am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

tangoaushilfsschuhwerk

das sind sie, die übeltäter. schmerzen im unteren rücken und in der linken ferse, bislang jedesmal. und das wegen zirka zwei zentimetern absatzhöhe. was soll ich machen, mein gesamter körper kennt das einfach nicht. immerhin halten die knie. aber heute kommt  muskelkater dazu, wetten?!

ein zahnarzt in einem einkaufszentrum. keine ahnung, wie ich überhaupt dahin geraten bin. über mir die rolltreppen, neben mir die autobatterie, mit der er seine geräte betreibt. bevor ich flüchten kann, hat er mir schon etwas aus dem maul gerissen. gegen meinen willen. ich bin wütend, aber jetzt muß ich bleiben, damit das wieder repariert werden kann. und ich muß warten, denn natürlich ist der kerl jetzt erst einmal verschwunden. es dauert, bis ich begreife, daß aufwachen durchaus eine alternative darstellt.

ein wochenende voller pc-basteleien und partynächte. (gut, es war nur eine nacht, aber das reicht ja in meinem alter.) dazwischen phasenweise in den text gesunken, sehr eigenartig. nicht der reihe nach, eine seite nach der anderen, also textchronologisch, was in dem fall ohnehin kaum möglich ist. da folgt nichts auf alles und alles auf nichts. statt dessen bin ich den strängen gefolgt, den geschichten und beschreibungen. den begegnungen zum beispiel, den umgebungs- und ritualskizzen und dem mord natürlich. (ist es ein mord?)

verschollene vergangenheit, unklare gegenwart, nicht fixierte zukunft. das alles einzeln auf die wäscheleine gehängt, zum trocknen über nacht. vielleicht bleibt noch die zeit für eine letzte chronologische kontrolle, schließlich ist da viel, das ich noch mit leichter hand geändert habe. kleinigkeiten im grunde, interpunktion und wortwechsel, selten mal ein ganzer satz. wie schön es ist, den text wieder leichter zu machen gegen ende, den druck herauszunehmen. wie die wendungen und bewegungen klein werden, weil alles stimmt. oder zumindest das meiste.

aber wer weiß. tatsächlich bin ich längst abgetaucht in die textmelodie, verschwunden und verschollen. ab hier gibt es kein entkommen, da heißt es: vorsicht. auch die besten, dichtesten texte können zerstört werden, jederzeit, wenn auch einzig durch ihre verfasser.

persönlich

nachdenken über identifikation und identität. habe ich so etwas? brauche ich so etwas? eher nicht. die illusion einer stabilen hülle ist mir längst abhanden gekommen. jede art von fixierter persönlichkeit ist letztendlich fassade, ein spiel, das vor nichts rettet und nichts bringt. im gegenteil, es zerstört möglichkeiten, indem es grenzen setzt. aber ganz ohne geht es letztendlich auch nicht. ohne standpunkt läßt sich keine position beziehen. ein verwirrspiel also.

wortzen

lyrik -> # im krieg # auf

prosa -> der schreibende geist ist ein nomade. er wandert umher, ohne von grenzen auch nur zu wissen.

auch beim schreiben die dinge transparent übereinender denken. oder hören, wie in der musik. nichts ist jemals linear.

ein stück den fluß entlang, wo alles düster ist und schlammig. aufwachen, weil ich zähneputzen muß. dringend.

versprechen gebrochen, heute doch nicht mehr in den text gegangen. nicht einmal angefangen, nur kurz einen gedanken notiert. zwei sekunden. dafür einen anderen, einen schnell gekneteten blogbeitrag zum thema #aufschrei gebaut, gepostet. der letzte von meiner seite, versprochen. (oder auch nicht.)

jetzt: unendlich müde.

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