am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

mahnmal

so. jetzt besitze ich einen neuen staubsauger. der also nun dasteht, gar nicht weit von meinem schreibtisch, und wartet. ruhig, ohne sich weiter zu äußern. dennoch, irgendwie drückend, dieser zustand. doch ich habe es so gewollt, genau so. das hab ich davon.

it's white!

seit mein haupthaar in originalfarbe erstrahlt, also mit kräftigen weißen batzen durchzogen ist, werde ich immer wieder für blond gehalten. gut, das geschieht vorwiegend in düsteren, zumeist rötlich beleuchteten spelunken, zum glück. dennoch finde ich das einigermaßen erschreckend. nie im leben war ich blond, noch werde ich das jemals sein.

was ist das nur? traut man mir mein alter nicht zu? paßt das weiß nicht zu meinem makellosen, faltenfreien teint? ;-)

it’s white!

seit mein haupthaar in originalfarbe erstrahlt, also mit kräftigen weißen batzen durchzogen ist, werde ich immer wieder für blond gehalten. gut, das geschieht vorwiegend in düsteren, zumeist rötlich beleuchteten spelunken, zum glück. dennoch finde ich das einigermaßen erschreckend. nie im leben war ich blond, noch werde ich das jemals sein.

was ist das nur? traut man mir mein alter nicht zu? paßt das weiß nicht zu meinem makellosen, faltenfreien teint? ;-)

prenzlberger chic

und dahinter ist alles scheiße, oder was? wie auf diesem damenklo, wo es nach pisse stinkt, wie sonst nur bei den herren. aber gut möbliert, der siff, très chique. immerhin.

lesen lernen

was mich inzwischen massiv langweilt, mitunter sogar abstößt, ist die permanente ironisierung, das hilflose ausweichen in mittelmäßige scherzregionen, oft genug auf kosten anderer. zu oft. anders gesagt, das zunichtemachen von standpunkt im netz, insbesondere rund um das schreiben und veröffentlichen. das greift inzwischen unanständig viel raum, diese grundhaltung von desinteresse. allem propagierten hype zum trotz.

gemeint ist damit keinesfalls eine gelungene ironische brechung, die geschickt mehrere schichten freilegt. oder auch der eine oder andere intelligente schachzug, so böse wie hinterhältig, sei er nun sprachlicher oder organisatorischer art. alles das weiß ich durchaus zu schätzen. sehr sogar.

ausreichend material liegt vor, stimmig und präsentabel. auch im netz, sogar bei twitter. das ist gestern ohne zweifel bewiesen worden, wieder einmal. der eine oder die andere haben die show auch gut gemeistert. und der hier, nicht zu vergessen. alles habe ich allerdings nicht verfolgen können, dazu war das ding zu ausufernd gestrickt. mit viel zuvielen ermüdenden durchhängern ausgestattet.

das problem ist also die umsetzung. selbstverständlich ist das vertonen von einkaufzetteln, wie sven k. es lapidar vorschlägt, im grunde gar nicht so abwegig. gute leute rezitieren das telefonbuch, bringen kleinanzeigen zum klingen oder schweigen gar, ohne daß es auch nur eine sekunde langweilig werden würde. was allerdings etwas fundamental anderes ist, als (angetrunkenes) breitquatschen. ohne jedes zeitlimit, aber mit mikro. leider.

[ganz ähnlich bei ronsens, wie ich gerade erst sehe.]

der pisser draußen macht sich nicht die mühe, einen baum zu suchen. er pißt an die hauswand gegenüber. ich kann es hören, bis in den zweiten stock. ich sehe, wie es ihm entgegenläuft, zwischen den schuhen hindurch. der pisser hat die hose noch nicht wieder zu, als er zwischen zwei autos auf die straße geht. genau in meine richtung. dabei grunzt er den rotz hoch und spuckt aus, mehrmals. dann erst greift er nach dem reißverschluß, kriegt ihn aber nur schwer zu fassen. der pisser trägt eine strahlend weiße unterhose.

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