am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

going (3)

in den letzten tagen mit meiner arbeitsmoral, der schreibmoral also, gehadert, die ein wenig vor sich hin schaukelt und dümpelt. viel anders war es nie, muß ich gestehen. ich wünschte sehr, ich könnte aufstehen, mich hinsetzen und losschreiben. odr es zumindest versuchen. erst die kür, dann die pflicht. stattdessen schleiche ich durch den tag, erledige andere sachen oder auch  nicht. ich tue alles, nur nicht schreiben. das legt die laune schief, bis ich endlich anfange. das geht, daran scheitert es nicht, nicht im moment auf jeden fall. aber was soll das, daß ich nachts um halb elf endlich an die arbeit gehe. mal gibt es dann einen schnellen flug, manchmal sogar eine ganze seite. abe das reicht nicht, vor allem, wenn es ans überarbeiten geht.

trotzdem: weitere strukturelle überlegungen angestellt, ideen notiert, mich dem personal genähert. da braucht es noch mehr, das ist klar. das ist noch ein manko, das war anders bei meinem ersten roman. andererseits ist es anders, diesmal. ich lerne diese menschen im schreiben kennen, nach und nach. ich lege sie nicht schon im vorfeld fest. ich erkenne sie an den dingen, die sie (mit mir) tun. keine ahnung, ob das gut ist so. ob das funktionieren kann.

außerdem ist festzustellen, daß es nicht nur um familie, um familiengeschichten geht, um die verschachtelten geschehnisse, die ebenso selbstverständlich wie zwangsläufig ineinandergreifen. wer kennt das nicht? es geht auch und vor allem um begegnung, um das kommen und gehen und lassen. keine leichte übung. besonders letzteres.

darum geht es also. einstweilen.

going (2)

fleißarbeiten erledigt. das heißt listen schreiben, jahreszahlen verteilen, durchdenken und korrigieren, immer mit dem taschenrechner neben der tastatur. das alles auch notieren, das gehört dazu. dieses puzzeln, vor allem bei der menge an material, bei den vielen zeitebenen, bei der zeitspanne überhaupt. ich werde alt und so auch die menschen, über die ich schreiben möchte. offensichtlich

namen und alter des personals sind nun also sortiert, damit das material grob strukturiert, vor allem in bezug auf die zeitabläufe. so auch mögliches von unmöglichem separiert, das hilft, tragfähig  weiterschreiben zu können. kapitel lassen sich auf die art noch nicht formieren, aber fünf inhaltlich voneinander abgegrenzte teile zeichnen sich ab. oder möglicherweise vier, genau kann ich das dann doch noch nicht sagen. es ist aber genug, zunächst einmal, um die lücken zu erkennen, in die sich das leben schreiben wird.

jetzt wieder träumen. danach greifen, wenn möglich. in die luft, alles ist luft. noch.

going (1)

es ist soweit, ich fange wieder einmal etwas an. und wieder bin ich mir nicht zu schade, es an dieser stelle öffentlich zu machen. so war das alles hier ganz zu anfang schließlich einmal gedacht. als ich von bloggen noch nichts wußte, womöglich gab es das zu der zeit tatsächlich noch nicht. schreibprotokolle für einen ebenfalls schreibenden freund, auf papier gedruckt und per post verschickt. lange ist das her, fast zwanzig jahre. begleitschreiben an der schnittstelle zwischen arbeit und leben, zwischen fiktion und alltag.

ich bin ein altmodischer mensch, in gewisser weise. ich bin beharrlich und von großer ausdauer und disziplin. ich mache mich also auf und schreibe ein buch. es wird gelingen, diesmal. oder es wird scheitern, wie so manches andere, in den letzten 10 jahren an dieser stelle propagierte projekt. egal.

das ist mein leben.

(und das erste kapitel steht auch schon.)

totes land (44)

das thema arbeitet im hintergrund weiter. genaugenommen bewegt sich viel derzeit. für genaueres finde ich aber kaum zeit, das fühlt sich mies an. könnte aber ebenso gut sein. ich weiß nicht.

erste person ist vom tisch, zur zeit zumindest. dafür kommt wieder der gedanke einer trilogie auf. und macht mich ratlos. einstweilen.

totes land (43)

story verschiebt sich mächtig, nimmt eine ganz neue richtung. unendlich entfernt bin ich inzwischen von der ursprünglichen idee. ganz und gar woanders sogar. damit muß ich wohl leben.

außerdem immer noch überlegungen zur ersten person. ein ich erfinden? ich weiß noch nicht, vielleicht.

totes land (42)

freie zeit zum arbeiten haben, ein paar stunden sogar, dann aber doch nicht können. ich hasse das. feststellen müssen, daß wieder einmal der anschluß völlig verloren gegangen ist. jetzt ist kein fluß, kein zusammenspiel mehr möglich. keine entwicklung, einfach gar nichts. verschwunden ist, was da war, zum greifen fast. vor ein paar tagen noch. nur daran erinnere ich mich. daß da etwas war. viel. und jetzt ist alles leer. wie kann das sein?
gut, das kommt wieder, irgendwie, keine frage. das sagt die erfahrung, irgendetwas kommt immer zurück. ganz anders natürlich. verwandelt, verdreht. nichts bleibt, wie es vorher war. vielleicht. eine andere zeit bringt ein anderes glück. logisch. so entstehen geschichten, ich weiß. finden sich zum teil wie von selbst. doch für mich bedeutet das, wieder einmal ganz vorne anzufangen. beinah jedenfalls. immer und immer wieder.
freie zeit ist um. gleich dann zur arbeit. müssen. verdammter alltagsscheiß.

totes land (41)

immer noch angestrengtes zahlengespiele, und keine lösung in sicht. bin langsam aber sicher genervt.

nachtrag: eben 20 minuten im bus, musik auf den ohren. und dann plötzlich, ganz kurz nur, der (verwegene) gedanke, die hauptfigur in ein ich zu verwandeln. first person. wobei die eckdaten dieselben blieben, gleiches alter, gleicher background, gleiche geschichte. keine experimente also, nur eine leichte perspektivverschiebung. näher ran. vielleicht nur ein gedankenspiel, aber schon ist alles in bewegung geraten, was über tage und wochen schon hakt und hängt und einfach nicht wollte.

totes land (40)

am anfang ist chaos. alles.
die namensgebung zieht zwangsläufig anderes nach sich. alter und berufe zum beispiel. mit figuren zu arbeiten, die keinen beruf haben, ist nicht besonders empfehlenswert. selbst, wenn das für die geschichte selbst keine rolle spielt. es gibt kaum menschen ohne beruf. und es gibt auch kaum menschen ohne arbeit, allen arbeitslosenzahlen zum trotz. selbst wenn dort millionen gezählt werden, die meisten tun dennoch etwas.
außerdem gilt es, die geburtsdaten festzulegen. es ist ebenfalls nicht besonders günstig, die figuren nicht ihrer zeit zu verorten. dazu gehören auch die geburtsjahre, zumindest, der eltern und der großeltern. die, der freunde und kollegen ebenso. ein zahlenspiel, das generationenspiel. oft genug nehme ich den taschenrechner her, manchmal schaue ich auch die sternzeichen nach. sollte aber nicht ins stereotype gleiten, weder in bezug auf die generationen noch in zusammenhang mit astrologie. oder sonstwas.
basisarbeiten also. und in diesem chaos schwimmt die story, steht und fällt mit den entscheidungen. kippt an dem einen oder anderen ende. schwebt und wartet. manches geht nicht, das steht jetzt schon fest. das alter der hauptfigur, die zeitstruktur, da paßt so manches nicht, wie ich will. und es läßt sich auch nicht passend machen. das ist schade, doch etwas anderes wird an diese stellen treten. das ist ebenso gewiß.
mehr noch, die chaoszeit ist auch die zeit der geschenke. fetzen, die sich manifestieren. plötzlich sind ganz andere, ganz neue möglichkeiten eröffnet. dinge, die sich vorher kaum denken lassen, also auch nicht planen. und tief innere zusammenhänge, die letztendlich nur mich etwas angehen.

totes land (39)

bleistiftkritzeleien, kam lesbar, zum teil nicht einmal schrift. zu den namen gehören bilder, innere wie äußere. alter auch und wohnorte, berufe, familien. da ist immer so viel, was einen menschen ausmacht.

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