wie der tag war? ich weiß nicht recht. mit kopfschmerzen fing er an, mit paracetamol. dann kam die arbeit. nicht viel heute, zum glück. einkaufen: milch, brot und salat. auf dem weg dahin eine verhaftung gesehen, drei streifenwagen und ein wütender, brüllender delinquent. ich bin weitergegangen, durch die schauende menge hindurch. kinder, erwachsene und hunde. neukölln halt. schließlich kam auch noch ein krankenwagen. eis essen und baden. half aber alles nichts. der tag war verloren, irgendwie, von anfang an. und kein wort geschrieben, kein freies.
berliner bürgeramtsbesuch
heute das bürgeramtsüberlaufungsdilemma auf ganz eigene art gelöst. zur öffnungszeit eine nummer gezogen, dann eine halbe stunde einkaufen gewesen, kurz zurückgekommen und die anzeigetafel gecheckt. anschließend hochgerechnet. 30 bediente kunden in 30 minuten machen zirka 60 in der stunde, also knapp zwei stunden zeit. zu hause ein paar mails erledigt, die wäsche abgenommen und ein brötchen gegessen. exakt 15 nummern vor meiner wieder in dem etablissement aufgeschlagen, nur 7 minuten gewartet und schon rein in die gute stube. zwei passbilder für perso und das neue (rosa?) europafläppchen auf den tisch gelegt, zur hauseigenen kasse rübergelatscht und tatsächlich exakt in dem moment wieder zurück und mit allem durch gewesen, als der gesamtberliner verwaltungcomputer abgestützt ist. zu allerletzt noch ein fröhliches: tschüssi! was will man mehr?
frei
den ganzen tag so müde. ob das an der sonne? der fehlenden sonne natürlich. doch der regen, das war gut. immer war er um mich herum, aber nie genau da, wo ich war. weder auf dem motorrad, noch auf dem rad am abend, auf dem weg zum hsb-treffen. wo kein mann, kein einziger, nur frauen anwesend waren. feiglinge. trauen sich wohl nicht nach neukölln.
müde bin ich immer noch, so müde. ob sich das jemals wieder ändert?
liebe ist…
drüben im modersohn-magazin.
wums, die grünen
okay, das soll also wirtschaft, umwelt, menschlich und sozial heißen. so habe ich es zumindest gerade nachgelesen. aber, du meine güte, peinlich ist das schon, dieses wums. hätte die fast meine stimme gekostet.
millionäre fordern vermögensabgabe
so steht es in der taz von gestern. interessant daran ist aber nicht nur, daß immerhin 23 reiche sich tatsächlich für eine extra reichensteuer einsetzen. wesentlich interessanter ist die tatsache, daß sie vorschläge machen, vielleicht sogar forderungen stellen, wofür das eingenommene geld verwendet werden soll. für bafög nämlich und mehr hartz iv. das ist löblich und durchaus sinnvoll, keine frage.
so ist das vermutlich, wenn man reich ist, da traut man sich was. oder man bringt sich ein, um es etwas netter zu formulieren. armen an dieser stelle, mit ähnlichen ideen und konzepten, würde entweder sofort neid unterstellt. oder aber, daß sie schlicht und einfach nicht rechnen können.
kann sein, daß deshalb so viel geschwiegen wird. zur zeit und überhaupt.

