am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

berlin, 6 monate

über ein halbes jahr bin ich jetzt hier. der nachsendeantrag ist abgelaufen, auch die letzten umstrukturierungen bewältigt. hoffe ich zumindest. aber ob ich mittlerweile angekommen bin?
die berliner winter sind hart, wurde ich vorgewarnt. das war mir bekannt. zum ersten mal in berlin, irgendwann in den frühen 80ern, in westberlin also, war es ebenso. februar, berlinalezeit, ich erwähnte es bereits. dennoch reicht es mir jetzt, mit dem winter, meine ich. nur noch sechs tage gebe ich ihm, und dann hat sich das. gefälligst.
es könnte manches besser sein, für mich, hier. aber es hätte auch wesentlich schlimmer kommen können. im grunde läuft es doch ganz gut, hat eine freundin mir neulich gesagt. gleich mehrfach, damit ich es nicht gleich wieder vergesse. mitunter passen die dinge prima zusammen, ohne daß ich viel dazu tun müßte. das ’neue buch‘, vor allem anderen, würde es nicht geben, wenn ich in wtal geblieben wäre. und das ist das wichtigste. das ist ein ansatz, der auf dem richtigen punkt gründet. von hier aus, und nichts anderes. so war es doch gedacht, von anfang an.
von zeit zu zeit vergesse ich das.
doch mit dem frühling kommt auch das leben, da bin ich sicher. bald geht es wieder nach draußen, da ist die welt, hab ich mir sagen lassen. naja, immerhin ist da berlin. immer noch. und ich muß hier noch einiges lernen und finden vor allem.
eigenartig, die weitverbreitete kieztreue, gepaart mit zeitgleichen, vielfältig propagierten umgebungsgehäßigkeiten. eigenartig, so dachte ich zumindest zunächst. wenn ich es aber genauer überlege… auch der barmer hat wenig mit einem elberfelder gemein. von einem ronsdorfer ganz zu schweigen. obwohl es da doch irgendwie auch (hauptstädtische) unterschiede gibt. das muß sich alles noch zeigen. und finden. und so weiter.
für ostern hat sich übrigens der erste besuch aus der alten heimat angekündigt. aus der ganz alten heimat, wenn ichs recht überlege. aus essen.

wip – nach getaner arbeit

räume reißen auf, arbeitsräume und aufgaben, die erledigt sein wollen, endlich. geld verdienen vor allem, bewerbungen aktivieren und übersetzungen an land zeihen. ein radikaler bruch, von tief innen nach außen gestülpt. derzeit habe ich eine art kater. ich will nicht ich will weiter imer weiter. so leben. aber es hilft ja nicht. es muß ja sein. es wäre auch keine besonders gute idee, den text jetzt schon wieder anzugehen, die vielleicht letzte hand anlegen. ganz und gar nicht. das braucht jetzt zeit. von daher ist es keine schlechte sache, jetzt all das zeug zu erledigen, das warten mußte. während ich in meinen schreibwinter verkrochen war, winterschlafartig. nur daß ich wach war, meistens jedenfalls. hellwach und angespannt. jetzt kommen andere zeiten, der frühling, doch die arbeit hört nicht auf. warum auch?
es ist nur so, daß sich das schreibhirn sofort aktiviert, seine uralten rechte anmeldet, eine ordnungsgemäße zeitspanne. immer und immer wieder. nie ist es anders gewesen. schreiben ist krieg, zwischen zeit und geld.

credo

hiermit erkläre ich den frühling für eröffnet und verfüge in dem zusammenhang, daß es allerhöchstens noch 10 tage zu dauern hat, bis alle anderen das auch so sehen.

wip – finis

es dauert ganz schön, bis der alte tintenstrahler die 161 seiten ausgedruckt hat.
wobei der packen wiederum arbeitsmaterial ist, zur durchsicht bereit. ein packen immerhin, den ich überall mit mir herumschleppen kann. für eine weile also werde ich nicht an den pc gebunden sein.

dresden

da war ich nämlich heute mal, zur abwechslung. das wetter war allerdings ziemlich anders. zwar auch recht naß, vor allem aber wesentlich kälter.

alter hut

es ist ja schon seltsam, wieviele magazine und nachrichtensendungen sich neuerdings eifrig mit klingeltönen und der damit zusammenhängenden abowerbung befassen.

wip – zugegeben

ich bin bis hinten durch, durch den text, gebe aber zu, daß ich die letzte szene noch einmal durchsehen muß. definitiv. das ende ist wichtig, und heute geht einfach nichts mehr. vor allem ist abstand gefragt, und den nehm ich mir jetzt einfach.
ganz am rande immer wieder diese gedanken, beinah zwingend, einmal etwas zu schreiben und dann, gleich nachdem es endlich fertig ist, sofort zu vernichten. alle dateien löschen, alle ausdrucke verbrennen. nichts soll bleiben. der weg ist das ziel, oder irgendein ähnlicher blödsinn. trotzdem, vermutlich muß ich das einmal machen. irgendwann. vielleicht mit MEMORY? acht jahre arbeit? einfach zum teufel schießen? – aber den text haben zuviele irgendwo als ausdruck. da komme ich nicht mehr heran. zum glück. ;-)

rhizom (2)

„Die Literatur ist eine Verkettung, sie hat nichts mit Ideologie zu tun, es gibt keine und gab nie Ideologie.“
Gilles Deleuze, Félix Guattari: Rhizom

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