am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

sonne!

der komische, lange stengel auf meinem balkon hat sich nun doch noch entschlossen, eine blume zu sein. eine echte, wenn auch recht kleine sonnenblume. sanft schaukelt sie im herbstwind. sieht richtig fröhlich aus dabei.

nun wäre es eine idee, draußen zu sitzen, ein letztes mal in diesem jahr. es ist wirklich wunderbar warm in meiner geschützten sitzecke. leider ist es wegen der bauarbeiten, derzeit werden dicke rohre geflext, ziemlich laut. und es riecht nach heißem metall.

man kann eben nicht immer alles haben. man kann überhaupt nie irgendwas haben. hat meine mutter schon immer gesagt. stimmts!?

die kleine sonnenblume schüttelt den kopf. ziemlich heftig.

schreib was schönes, sagt die geliebte, bevor sie nach hause fährt. ich versuchs. (aber nicht hier.)

bagger

da verläßt man sich einmal auf die bauarbeiten direkt vorm schlafzimmerfenster und stellt vertrauensvoll den wecker aus. ist ja ohnehin genug lärm, den lieben langen tag, von früh bis spät. und was dann? da hämmern die heute nur morgen ein bißchen. nicht so wie gestern, als der bagger noch vor acht in dauerbetrieb war:

aber schick, so ein baggernder bagger. einen moment lang konnte ich verstehen, warum mein kleiner bruder als kind so grenzenlos begeistert war. haben was saurierartiges, die dinger.

back to the roots

in letzter zeit schalte ich den rechner meistens noch vor mitternacht aus. um zu lesen. ich meine so richtig, mit papier und seiten umblättern. ein buch. das ist schön. sonst habe ich ja oft nur noch gejammert, daß ich nicht dazu komme. vor lauter internet. damit ist jetzt erstmal schluß.

müde und leicht betrunken. gut gegessen und bestens unterhalten. richtig zufrieden also.

mitternacht, feierabend. ich weiß wirklich nicht, warum sich in letzter zeit immerzu eines ans andere reiht, ohne ein kleines bißchen platz für den eigentlichen teil der arbeit. dem denken, dem suchen, dem schreiben. ich weiß nur eines, das ist nicht gut, überhaupt nicht. das muß sich wieder ändern. bald.

so verdammt lange tage derzeit. aber wirklich jetzt. wo diese doch eigentlich längst angefangen haben, kürzer zu werden.

kleine pause. leichte fingerübungen. ich bin so müde.

ganz ohne arbeiten geht es nicht, das ist klar. wo kommen wir da hin, einfach mal so gezielt nichts zu tun. so geht das einfach nicht. hab also gestern doch noch alles gut durchsortiert. so muß das sein. damit es dann heute und morgen und übermorgen und am montag usw. flott weitergehen kann.

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