am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

going (12)

zirka zehn seiten wird das dritte kapitel haben. etwas mehr als zwei davon sind noch zu überarbeiten, morgen. dann geht es nahtlos ins vierte kapitel, das bereits grob vorskizziert ist. sollte erheblich kürzer werden, denke ich. aber wer könnte das sagen?

wenig bis nichts von dem, was ich gestern einfach so runtergeschrieben habe, wie vielleicht noch nie zuvor, war untauglich bislang. im gegenteil. problematisch sind allein die verbleibenden gut zwei seiten. eine kurze dialoglastige episode, die vorwiegend information zu befördern hat, darüber hinaus lediglich ein eher weniger wichtiges familienfeierstimmungsbild zeichnen soll.

schwierig. es ist die pflichtarbeit, die mitunter am meisten beißt. morgen, wie gesagt.

dagegen steht die reine schreibfreude. heute war fast alles kür!

going (11)

mit der arbeit schon gegen zwölf gegonnen. drei stunden geschrieben, wie von selbst. gestern zwei seiten, heute fünf, damit ist das dritte kapitel durch. nicht fertig natürlich, da ist noch viel zu überarbeiten. aber eben durch, in drei tagen. ich weiß echt nicht, was los ist, gerade.

meine arbeitsweise hat sich ziemlich verändert, soweit ich das bislang beurteilen kann. nach der jahrelangen schreibenden internetexistenz denke und arbeite ich offensichtlich viel weniger linear. ich knüpfe ein loses netz aus verschiedenen zeiten, lasse viele löcher dabei, absichtlich oder zufällig. ob es letztendlich paßt, das wird sich noch zeigen.

auch das hat sich womöglich geändert. das wissen darum, daß nichts fix ist, selbst wenn ich es einstweilen so festschreibe. ändern oder ganz löschen geht schließlich immer, also erstmal losmachen und sehen, was passiert.

letzteres könnte aber auch am alter liegen. vertrauen auf den flug.

jetzt: tango!

going (10)

spät angefangen, sehr spät. mutlos gewesen, gezweifelt an der tiefe, an der weite des stoffs. mein kleines ich, was kann es schon tun? dann strecke gemacht, den erzählpfad mit groben brettern ausgelegt, dialogfetzen und raumbeschreibungen notiert. etwas mehr als eine seite voller seile und ösen zum daran entlanghangeln. das war viel leichter als gedacht, das ist es immer in letzter zeit. das überrascht mich. noch bin ich unsicher, ob ich darauf vertrauen darf.

in diesem vorsichtigen voranschreiten eine idee gehabt, wuchtig und zündend. wenn es so ist, bin ich überwältigt, jedesmal. wenn aus dem nichts sich etwas findet. schnell notiert in dem neuen, leuchtendhellgrünen notizbuch, extra für die schreibarbeit angeschafft. ebenfalls heute. das alte, in dem ich über die letzten jahre alle versuche zu notieren, zu begleiten versucht und doch nur das immer wieder neuerliche scheitern dokumentiert habe, hat ausgedient und ist unvollendet in den müll gewandert.

es muß nicht alles vollendet sein, im gegenteil. es kann nicht einmal auch nur irgendetwas jemals vollendet werden.

going (9)

kaum umstrukturierende maßnahmen nötig bezüglich des zusätzlichen namens, der zusätzlichen person, die sich eingeschlichetn hat. es hat sich gezeigt, daß die story, handlung oder was auch immer im kern nicht entscheidend berührt ist. es eröffnet sich sogar die möglichkeit zu einer kleinen erzählfinte, einer gemeinen kleinen auslassung. mal sehen.

erste halbe seite des dritten kapitels flüchtig hingeworfen. kann sein, daß nichts davon bleibt, aber der anfang ist immer das schwerste. an irgendetwas muß man sich halten im nichts.

going (8)

bei der durchsicht des ersten und der überarbeitung des zweiten kapitels gestern festgestellt, daß darin ein name vorkommt, den ich bei meinen strukturellen planungen und überlegungen zu berücksichtigen völlig vergessen habe. kann vorkommen, muß sogar vorkommen. ohne offene stellen und logische katastrophen wäre die arbeit in dieser phase sehr seltsam und würde ohne zweifel auf ein allzu abgezirkeltes, im endeffekt langweiliges resultat hinweisen. und das will ich ja nun nicht.

gestern sehr vorbildlich schon gegen mittag losgelegt, um abends dann in aller ruhe tango üben gehen zu können. heute dagegen erste gegen drei den hefter mit den notizen aufgeschlagen, damit die sache mit der vergessenen person ins reine kommt. also zügig durchdenken und aufnotieren, was es da für möglichkeiten gibt, damit es weitergehen kann. so laiutete der auftrag.

kurz darauf jedoch mit der schlagbohrmaschine auf dem balkon auf der leiter gestanden, um der susanne eine schnelle rankhilfe zu knüpfen. kann vorkommen, und war auch echt wichtig.

jetzt aber! (und heute abend gibt es caipis, logisch.)

going (7)

gegen mittag anfangen und die zwei letzten seiten des zweiten kapitels durchgehen. nach zwei, drei stunden damit fertig sein und ein gutes gefühl haben. für morgen jetzt nur noch noch einmal das erste kapitel lesen, um dann das zweite auf stil, logik und anschlüsse durchgehen zu können. so ist schreiben eben auch. meistens sogar. fleißarbeit.

gegen mittag war übrigens eine gute idee. eine sehr gute. und gar nicht so abwegig, wie ich das selbst immer glauben möchte. (von wegen kreative arbeit nur bei nacht, wenn alle anderen schlafen. aus dem alter bin ich wohl raus.)

going (6)

fühlt sich gut an, besser noch als ich dachte, schon am nachmittag loszulegen mit dem schreiben. es ist noch nicht dunkel, da ist alles nötige und mein möglichstes schon getan. zufriedenheit stellt sich ein, beinah automatisch. oft genug ist es ja anders, da komme ich erst am abend zum schreiben und denke vor mitternacht nicht einmal daran, nach einem tagesabschluß zu suchen. auch wenn es sein muß, es ist einfach nicht möglich.

heute dagegen ist das zweite kapitel so gut wie fertig geworden, noch vor acht. es fehlt nur noch eine letzte durchsicht, um diese erste fassung abheften zu können. ins grobe sozusagen, um von dort aus weitermachen zu können. ein schlachtplan ist ebenfalls notiert. für ungefähr die erste hälfte der geplanten 100 seiten torso stehen erste richtlinien auf dem papier, das ist sehr beruhigend und erleichtert die kontinuierliche arbeit.

auch die umkehrung der reihenfolge war hilfreich, die strukturarbeit in den abend, ins dunkel zu legen. scheint mir nur natürlich.

jetzt: schlafen. oder liegen oder lesen. träumen auf jeden fall. (gutnacht)

going (5)

immer noch unzufrieden mit meiner maladen arbeitsstruktur. wenn mein tag fast am ende ist, dann – endlich – fange ich an zu schreiben. das funktioniert, irgendwie zumindest, ich schaffe ein bißchen was, jeden tag. es fließt auch, kein problem, also keine quälerei bislang. zum glück. die arbeitsmoral ist es demensprechend nicht, an der es hapert. aber es fühlt sich nicht gut an, nicht wirklich effektiv.

wirre tage eben, hektisch und verplant, an deren ende ich mich doch noch in den text wage, immer in der angst, hinten raus keinen brauchbaren abschluß finden zu können. so ein tag ist ja auch mal vorbei, und am nächsten braucht es dann etwas, an das man anküpfen kann. schreiben ist planung, arbeit und planung, das vor allem. das schweben und greifen in etwas, was es kurz davor noch nicht gegeben hat, die sind nur momente. wenn auch genau die das geschenk sind, um deret willen ich das alles überhaupt nur tue.

nicht ist also so, wie man sich das vielleicht vorstellt. schreiben im café, das wäre schön. geht ja heute, alles, die technik spricht durchaus dafür. oder schreiben in der nacht, entspannt und inspiriert bei einem glas rotwein. keine chance, das ist aus meiner sicht alles nur illusion.

auf dem plan für morgen stehen einige klärungen und strukturarbeit, höchste zeit. vielleicht krieg ich dann auch hier ein bißchen was klareres hin. schrieben dann aber wieder erst am abend, denke ich. denn dazwischen liegt ein bißchen tango.

jetzt: lesen. (gutnacht)

going (4)

well. den ganzen tag viel zu tun gehabt, sachen erledigen, geld verdienen, balkonregal umbauen. (warum auch immer.) geschrieben wieder erst spät, es war schon dunkel, obwohl ich mit der anstehenden szene und zwei dialogfetzen aufgewacht bin, sie sogar notiert habe. das gefällt mir nicht, aber es scheint zu funktionieren. einstweilen. in zwei stunden über eine halbe seite grobes material geschrieben, an dem ich mich dann entlanghangeln, es zurechtbiegen und ausweiten kann, morgen oder übermorgen. das ist fantastisch.

strecke machen, so habe ich das früher genannt. ich erinnere mich. einen pfad ins dickicht schlagen. ein versuch, mehr ist es nie.

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