am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

luzifer (2)

Der Schriftsteller ist der Teufel, der jede beliebige Gestalt annimmt und dadurch unangreifbar wird.“

Connie Palmen, Luzifer

luzifer (1)

Schreiben ist eine Untergrundaktivität. Menschen erzählen einem Geschichten und wissen nicht, dass man ihre Bemerkungen unterdessen in einer Weise deutet, die sie selbst nie für möglich gehalten hätten.“

Connie Palmen, Luzifer

kismet

arbeitsalltag: beim versuch einer interviewterminierung per email vertippe ich mich, ausgerechnet bei den zahlen. 19 statt 10. prompt erhalte ich die bestätigung, 19 uhr sei prima. okay, ich füge mich dem schicksal. dem soll man ja nicht im weg stehen, hab ich mal gehört.

abflug – eine kleine polemik

über das ende von jörg haider wird ja derzeit so einiges geredet und geschrieben. vieles davon ist nicht gerade freundlich, zumindest aber irgendwie bemüht. was allerdings durchaus verständlich ist. der tagesspiegel zum beispiel textet heute umständlich zum thema sicherheit im auto:

„Dr. Karin Müller, Verkehrspsychologin beim TÜV Rheinland in Berlin … hat in ihren Schulungen zum Punkteabbau häufiger mit einem bestimmten Typ Fahrer zu tun: „Oft in Führungspositionen, großer Wagen, sicherer Wagen: Da gibt es eine bestimmte Neigung, für sich selbst eigene Regeln zu definieren – so nach dem Motto: ,Ich darf das.’“

dabei ist ein solch simpler abgang im öffentlichen straßenverkehr im grunde ziemlich armselig, nahezu alltäglich. selbst wenn man berücksichtigt, daß es natürlich eine rechtskurve war. das ist doch nur ein kleines lyrisches element, weiter nichts. vermutlich nicht einmal beabsichtigt.

man erinnere sich dagegen an jürgen möllemann und seinen brillianten abschied. darüber rätsel ich mitunter heute noch. ist es möglich, daß er vielleicht gedacht haben könnte, er würde den sturz überleben können?

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