am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

totes land (19)

spät angefangen heute, erst gegen zehn uhr abends. aber die nacht war ja kurz und heute ist immerhin neujahr. (da gab es das eine oder andere zu tun. kalender auswechseln zum beispiel, in diesem jahr eine besondere wonne.)
dementsprechend nicht viel geschafft, nur ein halbes kapitel überarbeitet. ein paar armselige seiten also. aber das läuft, alles gut.

happy new year

das dritte silvester in berlin, diesmal in friedrichshain. dort, in einem der oberen geschosse, an einer großen, breiten kreuzung, läßt sich der straßenkampf ertragen. ein bißchen sogar genießen, wenn ich ehrlich bin. die lichter, das heulen und zischen, dagegen der verhalten wirkende jubel vereinzelter gestalten. mit der kraft der drei wunderkerzen verfluche ich das jahr 2006, im hintergrund turnt die stimme von farrokh bulsara in bemerkenswerte höhen und einer der anderen gäste schubst verschmitzt eine leere bierflasche vom balkongeländer. scherben bringen glück. dumm nur, daß die flasche ganz bleibt. die erste zumindest.
die nacht zieht sich, bis in den morgen. die themen kreisen um entscheidungen, die zu treffen sind, wahrsager und katzenschänder sowie die globale erwärmung. und über sex natürlich. sekt mußte ich keinen trinken, statt dessen habe ich mir einen soliden wodka zum anstoßen erschlichen. insgesamt eine ziemlich gute mischung. schlafen gehe ich bei tageslicht.
die karten heute morgen liegen ausgesprochen gut, um nicht zu sagen hervorragend. 2007 scheint mir gewogen zu sein. mal ganz vorsichtig ausgedrückt.

scheiß drauf!

der letzte tag beginnt also mit kopfschmerzen, migräneartig. das ist eine prima idee, finde ich. das paßt wie die faust ins auge. so war mein jahr 2006! hinter dem rechten auge schwelt schon den ganzen tag diese hitze. nicht allzu arg, aber doch ausreichend für eine überdeutlich miese laune. es ist eben, wie es ist. es ist 2006. wie könnte es anders sein?
draußen wird jetzt schon seit stunden geschossen, das ist in berlin ganz besonders scheußlich. aber – scheiß drauf! – dann ist es bald vorbei, dieses scheißjahr! endlich!

totes land (18)

die arbeit für heute ist getan. einmal durch das anstehende kapitel, noch relativ grob. nur die richtung ist enger gezogen, mißlungene formulierungen ausgemerzt und ein paar passagen ausgearbeitet. noch ist es zu lang, denke ich, und vor allem zu glatt. außerdem weiß ich mit der bitterbösen komik, die sich hier und da in den text schleicht, noch nicht recht umzugehen. am ende muß ich dann erklären, daß das komik ist. sehe ich schon kommen.

totes land (17)

bloß nicht schlapp machen jetzt, wo es gerade so gut läuft. schlimm genug, daß ich einen abstecher machen mußte, also ein stück text herausnehmen und für sich selbst aufbereiten. noch dazu ein kapitel, daß eigentlich noch gar nicht geschrieben war, nur in planung. geschrieben ist es ja eigentlich auch jetzt noch nicht, nicht in den gesamtzusammenhang eingepaßt zumindest.
eh ich mich in völlig sinnlosen und unverständlichen ausführungen verliere, will ich lieber das arbeitspensum umreißen: ein paar formale entscheidungen getroffen, deshalb den ganzen bislang bestehenden text durchgegangen. dabei leichte kürzungen und umstellungen gemacht, wie das so ist. gleich geht es an das nächste kapitel, das schon länger als ausdruck vorliegt. durchgehen und strukturieren. streichen und ergänzen.

totes land – abstecher (4)

tippfehler, wiederholungen und anschlüsse. das ist es natürlich nie, da ist immer mehr. so haben sich ein paar kleine passagen noch einmal grundlegend gewandelt, gestern nacht. andere stellen sind weiter zusammengestrichen. hier eine dialogfolge, zwei, drei kurze schläge. da eine rhythmische dopplung. nicht mißverstehen, das ist keine kosmetik. das macht etwas aus.
jetzt ist der umschlag gepackt, adressiert und geht gleich noch auf die reise. (und es bleibt die sorge, wie immer, ob es nicht vielleicht zu knapp, zu voll, zu banal, zu wasweißich sein könnte. aber darauf gibt es keine antwort, niemals. das soll es wohl auch nicht. das ist ja beim schreiben irrelevant.)

irgenwann, so in zehn, zwanzig jahren vielleicht, bin dann auch ich bereit für diese welt. möglicherweise.

totes land – abstecher (3)

fertig soweit. eine letzte korrektur steht noch an, vorwiegend auf handwerk und feinheiten gerichtet. tippfehler, wiederholungen, anschlüsse. das geht am besten in papier, wenn schon keine zeit ist für ein paar tage abstand. gute nachtarbeit immerhin, das paßt doch.

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