am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

neuköllner proleten

lesung in der buchkönigin, das hatte ich ja im HSB angekündigt. sehr interessanter überblick eines historikers, der mich in nicht wenigen punkten ans ruhrgebiet erinnert hat. also meine eigentliche heimat, so muß ich wohl sagen. proletengegenden, das ist gut. da gehöre ich hin.

die anschließende diskussion wurde dann leider von einem lokalhistorischen besserwissser – jetzt rede ich! – übernommen, sodaß ich frühzeitig flüchten musste und das buch selbst gar nicht mehr ansehen konnte. schade.

sein

nach meiner benamung, nach all den fremdbezeichnungen und vergleichen mit tieren oder dreck, nach den kategorien, in die man als erwachsene gesteckt wird: auszubildende, motorradlesbe, studentin, deutsche, bürohilfe, autorin, geliebte, gehaßte, junge frau, junger mann. die da, der da, das da. nach all dem hatte ich heute morgen zum ersten mal das gefühl, ein mensch zu sein. vielleicht einfach nur das.

sollte im alter erlaubt sein.

dieses sein. da war so ein sein hinter allem. heute.

ein toter hund schleift mich im nacken durch die straßen. als wäre ich seine beute. aufwachen geht nicht.

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