kann mir dabei wirklich keineR helfen?
engl
ins leere
schreib darüber, sagt eine freundin, eine schöne geschichte. das ist mein beruf, ich weiß. aber es ist so eine sache mit den derart lebensnahen geschichten. abgesehen davon, daß sie nicht schön sind, macht man sich damit keine freunde. und selbst wenn man es schafft, die klaren linien und züge genügend zu kaschieren, daß es unverfänglich erscheint, ohne jedoch dabei den gehalt zu verramschen – eine gradwanderung, reinster hochleistungssport – selbst dann ist es wie ins leere zu lieben. schlimmer noch, denn letzteres würde lediglich simples und klares scheitern beinhalten. schreiben aber will gelingen und erfolg, in welcher form auch immer. auch öffentlichkeit, ganz ohne frage. doch das schweigen zu brechen bedeutet gewalt. ich weiß.
andererseits, realistisch betrachtet, was kann ich sonst tun?
(außer nach buddhistischen zentren in berlin suchen. auch eine art von nichts.)
silentium
keine konzentration heute, auf rein gar nichts. stundenlang glotze ich in bildschirme, tv und internet, obwohl da nicht gerade viel los ist. mechanisch erledige ich dieses und jenes zwischendurch, waschen, spülen, zeitunglesen. ohne daß irgend etwas davon einen sinn ergeben würde. keine ordnung, nur chaos. überall hier. auch innen ist nichts, oder aber ich sehe nicht hin. besser nicht, nach der invasion der letzten tage. ungelöst bis jetzt. bis wann? wieder einmal liegt alles bei mir, und der rest schweigt. dieses anschweigen, immer wieder. daß mir menschen einfach verschwinden, trotz aller bemühungen, anfragen und bitten. ich weiß einfach nicht warum. aber ich bin diese ewigen wiederholungen so satt.
morgen also arbeiten. was hilft es, zu warten. worauf auch immer.
wip – die liebe
gerade vier tage ist es her, daß der text ‚abgeschlossen‘ ist. ganz verschwunden war er, besonders in den letzten tagen, die von einer anderen art liebe in beschlag genommen waren. ab montag geht es schon an die anstehende überarbeitung, das ist mir gerade klar geworden. so mag die liebe, die mir in die wohnung gewirbelt ist und ein schlachtfeld hinterlassen hat, ihren einfluß haben auf die liebe im text. sowieso liegt da der einzige sinn, hier überhaupt nur ein wort darüber zu verlieren. jedes erleben, besonders solch intensiver art, findet sich im text wieder, irgendwann. nur deshalb bin ich hier, rudimentär und fragmentarisch, aber ohne rücksicht auf höchstpersönliche peinlichkeiten. anders geht es nicht.