am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

gegenwart

manchmal werden die nächte dünn, so dünn, und verlorene erinnerungen treten hervor unter der alltagsdecke der verschwiegenheiten. geruch und geschmack vor allem, diese uralten anker, älter als man selbst. fast. was sich darunter verbergen kann, all die geschichten und träume.  fast vergessen. bis zu dem moment, in dem alles schlagartig wieder gegenwärtig ist.

MEMORY. wie viele schichten gibt es noch?

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wein war der erste alkohol, den ich trinken durfte. damals, als kind, bei einer weinprobe an der mosel. da gab es ein kleines süßes glas, auch für mich. ein paar schluck nur, mehr nicht. keine ahnung, ob ich davon betrunken war, wenigstens ein bißchen. keine ahnung auch, wie alt ich gewesen bin. vielleicht zwölf oder dreizehn? möglicherweise aber auch erst neun. was ich erinnere, ist der geschmack. fruchtiges helles gold mit einem bösen nachgeschmack. eigentlich mochte ich es nicht.

heute ist das anders. die flasche stammt aus südafrika, sagt das etikett. schmeckt aber wie damals, das kleine moselgläschen. muß ein guter gewesen sein, den mein opa für mich ausgesucht hat.

wintermüde

die hälfte des monats ist vorbei, und damit der fremdarbeitsintensive teil. ab jetzt wird es entspannter, wenn auch nicht leichter, vermutlich. der schwung zurück in die freie schreibarbeit steht an, und das wird auch höchste zeit. i’ll do my very best, zweifle aber an mir. vorsichtshalber.

so schön es auch heute war, ich bin wintermüde. ich lese nicht, gehe nicht zum training, denke auch nichts. wenn ich nicht unbedingt muß. das reicht zwar, notdürftig, so für den hausgebrauch. aber zufrieden macht es auf dauer nicht, fürchte ich. ganz im gegenteil.

time out

wenig geschrieben an diesem wochenende, genaugenommen kein wort. zumindest nicht am roman. dafür viel gelesen, über wien vor allem. außerdem ein wiener schnitzel gegessen, beim louis am richardplatz. ob das weiterhilft? zumindest war es nicht schlecht. später dann noch gebügelt. ;-)

den ganzen tag so zwischen müdigkeit und beinahmigräne, schwanken und schreiben. so richtig macht das keinen spaß. interessiert aber nicht. weiter im text.

gestern einen wischmopp gekauft und heute schon benutzt. das ist beinah tragisch. zumal ich ihn irgendwie mag, den mopp.

hab mir heute lederschuhe gekauft. wollte einfach mal was anderes als immer nur turnschuhe tragen, sambas und chucks. oder diese wandertreter. außerdem bleibe ich zuversichtlich. es handelt sich um helle frühlingsschuhe mit ganz dünnen sohlen.

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