ein paar kleine bruchstücke notiert. nein, besser gleich umgesetzt. ein sehr kurzes kapitel, wenig mehr als eine seite im rohbau, und dann gleich das nächste angefangen. oder vielleicht zwischendurch schon. keine ahnung, was ich davon halten soll. ist ja sonst nicht meine art, so durcheinander zu kritzeln. (fühlt sich an wie kritzeln, obwohl ich doch die tastatur benutzt habe.)
morgen sehen wir weiter.
familiar
die große gewalt wächst aus der kleinen und die kleine aus der großen. das ist ein problem. ein denkproblem, ein fehler fast. mit einfachen fragestellungen, nach einer bestehenden schuld zum beispiel, ist dem nicht beizukommen. auch nicht mit gesetzen, nicht einmal mit einer angemessenen erörterung von ursache und wirkung. letztendlich sind das alles nur erklärungen, hilfskonstruktionen. ausweichmanöver.
leichte schläge in den nacken etwa, aus kämpferischer sicht unzureichend ausgeführt, zum teil im vorbeigehen und mit dem handrücken, entfalten ihre wirkung in der verachtung der ausführenden. und in den begleitenden zwei, drei worten, richtungslos und dennoch zielgenau. darüber hinaus ist wiederholung das mittel der wahl, die größte vernichtungskraft überhaupt.
die suchanfrage „wo steht in der bibel die weihnachtsgeschichte“ führt ziemlich direkt zu meiner weihnachtsgeschichte, teil eins. und ich dachte, ich hätte da was reichlich dummes erfunden. daß jemand nicht weiß, wo die weihnachtsgeschichte steht. das gibt es in echt doch gar nicht! ;-)
zwischendurch den steuerkram zusammengesucht. viel ist es nicht, hab ja bislang kaum was verdient in berlin. nicht mal ein drittel soviel wie zuvor. dennoch muß das erledigt werden und macht sicherlich kaum weniger arbeit. an weihnachten, was immerhin eine erleichterung ist für diese dämliche zeit.
ansonsten ist suche angesagt, keine ahnung wonach. (weiter im text?) kann sein, daß das gar nicht schlecht ist. so ist die winterzeit, normalerweise. aber sicher bin ich nicht.
throwing bones
die zeit wird knapp, hier also: weihnachten, teil fünf.
totes land (13)
große pausen, immer kommt etwas dazwischen. erst der weihnachtstext, jetzt die steuern. überhaupt spielt die konzentration verrückt, das hirn und das herz. ich weiß auch nicht.
vermutlich nur eine sache der entscheidung. die entscheidung einfach weiterzumachen, wann und wie auch immer. material ist genug da, notizen und ideen. kein problem eigentlich.
hoffentlich.
small talk
neulich auf einer party ein wenig über selbstmord diskutiert, immer wieder ein dankbares thema. zum beispiel, ob man selbigen etwa im internet ankündigen könne oder gar solle. dieser spezielle bereich war schnell abgehandelt. natürlich kann und soll man das nicht. zumindest nicht, wenn man tatsächlich beabsichtigt, sich alsbald zu entleiben.
wesentlich länger dauerte die erörterung der frage nach der art und weise des vorgehens. einer der kollegen vertrat die ansicht, daß, mit reichlich alkohol im blut und guter musik auf den ohren, ein sprung vom fernsehturm die beste wahl sei. eine etwas romantische vorstellung, wie ich finde. vermutlich hat er noch nie irgendwo hoch oben gestanden und auch nur halbwegs ernsthaft darüber nachgedacht. sonst wüßte er, daß es da plötzlich ein unvermutetes hinternis gibt. der körper stellt sich dem vorhaben massiv in den weg, und das ist wirklich überraschend. hab ich mir sagen lassen. ein anderer vorschlag lautete, daß eine überdosis heroin sicher und darüber hinaus der grundstoff einfach zu beschaffen sei. ein schöner tod, so wurde mir versichert. lediglich am setzen der spritze würde es bei den meisten scheitern. noch so eine überraschung, die mich nicht wirklich überrascht.
um einen schönen tod geht es nicht, es geht um zerstörung. deshalb ist wohl auch das werfen vor einen zug eine recht häufig gewählte methode. sicher ist das allemal. außerdem ist es beinah, als würde man es gar nicht selbst tun, sondern vielmehr so, als würde man umgebracht werden. das hat fast etwas heroisches. daß letzteres natürlich ein trugschluß ist, wurde in der diskussion dann auch noch festgehalten. springen ist verboten, wegen der zugführer vor allem. und weil die fahrpläne der deutschen bahn unangemessen durcheinander geraten.
danach hatte sich das thema unvermittelt erschöpft. ich kam gar nicht mehr dazu, den anderen meine höchstpersönliche these vorzutragen. statt dessen redeten wir plötzlich über herrn mehdorn und die deckengestaltung des berliner hauptbahnhofes. auch interessant.