzeihen ist, ein allerletztes mal?
inzwischen ist zumindest der kopf einigermaßen fröhlich. das wetter? die nerven? gibt es überhaupt einen grund für was auch immer?

home, sweet home

neukölln. ich bin offensichtlich härter im nehmen. noch. mir hat aber auch noch keiner ‚lesbe‘ hinterhergeschrien. was sollte ich da dann auch sagen…?

geträumt, daß ich wegziehe aus wtal, wieder einmal. im büro, ein letztes mal, suche ich nach meinem pc-platz, den ich aber nicht finden kann. wieso auch, ist ja alles schon so lange her. selbst die menschen erkenne ich, erkennen mich nicht mehr. in der alten wohnung unterm dach liegt die sache anders, ist es wesentlich anstrengender. ich habe nicht mehr viel zeit, und ich muß noch unmengen von schrott beseitigen, irgendwie wegschaffen. ganz allein. ich hatte keine ahnung, daß es noch soviel ist. ich beeile mich, ich strenge mich an. ich reiße die ganze hütte einfach auseinander, interessiert doch eh keinen mehr.
unter mir, hier in berlin, wird seit kurz nach acht wieder gebohrt und sonstwie gelärmt. ob es da einen zusammenhang gibt?

jetzt

wip? – nun ja, ich gebs ja zu… aber heute war unterricht angesagt, und dann habe ich mit G per email lasurtechniken besprochen. morgen, morgen, nur nicht heute? ach was, ich mach mich nicht verrückt, jetzt noch nicht. nächste woche sind dann eh lasurtechniken in praxis angesagt. und laminat verlegen. (kann mir mal wer sagen, wie das geht? ;-)

oje

gerade einen moment lang überlegt, ob wir nun 2002 oder 2003 haben.

nachtrag neukölln (sweet home, sweet)

eine kurze szene
(ich auf meinem fahrrad, vor einer roten ampel. ein junge – türkisch, kurdisch, arabisch? – vielleicht 10 oder 11, auf seinem fahrrad, auf dem bürgersteig.)
er: gibst du mir ein euro?
ich: nee!
er: ich will kaugummi kaufen.
ich: (denke daran, daß wir früher allerhöchstens mal ein paar groschen gekriegt haben. ohne zu fragen, versteht sich. und ziehe achseln und augenbrauen hoch.)
er: hast du ein freund?
ich: (kopfschütteln)
er: hab ich aber gesehen, mit dem fahrrad.
ich: kann gar nicht sein.
er: doch. der hat mir die zwei euro gegeben.
ich: (fahre los, weil es grün wird. und lache. laut.)

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