zurück zu meiner mörderin. (gutnacht)
draußen ist vollmond. drinnen auch, es widdert, wenn ich das recht verstehe. ich schlafe nicht, ich wüte in mir herum, fresse den kühlschrank leer und kann nicht von dem text lassen, den ich gestern mit der gruppe besprochen habe. dieses abenteuer, wenn sich alles anfängt zu bewegen und zu drehen, egal wo man den finger hinlegt und zu denken beginnt. das ist leben, wie ich es will, inmitten des eigenen vermögens. (statt des ewigen lamentos bezüglich des eigenen unvermögens.)
bald, im grunde jetzt, sofort, muß aber mal gut sein mit diesem einen text, knapp sieben seiten. ich nenne ihn fertig, punkt. denn es gibt ja noch einen anderen, schon gut gewachsenen, der liegt und wartet. der muß jetzt zurück ins hirn, so unangenehm es ist. so sehr ich ihn verachte, in seiner jetzigen form. (alles restlichen termine fürs wochenende sind gecancelt. definitiv.)
sehr müde, aber gut müde. viel über texte geredet heute abend, stundenlang. über gute texte und über die arbeit daran. gute arbeit.
dabei nahezu durchgehend immer wieder die erkenntnis, wie unterschiedlich die herangehens- und erzählweisen doch sein können. und wie sehr man sich dennoch verstehen und verständigen kann.
panzer brechen
heute den letzten physiotermin gehabt, fürs erste zumindest. selbst die eigentlich recht geringe zuzahlung für weitere anwendungen kann ich derzeit nicht aufbringen. vielleicht nächsten monat wieder oder im dezember, mal sehen. dabei hat sich dieses experiment ganz eigenartig entwickelt. deutlich weniger kopfschmerzen, stattdessen immer mehr rücken, selbst beim atmen, zug um zug mitunter. zufrieden bin ich damit nicht, aber auch nicht unzufrieden. der panzer regt sich, dahinter scheint noch leben, mitten im toten land.
besonders bemerkenswert auch, wie sich in der fangoentspannung der raum zwischen bewußt und unbewußt langsam aber sicher weitet. wie zuletzt als kind, da aber zu jeder zeit und wie von selbst, schaue ich in den sich öffnenden spalt hinein, sehe überrascht die bilder, blitzlichtartig, die ich nicht mache, nicht suche, nur finde.
wissen, es ist so viel noch zu begreifen.
lazy sunday afternoon
erst spät ins bett, besser gesagt früh, sehr früh, tango bis zum schluß, und dann nicht gleich einschlafen können. stattdessen schokolade essen und etwas im facebookprofil korrigieren. träumen von türen und fenstern aus papier. schlafen. nach dem späten, wirklich späten aufwachen noch lange liegen bleiben und in den baum sehen, dessen blätter so gelb geworden sind in den letzten tagen. sonne auch, ja. müsli, kaffee und ein obst, wie jeden morgen, nur diesmal am nachmittag. letzte handgriffe in der fast aufgeräumten kammer, anschließend ein heißes bad, die wäsche zusammenlegen und bügeln. im facebook sehen, daß menschen es mögen, daß ich nun „bei Autorin“ arbeite, also bei mir selbst, für mich selbst und das seit 1975. salat essen, die ausgerissenen taschen an zwei jacken nähen, per hand, wie das dauert, und dabei gin trinken.
eine mail, sonst nichts. geschrieben. aber hier jetzt.
gestern nacht, so gegen zwölf, erstmals im leben so etwas wie türsteherqualitäten bewiesen und zwei, nunja, jungs halt, die beim queertango ein wenig herumrotzen wollten, mit ein paar worten, klaren sätzen und abgezirkelten vorgaben, rückwärts wieder hinausbugsiert. (rubriziert unter: 50+ ist lustig.)
