am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

fünf von zwölf seiten überarbeitet, wort für wort durch den text. hier und da auch geschnitten und neu montiert, dementsprechend passende anschlüsse geschaffen.  gekürzt natürlich, immer wieder gekürzt. das gehört diesmal dazu. es eine herausforderung, einen text voranzutreiben, der kaum länger werden darf. und dabei doch etliche wichtige elemente einzufügen, die bislang kaum oder gar nicht vorkommen.

nicht schlecht für einen tag, der mit pochenden nacken- und kopfschmerzen begonnen hat. im grunde sogar gut so.

wortzen

lyrik -> # heimwärts

prosa -> da ist platz und zeit in der nächsten woche, die genutzt werden muß. dringend. ich hoffe, ich erinnere mich gleich morgen als erstes daran.

geschichten gibt es so viele, sie kommen und gehen. ja, die meisten gehen wieder, wortlos. bleiben können sie nur, wenn die tür zum nächsten abgrund sich öffnet. das ist der anfang, das ist das zeichen. dem muß folge geleistet sein.

novembermüde, vielleicht auch der verkrochene schmerz. irgendwo muß er ja hin, bleibt er ja doch. daß mein körper sich hinlehnen will, anlehen, immer im winter. auch an nichts, wenn sonst nichts da ist. halten ist besser immerhin als aushalten. obwohl mir eines wie das andere ist. oder scheint.

zum thema dreißig

meinen dreißigsten geburtstag feierte ich an einem sonntag. und zwar in wuppertal, einen tag nach diesem mordanschlag in solingen, der naheliegenden nachbarstadt im bergischen trio. die feier war für meine verhältnisse ungewöhnlich groß, wegen der dreißig vermutlich, der neuen null in meinem leben. die küche war voll, mit menschen und mit blumen, so viele wie noch nie in meinem leben. die ganze zeit habe ich darüber nachgedacht, alles dorthin zu bringen, meine blumen und meine gäste, als zeichen oder was auch immer. (zum glück habe ich das aber doch nicht getan. es wäre ohne zweifel lächerlich gewesen, theatralisch und womöglich auch dumm.) aber es war so seltsam, an diesem tag den dreißigsten zu feiern. internet gab es damals noch nicht, zumindest bei mir nicht. radio und tv waren voll davon, doch ich wußte damals nicht, wer von meinen gästen überhaupt schon davon wußte. sicher waren es einige, aber wir haben nicht darüber gesprochen. warum auch immer. wir haben gefeiert, weil es mein dreißigster war. so war das, damals. es ist der einzige geburtstag, den ich auf anhieb noch glasklar in erinnerung habe.

achtundvierzig tage später, früh am samstag in der nacht, irgendwann zwischen eins und drei, saß ich in einem kleinen düsseldorfer krankenhauszimmer, ganz am ende des gangs, und wohnte dem seit monaten erwarteten sterben meines vaters bei. ich sah ihn lächeln, ein letztes mal und wie nie zuvor. schon nicht mehr in dieser welt, dieser zeit, dieser qual. die fassungslosigkeit über dieses lächeln blieb. bis tief in die nacht, die rückfahrt nach wuppertal über, auf der yamaha damals noch, und durch die weite der nächte. bis heute.

soviel zum thema dreißig. und zu diesen dreißigjährigen jungs heute mit ihren platten ideen über die welt. get real!

was für ein scheißtag. donnernde wut in mir, überall, und alles geht daneben. kostet nerven, zeit und geld. immerhin froh, daß ich dennoch irgendwie gleich zwei dieser scheißpflichttexte im kasten habe. wie auch immer. zwei von drei, so kann ich (über)leben diese woche. wenn da nur nicht der zahnarzttermin wäre. morgen.

bloggertreffen?

re:publica-ticket für 150 euro geordert, weil nach nicht einmal zwei stunden sämtliche bloggertickets und selbst die earlybirds schon von den festanstellungsbürorechnerbesitzern abgegriffen waren. auch noch zahlbar innerhalb von sieben tagen, das teure ding. (was natürlich eigentlich überhaupt nicht teuer ist, ich weiß! nur für mich eben, derzeit zumindest.) keine ahnung übrigens, ob das ticket bei nichtpünktlichbezahlkönnung lautlos verfällt. jetzt heißt es also, irgendwie geld flüssig machen, das sich diesem aggregatzustand seit monaten strickt verweigert. bis nächsten montag. tja, wird schon.

und wehe, irgendwer meckert, wenn ich im nächsten monat dann nochmal fünf kilo oder so verliere. alles hat seinen preis.

durch den text gepflügt, eher eilig als eifrig. einzig darauf aus, die grobe arbeit hinter mich zu bringen. endlich. an manchen stellen nur einzelne bretter ausgelegt, in dem schlamm geworfen quasi, um später den weg wiederzufinden. morgen oder übermorgen, wenn alles wieder feiner wird. wort für wort. und ohne ein wort, wann immer es geht. wenn es also heißt, die intime wirrnis der nacht einzupflegen in die bei tag angelegten logischen linien. wer weiß.

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner