sweet honey on the rock singing „sylvie“ in sydney in 1990, i like the bass best.
arbeitsglück
so ist doch jeder tag ein anderer, gerade im frühjahr. gestern noch schwer arbeitsgefrustet, sammel ich heute die ideen aus allen höhen und tiefen, ecken und enden zusammen. sie fliegen mir quasi zu, wie von allein, und füge sie auch noch glücklich zusammen. alles paßt, alles läuft, irgendwie gut.
eigentlich ist es ja auch recht einfach, man muß nur anfangen. das ist der trick, darauf kommt es an. und die richtigen bücher versteht sich, die muß man zur hand haben. und sie auch zur hand nehmen natürlich. bücher können so hilfreich sein. ich liebe bücher. (okay, die richtigen websites tun es mitunter auch, da will ich mal nicht so sein.)
kleine randbemerkungen in den wochenblättern (98)
… Behinderte, das sind Menschen, denen selbst ein FDP-Politiker weder Faulheit noch Dekadenz unterstellen können wird – Behinderten also werden die Leistungen gestrichen, … (quelle: der freitag)
growing old
keine ahnung, ob mich dieses plötzlich warme wetter so müde macht, so wattig im hirn, so grundlegend unfähig. oder ob ich das einfach bin, ab sofort. ob das die 50 ist, die abgründig auf mich zurast, so scheint es mir zumindest. dabei ist das völlig übertrieben, das dauert noch etliche monde. aber die wechseljahre, davon ist kaum noch zu schwiegen. hormone sind ein mächtig ding.
nach dem kiesern, eben, habe ich mir die dicke blaue ader auf meinem linken schienbein angesehen und sie gefragt, ob sie etwa eine krampfader werden will. eine antwort habe ich nicht bekommen, statt dessen hat sie sich schleunigst zurückgezogen. schwein gehabt. aber wenn ich in den spiegel sehe, am morgen zum beispiel, betrachte ich das tiefdunkleland unter meinen augen. jedesmal. das war schon immer so, das ist nichts neues. aber das wird noch häßlich werden, sehr häßlich, sehr bald. das wird sich nicht vermeiden lassen.
was sind dagegen ein paar weiße haare?
[war das jetzt etwa ein frauenthema? – nein! das war wieder nur ich.]
worte an sich
ich bin ja der meinung, daß ein grundgedanke des bloggens dem des schenkens nicht unähnlich ist. was natürlich keinesfalls bedeutet, daß bloggerInnen einfach so beklaut werden dürften. nein! aber gelesen natürlich, jederzeit. und das ganz frei und unverstellt.
fremde welten treffen aufeinander. sonne und dreck, licht und lärm. so ist berlin. gestern habe ich etwas getan, was mir nur noch selten gelingt. ich bin in einem buch verschwunden, stundenlang, wie als kind. bis der kopf in watte weich gar nichts mehr wußte von dieser welt. heute dann quer durch die liste gejagt und etliches erledigt. darunter gleich drei an- und ausstehende blogartikel, geschenke also. und eben noch schnell rechnungen geschrieben. jetzt die pflanzen wässern, das wär noch gut.
wie das leben weitergeht
Was wissen wir in Deutschland noch von jüdischem Leben, von jüdischer Kultur, die hier vor ein paar Jahrzehnten so gnadenlos, so nachhaltig vernichtet wurde? Was wissen wir von dem Davor? Und vor allem, was wissen wir von dem, was danach kam? Überleben hört nicht auf am Tag der Befreiung. Überleben zieht sich durch die Jahre, durch die Leben, es greift durch die Generationen hindurch.