am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

latein

sehr müde, sehr traurig, heute, irgendwie am ende mit allem. sonst noch was? ach, ja: winter is coming!

hilflos

was ist das nur, dass ich hier für mich, wie ich bin, mir immer wieder interpretationen meines lebens in form von hilfsangeboten vom leib halten muss. andererseits aber, wenn ich sehr konkret um hilfe bitte, dafür auch zu zahlen gewillt bin, mitunter, ganz selbstverständlich, dann lässt man mich warten. ich bekomme keine antwort, über jahre mitunter, nur freundlichen zuspruch, gelegentliche beschwichtigungen. leere versprechungen; wie sich dann mächtig druck aufbaut, von tief in mir, der mich irgendwann zwangsläufig platzen lässt. literally!

heute zum beispiel, rückblickend auf das blogbaudesaster der letzten vier bis fünf jahre. so gut wie nichts ist getan, im gegenteil, immer wieder fängt es von vorn an. oder eben nicht. wie ich mich schäme dafür, wenn ich dann auseinanderfliege. und überhaupt, dass ich andere fragen muss, und immer die, ausgerechnet, die mich nicht hören, nicht verstehen. was ist das bloß?

das macht mich derart ratlos.

der boden neben meinem bett löst sich auf, das holz splittert und bricht, am ende kann ich hindurchsehen. ich weiß nicht, was ich tun soll. eigentlich will ich es so lassen, soll passieren, was passieren muss. aber jemand ruft um hilfe, die feuerwehr vielleicht oder andere fachleute. die sperren mein schlafzimmer ab, indem sie eine plexiglasplatte in die tür schrauben. dahinter sind meine sachen, mein leben, meine nacht.

das geht nicht. es dauert nicht lang, und ich öffne die tür wieder. gäste kommen und flicken den kaputten boden mit kleinen brettern. das ist nicht schön, aber es funktioniert. ich kann wieder schlafen. dann wache ich auf und sehe, dass die wände weg sind. nicht alle, aber viele, mitsamt der türen. alles ist größer und weiter. es ist verwirrend, aber ist gut.

dann wache ich auf und weiß: ich habe arbeit.

existent

das ding ist ja, dass ich, wenn ich zu arbeiten beginne, was auch immer, muss gar nicht schreiben sein, dann vergesse ich augenblicklich meine elende existenz. normalerweise.

#insight

endlos gerödelt heute, aber kaum gearbeitet. zwischen allem habe ich nichts mehr im sinn, rein gar nichts. die welt, wie sie mir war, ist nicht mehr. auch wenn alles schon fast wieder ist wie immer. es sieht nur so aus. es kommt nicht wieder.

ich muss alles neu oder anders. oder eben nicht. lernen. das ist schmerzhaft, ich bin zu alt.

also ich muss nichts, ich muss nur arbeiten. schreiben! auch das ist schmerzhaft. aber ohne das sehe ich nichts mehr vor mir, wie früher. keine zeit, keine welt. kein sein.

das ist /wieder/ aus mir geworden.

movimiento

so sieht es aus mit mir, wenn es mich quält, bis ins innerste. sinnfrei und absurd, nicht zu vermitteln. selten nur lebe ich das aus, setze es frei, noch dazu ins netz. so also sieht es aus.

es kostet mich, das steht fest. es bringt die dinge in bewegung, menschen und illusionen. das ist gut, denke ich. den preis zahle ich gern.

was für ein eigenartiges wochenende. vieles im wechsel, neues und altes und überraschendes. viel arbeit auch, aber kaum schreiben. dabei geht es jetzt wieder ans schreiben, eigentlich. ich würde hier davon erzählen wollen, wie immer. dafür war dieses blog ja auch ursprünglich gedacht, vor inzwischen fast 20 jahren. als schreibprotokoll. für diesmal bin ich aber nicht dazu gekommen, wieder nicht.

allerdings habe ich tatsächlich gleich heute morgen mein twitter aufgeräumt. viel unhöflichkeit und dummes geschwätz entfernt, leichen auch, seit jahren tote accouts, und all die, die doch nur wackelbilder (gifs) und videos posten, die ich dann immer wieder stillstellen muss. facebook ebenso, aber das ist komplexer. da ist ein anfang gemacht, doch das geht wohl noch ein bisschen.

so gesehen schon irgendwie ein gutes wochenende, passend zumindest. jetzt bin ich erschöpft und traurig, so viel geht verloren in dieser zeit. das wichtige vor allem, in all dem driss. das tut weh, im nacken, in den kiefergelenken und hinter den augen. es sticht im rücken, das linke ohr pfeift. es reicht!

twitter ist nicht die welt

mein twitter ist zu einem elenden stück netz geworden. wo früher begegnung war, sprachspiel und dichtung* fast, herrscht heute einzig gegenseitige meinung und nachfolgend verachtung. auch bei denen, die auf der richtigen seite stehen. der ton isg gekippt, beinah überall. keine welt mehr, kein leben. kein lesen zwischen den zeilen, keine überraschungen.

ich ertrage das nur schwer. die verachtung vor allem und diese lange schon um sich greifende besserwisserei. in zeiten, in denen niemand etwas weiß. das ist widerlich!

doch ich will nicht eingreifen, weder mich erklären, noch anderen irgend etwas. was weiß denn ich?! dennoch muss jetzt etwas geschehen.

es wird wohl auf großflächige entfolgungen hinauslaufen. so etwas wie einen neustart vielleicht. oder ich lösche alles und alle, lese dann selbst nichts mehr. was natürlich nicht sinn der sache ist. dann kann ich es auch gleich ganz lassen. soll ich es lassen? (ich frage mich!)

vielleicht soll ich es einfach sein lassen!

* ich erinnere mich an twitterlesungen, zum beispiel.

gute nacht, freunde

was sagt das über mich, dass ich mir nicht mehr vorstellen kann, jemals 36 gewesen zu sein. zweimal 18. oder auch nur 42, das jahr, in dem ich mich entschloss, nach berlin zu gehen. ausrechnen kann ich das, aber erinnern?

und was sagt es über mich, dass ich mich an form und prägung meiner kindheit erinnere, sofort, wenn nur das richtig lied gespielt wird. nachts im fernsehen vielleicht, in einer dieser shows, in denen die hits aus bestimmten jahrzehnten aneinandergereiht werden.

aber das ist der plan, denke ich. oder der sinn, keine ahnung. das ist es, was sich noch regt in mir.

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