nebenbei auf arte valérie favre beim malen zusehen. wie so oft interessiert mich das tun weit mehr als das produkt. oder auch die theorie, die ich mir aber zumindest noch anhören mag, solange es um handwerk und technik geht. um leben.
das tun, das ist wohl mein größtes übel. die hoffnung, irgendwann einmal die armseligkeit des wortes verlassen zu dürfen. wo alles ist hass ist und alles liebe, zeitgleich festgeschrieben. nur die momente des tuns sind da ausgenommen. sie allein sind eindeutig, nur das eine. oder eben das andere.
die welt in weiß
morgens weckt mich ein kratzen und schaben, das ich so nur aus wtal kenne, wo die mieter selbst die straße möglichst pünktlich zu räumen haben. bei schneefall. irgendwer schaufelt also da draußen, wo es gestern noch nichts zu schaufeln gab. ich mag gar nicht mehr hinsehen.
leises schneetreiben, schon seit gestern, den ganzen tag lang. die lage ist eindeutig. ich beschließe dennoch aufzustehen. und aufzugeben, endgültig. ich liebe den (berliner) winter, jawohl, diese welt ganz in weiß. von mir aus kann es ab jetzt immer so sein, mir doch egal. ich bau mir ein iglu am potsdamer platz und nehme ab sofort eintritt. leben in der großstadt, ein experiment im ewigen eis. so ähnlich wie dieses öffentliche bett hier. in ein iglu schneit es immerhin nicht rein. also. alles halb so wild, alles kein problem. ich bin doch lernfähig.
nur den kühnen plan, mich heute abend mit dem rad in richtung helmholtzplatz zu begeben, den werd ich einstweilen mal – na, was schon? – auf eis legen müssen.
nachsetzen
der tag ist verflogen, so gut wie zumindest. ein paar erledigungen erledigt, einen artikel geschrieben und dann ein konzept formuliert, aus dem durchaus etwas werden könnte. fehlt nur noch der text, den ich gestern angesetzt habe. aber ausgerechnet der klemmt irgendwie, obwohl ich ein ganz gutes gefühl hatte. gestern eben. andererseits eilt das nun wirklich nicht.
und es ist doch im grunde alles gar nicht so übel, derzeit, was die arbeitsfrequenz betrifft auf jeden fall. ehrlich gesagt ist das aber auch das einzige, was noch hilft. in so einem winter.
1€
fünfmal bin ich in den letzten tagen schadlos an dem neuköllner ramschbuchladen vorüber gekommen. eisern und unerbittlich. heute hat es nicht geklappt, ich habe einen euro investiert.
Elazar Benyoëtz, Allerwegsdahin
eine kapitelüberschrift lautet:
„Am Anfang aller Geschichte steht die eigene“
was soll ich sagen? ist einen euro wert, oder?
spamperle
sex sells, den spruch kenne ich ja. kann ich auch bestätigen, irgendwie. aber daß sex auch verplichtet, das ist mir neu:
„Dies ist die Seite auf der Du findest was Du suchst: GEILEN UND UNKOMPLIZIERTEN SEX, ohne irgendwelche Verplichtungen einzugehen!“
was heißt eigentlich plicht? und wann war sex jemals unkompliziert? aber das mal nur am rande.
positivismus
viele verschiedene ansätze, die entweder zu bearbeiten oder aber gleich konkret auszuarbeiten sind. nichts steht fest, bislang, aber es sieht weitaus besser aus als noch vor ein paar monaten. zumindest habe ich zu tun. andererseits sind es vorwiegend längerfristige sachen, und die helfen wenig in der enge des augenblicks.