plötzliche hektik. einlaß calexico schon um sechs. columbiahalle. ist aber nicht weit.
alle tage
heute in einer kneipe gesessen – oberbaumeck – und durch das fenster auf die u-bahn gesehen, die an dieser stelle eigentlich eine hochbahn ist. dabei jedesmal gedacht: schwebebahn.
wichtiger hinweis
auch wenn es mir bei dem eingedeutschten spruch „freiheit statt angst“ ähnlich wie claudia geht, die in ihrem heutigen momag-beitrag auch auf diese ausführliche diskussion hinweist. andererseits ist es aber möglicherweise nur eine etwas unglückliche übersetzung. (oder war das umgekehrt?)
egal. wichtiger sind ohnehin weitergehende informationen.
diese dinger sind nun also eingebaut. mit dem vorläufigen ergebnis, daß jeder einzelne heizkörper jetzt entweder wie ein wasserhahn rauscht oder in verschiedenen, nicht näher festzulegenden positionen hochfrequentig pfeift. ob die heizung notfalls auch nachts noch wärme liefert, habe ich bislang noch nicht ausgetestet. das wäre dann wohl die krönung. mit handschuhen und wollmütze am pc sitzen zu müssen.
mitunter vernichtet es einem ja die wenigen tage, die tatsächlich frei wären für echte arbeit. schreibarbeit. auf die eine oder andere art, das ist egal. die ärgerlichste ist erschöpfung oder krankheit. die übelste, keine internetverbindung zu haben. heute schlägt alles auf einmal zu. der tag ist, kaum daß er angefangen hat, schon in winzig kleine stücke zerschlagen. so geht gar nichts.
das fahrrad ist auch platt. aber gut, das ist zu bewältigen. und das netz geht wieder, wie man sieht.
ich muß mich wieder einmal wundern. über mich. hatte ich im hauptstadtblog nicht neulich erst bekundet, daß ich dünne bücher mag? so 100 bis 150 seiten? das reiche doch für einen roman, für ein zeitgemäßes format. hatte ich das nicht behauptet.
und was mache ich dann? fange nach dem einen 400 seiten schmöker gleich den nächsten wälzer an.
naja, es lag halt da gleich neben dem bett. ein griff, und es war (um mich) geschehen. aber so war das ja schon immer, mit mir und den büchern.
also
gegen mittag auf einmal latente hektik auf der baustelle vor meinem schlafzimmerfenster. plötzlich sind mehr als drei arbeiter gleichzeitig zu sehen. diese laufen auch hurtig noch hin und her, statt, wie sonst mitunter, mal ein paar minuten untätig im bagger zu sitzen, ein anderes mal still am sandhaufen zu stehen und zu rauchen. offensichtlich ist die bauleitung anwesend.
einer der männer ist ganz besonders aktiv. neben ihm eine kleine frau mit langen haaren und einem packen papier in den händen. sie zeigt und winkt in alle richtungen. er nickt, er ruft, er läuft voraus und kommt wieder zurück. er ist zuständig, ohne zweifel. sie gibt die richtung vor.
die bauleitung ist also weiblich. offensichtlich.

