am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

totes land (35)

alles dreht und ändert sich, alles ist in bewegung. das ist gut, scheint es mir. sehr gut sogar. keine frage, es ist höchste zeit. ein halbes jahr liegt das ding jetzt schon rum, ohne daß ich daran etwas getan hätte.
dennoch tut sich etwas, und nicht erst jetzt. das war sicherlich die ganze zeit so, auch ohne mein aktives zutun. so ist es doch immer, auch wenn selbst ich e smitunter vergesse.
also: der (recht dürftige, so muß ich wohl sagen) kern der anfang des jahres zunächst ins stocken geratene und später ganz liegengeblieben story wird bleiben, so in etwa zumindest. dazu kommt die ’sache mit den kindern‘, von der ich noch nicht ganz genau weiß, was das sein wird, letztendlich. doch sie wird sich entwickeln und gestalten, wie auch immer.
genauer: das will alles noch ausgearbeitet werden, von grund auf. das will sich suchen und finden, und das wird es auch tun, ohne jeden zweifel. darüber hinaus gibt es erste ansätze zum strukturellen aufbau. orte und zeiten, personen und handlungen tanzen ihre tänze, versuchsweise.
zusammengenommen: ein sehr guter zustand. viel freude.
(vielleicht gleich noch den bestehenden text sichten, bekritzeln und zerhacken.)

totes land (34)

heute (beruflich) mit einer frau geredet, die von der todesangst traumatisierter kinder sprach. und zwar in einem ganz alltäglichen kontext, ohne großen verbrechenshintergrund. seltsam, wie arbeit und leben mitunter miteinander verschmelzen. und schreiben natürlich. es arbeitet in mir, aber ich komme zu nix, derzeit. nicht mal zu den notwendigsten notizen.

ich arbeite mal wieder gar nicht, derzeit. dazu bleibt überhaupt kein platz. ein zustand, den man lohnschreiberei nennt. lohnt sich aber kaum. :-(

totes land (33)

der neulich bereits erwähnte fall madeleine und andere, ähnlich geartete geschehnisse in der vergangenheit beginnen tatsächlich, sich in die grundidee einzuflechen. mehr noch, eine struktur bildet sich heraus. etwas, das der story zu einem äußeren halt verhelfen könnte. was übrigens dringend vonnöten ist, muß ich dazu sagen. das ist ein ding, ganz sicher, an dem es bislang gehakt hat. (von zeitmangel und anderen ablenkungen ganz abgesehen. ;-)
daß die einflechtung dieser idee nun eine menge struktuelle arbeit bedeutet, umstellungen, neukonstellationen und so weiter, ist dabei vollkommen nebensächlich. um wieder hineinzufinden, muß ich ohnehin das bisher geschriebene vollkommen neu erfassen. das geht sowieso nicht anders, ist einfach zu lang her. warum also nicht auch noch alles grundlegend umdenken?

literarisierung II

jene frage, die gerade an der blogbar verhandelt wird, zielt ja – platt ausgedrückt – auf das thema wahrheit. also, schreibe ich die wahrheit ins netz? oder verfälsche ich die gegebenheiten, um des lieben friedens willen? (auch wieder platt ausgedrückt.) mit literarisierung hat das allerdings wenig zu tun, denke ich.
literarisiert ist alles, was geschrieben steht, und das nicht nur wegen der verschriftlichung. in jedem fall hat doch eine gestaltung stattgefunden, ob es dabei nun um die wahrheit geht oder nicht. ohnehin hat authentizität oft recht wenig mit wahrheit zu tun, viel eher mit wahrhaftigkeit. sprache dient dabei beiden herrn, ist also ebenso wahrheitsliebend wie auch ein ding der lüge. je nachdem.
so gesehen ist hier natürlich nichts wahr. andererseits ist aber auch nichts wirklich gelogen. die grenzen sind fließend, von hier rüber zu den bones, die ja erklärtermaßen fiktiv sind. ganz ehrlich geht es aber gerade da manchmal persönlicher zu, als es zunächst den anschein haben mag. was zu behaupten natürlich ebenfalls ein literarischer trick ist. ;-)

zeit

der fall madeleine, in seiner ganzen unklarheit, die neuesten entwicklungen, die da gerade offensichtlich werden. gar nicht so fremd, wie es mir scheint. gar nicht so abwegig oder gar krank, wie gern behauptet wird. eher im gegenteil.
und das alles erinnert mich, auf ziemlich direkte weise, weil etwas ähnliche bereits im text vorkommt, daran, endlich weiterzuschreiben. oder zumindest weiterzudenken, mit dem toten land. sehen, was daraus wird. ob es überhaupt noch etwas wird. oder ob es stirbt, irgendwann, doch genau an dieser stelle.

schnell mal was über die raf schreiben. (eigentlich wollte ich mich ja drücken, war keine gute zeit, damals, für mich. aber.)

nachtrag: ’schnell mal eben‘ ist natürlich ironisch gemeint. muß ich nicht extra sagen, oder?

auf dem weg nach friedrichshain, heute am frühen nachmittag, mit dem rad am ostkreuz vorbei, gedacht, daß man ja nicht schreiben muß. daß man es einfach sein lassen könnte, vergessen. vielleicht. sicher reicht es auch so, irgendwie.
nicht zum ersten mal habe ich das gedacht, und das nicht erst in letzter zeit. andererseits: ich bin nicht man. ich kann das ganz sicher nicht.

nächtliche neustartversuche in sachen literatur. blättern, lesen, denken, umdenken, suchen, versuchen, verwerfen, verwirren. soll heißen arbeiten, besser noch schreiben. das, was davor liegt, ist auch nicht zu verachten.

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